NVSmooth30: Entwickler aktiviert NVIDIA-Funktion für ältere GPUs

Das Open-Source-Tool NVSmooth30 umgeht eine GPU-Prüfung und erweitert Smooth Motion auf RTX-30-Modelle sowie ältere DirectX-11-Spiele.

Der Entwickler Maxim Boldson hat mit NVSmooth30 ein neues, experimentelles Open-Source-Projekt veröffentlicht, das die Nutzung von NVIDIAs Smooth-Motion-Technologie auf Grafikkarten der GeForce RTX 30-Serie (Ampere-Generation) ermöglicht.

Wie aus Berichten vom 21.09.2026 hervorgeht, wird damit eine Funktion für ältere Hardware zugänglich gemacht, die vom Hersteller NVIDIA offiziell ausschließlich für die Nachfolgegeneration GeForce RTX 40 deklariert wurde.

Technische Umsetzung und Umgehung der Hardware-Prüfung

Die von Boldson entwickelte Modifikation setzt an der softwareseitigen Barriere an, welche die Frame Generation auf älteren Grafikprozessoren verhindert.

In einer Demonstration auf einem Laptop mit einer GeForce RTX 3050 Laptop GPU gelang es laut Berichten vom 21.09.2026, die hardwareseitige Prüfung der Grafikgeneration erfolgreich zu umgehen. Damit wurde der Grundstein gelegt, um die Vorteile der KI-gestützten Zwischenbildberechnung auch auf der Ampere-Architektur zu nutzen.

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Technisch gesehen greift NVSmooth30 tief in die Ausführungsprozesse der Grafiktreiber ein. Boldson erläuterte, dass das Programm spezifische Architektur-Limits der Ampere-Chips patche. Ein wesentlicher Teil der Modifikation bestehe darin, den sogenannten Presentation-Layer zu initialisieren und das Laden von CUDA-Modulen abzufangen.

Dieser Prozess sei notwendig, um eine korrekte Ausführung der Algorithmen auf den SM86-Kernen sicherzustellen, die das Herzstück der RTX 30-Serie bilden. Durch diese Eingriffe wird die Hardware in die Lage versetzt, Aufgaben zu übernehmen, die laut offiziellen Spezifikationen nicht vorgesehen waren.

Erweiterte Kompatibilität durch DirectX-Übersetzungsschicht

Ein weiterer technischer Aspekt des Projekts betrifft die Schnittstellenkompatibilität. Wie am 21.09.2026 berichtet wurde, enthält NVSmooth30 eine integrierte Übersetzungsbrücke zwischen DirectX 11 und DirectX 12. Diese Komponente ist von besonderer Bedeutung für die breite Anwendbarkeit der Modifikation.

Da die moderne Frame-Generation-Technologie in der Regel eine aktuelle DirectX-12-Umgebung voraussetzt, blieben ältere Titel bisher oft ausgeschlossen.

Die von Boldson implementierte Übersetzungsschicht ermögliche es jedoch, dass auch Spiele ohne native DirectX-12-Unterstützung von der flüssigeren Darstellung durch Smooth Motion profitieren können. Damit erweitert das Projekt den potenziellen Einsatzbereich der Technologie auf eine Vielzahl älterer Spieletitel, die lediglich auf DirectX 11 basieren.

Entwicklungsstand und Anforderungen an die Hardware-Basis

Trotz der belegten Funktionalität wird NVSmooth30 weiterhin als experimentelles Projekt eingestuft. Der Entwickler wies laut Berichten vom 21.09.2026 darauf hin, dass die Software eine kontinuierliche Anpassung an verschiedene offizielle Treiberversionen erfordere, um eine stabile Leistung zu gewährleisten.

Das Projekt ist dabei keine vollständige Eigenentwicklung, sondern basiert maßgeblich auf der vorangegangenen Arbeit des Entwicklers sdli1995, der mit seiner DLSSG-Modifikation für SM86-Kerne die theoretische Grundlage geschaffen hatte.

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Für die weitere Optimierung des Tools ist die Community nun zur Mitarbeit aufgerufen. Boldson forderte laut vorliegenden Informationen umfangreiche Tests auf verschiedenen Modellen der Ampere-Reihe.

Konkret nannte er dabei die Grafikkarten RTX 3060, RTX 3070, RTX 3080 sowie das Topmodell RTX 3090. Ziel dieser Testreihen sei es, die Stabilität der Frame-Generierung über das gesamte Leistungsspektrum der Generation hinweg zu verifizieren und potenzielle Inkompatibilitäten frühzeitig zu identifizieren. Das Projekt ist als Open Source frei verfügbar, was eine schnelle Weiterentwicklung durch Beiträge anderer Entwickler ermöglichen könnte.