NVIDIAs RTX-Plattform treibt mit KI Rekordwachstum voran

NVIDIA meldet Rekordergebnisse in Gaming und professioneller Visualisierung, kämpft aber mit Lieferengpässen. Die neue KI-Grafiktechnologie DLSS 4.5 verspricht revolutionäre Verbesserungen.

NVIDIAs KI-getriebene RTX-Plattform hat im Geschäftsjahr 2026 für Rekordergebnisse gesorgt. Das Unternehmen meldet historische Umsätze in Gaming und professioneller Visualisierung und stellt mit DLSS 4.5 eine neue Generation der KI-Grafiktechnologie vor. Die Nachfrage übertrifft jedoch das Angebot, was zu Lieferengpässen führt.

Rekordzahlen durch KI-Boom

Die am 25. Februar 2026 veröffentlichten Quartals- und Jahreszahlen belegen den anhaltenden Hype um beschleunigte KI-Berechnungen. Der Bereich Gaming und KI-PC erzielte einen Jahresumsatz von 16,0 Milliarden Euro – ein Plus von 41 Prozent. Noch dynamischer entwickelte sich das Geschäft mit Professioneller Visualisierung, das um 70 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro wuchs.

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Treiber dieses Wachstums ist die breite Marktakzeptanz der Blackwell-GPU-Architektur und das expandierende Ökosystem KI-optimierter Features auf der RTX-Plattform. Im vierten Quartal stieg der Gaming-Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 47 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Die Einnahmen aus professioneller Visualisierung vervielfachten sich sogar um 159 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro.

Lieferengpässe dämpfen den Boom

Doch der Erfolg hat eine Schattenseite. Finanzvorständin Colette Kress bestätigte im Analystengespräch „Lieferengpässe“ bei Gaming-Produkten. Diese seien auf knappe Speicherbausteine zurückzuführen und würden das Geschäft mindestens im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres belasten.

Die Konsequenz: In einigen Regionen sind die Preise für High-End-Modelle wie die RTX 5090 bereits spürbar gestiegen. Die Nachfrage überfordert offenbar die Lieferketten – ein bekanntes Problem aus der Chipkrise, das nun die KI-Ära erreicht.

DLSS 4.5: KI generiert bis zu fünf Extraframes

Neben den Zahlen stand eine technische Neuerung im Fokus: DLSS 4.5. Die auf der CES 2026 vorgestellte Technologie basiert auf einem Transformer-KI-Modell der zweiten Generation. Es soll Bildartefakte wie Geisterbilder oder Flackern deutlich reduzieren und so für stabilere, hochwertigere Grafiken sorgen.

Das spektakulärste Feature ist der neue „6X Multi Frame Generation“-Modus. Er kann bis zu fünf zusätzliche Bilder pro gerendertem Frame generieren und verspricht damit ein neues Level an flüssigem Gameplay. Im Frühjahr folgt für die GeForce RTX-50-Serie eine „Dynamische Multi-Frame-Generierung“, die die Anzahl der generierten Bilder intelligent an die Bildwiederholrate des Monitors anpasst – optimiert für Gaming bei 240 Hz und mehr.

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Während die Super-Resolution-Komponente für alle RTX-GPUs verfügbar ist, sind die erweiterten Frame-Generation-Features den neuesten Grafikkarten vorbehalten. Sie nutzen die volle Leistung der aktuellen Hardware.

Vom Spielerechner zur lokalen KI-Workstation

NVIDIA positioniert die RTX-Plattform zunehmend als KI-Kraftwerk für den heimischen PC. Das Unternehmen gab an, die RTX-AI-Leistung für große Sprachmodelle (LLMs) um bis zu 35 Prozent und für KI-generierte Bilder in führenden KI-PC-Frameworks um das Dreifache gesteigert zu haben.

Das macht RTX-PCs zu leistungsfähigen Tools für Entwickler und Kreative, die generative KI-Anwendungen mit den Vorteilen lokaler Verarbeitung – mehr Privatsphäre und geringe Latenz – nutzen wollen. Für Profis brachte NVIDIA zudem die RTX PRO 5000 auf den Markt. Die auf Blackwell basierende Grafikkarte ist für größere KI-Modelle und komplexe Workflows ausgelegt.

Strategie: Software schöpft Hardware aus

NVIDIAs jüngste Erfolge festigen seine dominante Stellung an der Schnittstelle von Gaming und künstlicher Intelligenz. Die Strategie scheint klar: Durch Software- und Plattformverbesserungen wird mehr Leistung aus der vorhandenen Hardware herausgeholt. Dafür spricht auch, dass ein erwartetes Hardware-Refresh der RTX-50-Serie („Super“-Modelle) bisher ausgeblieben ist.

Der Fokus liegt unvermindert auf der KI-Revolution – vom Rechenzentrum mit der kommenden Rubin-Plattform bis zum heimischen KI-PC mit RTX. Die weitere Verbreitung von DLSS 4.5 in Spielen bleibt ein Schlüsseltreiber. Acht neue Titel unterstützen die Technologie bereits in dieser Woche.

Trotz kurzfristiger Lieferprobleme zeigt die Nachfrage nach KI-beschleunigter Rechenleistung keine Ermüdungserscheinungen. Die Branche blickt nun gespannt auf NVIDIAs GTC-Konferenz im März. Welche neuen KI-Grenzen das Unternehmen als nächstes erobern will, dürfte sich dort zeigen.