Neue Tests zeigen: Schnelle NVMe-SSDs beschleunigen vor allem Ladezeiten – die Bildraten bleiben nahezu unverändert. Für Gamer stellt sich die Frage nach dem sinnvollen Upgrade.
Der Speichermarkt erlebt einen rasanten Wandel: Während PCIe-5.0-SSDs inzwischen Übertragungsraten von bis zu 14.900 MB/s erreichen, kämpfen ältere SATA-Modelle mit gerade einmal 560 MB/s. Doch was bedeutet dieser technologische Sprung für Spieler? Aktuelle Benchmark-Ergebnisse vom 8. August liefern eine ernüchternde Antwort: In vielen aktuellen Titeln bleibt der spürbare Gewinn aus.
Ladezeiten profitieren, Bildraten stagnieren
Die umfangreichen Tests verglichen elf verschiedene Spiele auf unterschiedlichen Speicherlösungen. Das Ergebnis: Die größten Verbesserungen zeigen sich beim Laden der Spielwelten, nicht bei den Bildwiederholraten. Spitzenmodelle wie die Samsung 9100 PRO mit 14.000 MB/s oder die WD_BLACK SN8100 mit 14.900 MB/s können ihre theoretische Überlegenheit gegenüber älteren SATA-SSDs wie der Samsung 870 EVO in der Praxis kaum ausspielen.
Für die flüssige Darstellung in Spielen sind andere Komponenten entscheidend – Prozessor und Grafikkarte leisten hier die Hauptarbeit. Die Speichertechnologie rückt erst dann in den Fokus, wenn es um das Laden großer Spielwelten oder den Wechsel zwischen Levels geht.
Speicherplatz als neuer Engpass
Ein anderer Aspekt gewinnt zunehmend an Bedeutung: die schiere Größe moderner Spieleinstallationen. Ein aktuelles Beispiel: Der Shooter Black Ops 6 beansprucht rund 84,4 GB Speicherplatz. Auf der PlayStation 5, deren nutzbarer interner Speicher bei etwa 667 GB liegt, wird der Speicherausbau damit schnell zur Pflicht.
Die Kompatibilitätsrichtlinien für die PS5 verlangen PCIe-Gen4-x4-Laufwerke mit mindestens 5500 MB/s Lesegeschwindigkeit und integriertem Kühlkörper. Zwar sind inzwischen 8-TB-Modelle erhältlich, doch der Preis bleibt eine Hürde: Manche 2-TB-Erweiterungen kosten mehr als die Konsole selbst.
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Zukunftstechnologien für Rechenzentren
Auf der FMS-2026-Konferenz am 7. August zeigte sich, wohin die Reise geht – allerdings zunächst im professionellen Bereich. FADU präsentierte mit dem FC6161 eine PCIe-6.0-SSD für KI-Rechenzentren, die beeindruckende 28,5 GB/s sequenzielle Lesegeschwindigkeiten und 6,9 Millionen IOPS erreicht. Kioxia demonstrierte mit seiner GP1-PCIe-Gen6-SLC-SSD sogar über 10 Millionen IOPS im Live-Test – das erklärte Ziel: 100 Millionen IOPS bis zum nächsten Jahr.
Auch NVIDIA treibt die Entwicklung voran: Der Konzern kündigte an, seine Technologien cuFile und xio-sig als Open Source bereitzustellen, um den Datentransfer zwischen Speicher und GPUs für KI-Workloads zu optimieren. Diese Lösungen richten sich jedoch klar an professionelle KI-Infrastrukturen, nicht an den heimischen Gaming-PC.
Sinnvolle Upgrades für Spieler
Für PC-Spieler bleibt die Lage übersichtlich: Eine Partitionierung von SSDs ist laut Expertenempfehlungen vom 8. August für die Leistung irrelevant – sie lohnt sich höchstens für Dual-Boot-Konfigurationen. Wer aufrüsten möchte, findet im Mittelfeld weiterhin solide Optionen: Die Transcend MTE662T2 etwa bietet PCIe-Gen3-x4-Leistung mit 3500 MB/s und ist für industrielle Anwendungen mit weitem Temperaturbereich ausgelegt.
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Einsteiger-PCs wie der Stormforce Onyx setzen weiterhin auf 240-GB-NVMe-Laufwerke als Boot-Laufwerk. Angesichts der wachsenden Spielgrößen dürfte sich das jedoch bald als zu knapp erweisen – ein Upgrade auf größere Modelle scheint hier unumgänglich.

