Im Bereich der autonomen Mobilität hat NXP mit dem MR-VMU-RT1176 eine neue Hardware-Referenz für die Steuerung unbemannter Fahrzeuge vorgestellt. Wie aus Berichten vom 25. September 2026 hervorgeht, handelt es sich dabei um einen Open-Source-Flugcontroller, der eine vollständige Kompatibilität zum Pixhawk FMUv6X-RT-Standard aufweist.
Die Plattform dient als Grundlage für die Entwicklung komplexer Steuerungseinheiten in autonomen Systemen und integriert aktuelle Sicherheits- und Redundanzmerkmale.
Leistungsstarke Prozessorarchitektur und hohe Redundanz
Das Herzstück des MR-VMU-RT1176 bildet der i.MX RT1176-Prozessor. Die Architektur kombiniert einen Cortex-M7-Kern mit einer Taktfrequenz von bis zu 1 GHz mit einem Cortex-M4-Kern, der bis zu 400 MHz erreicht.
Zur Unterstützung anspruchsvoller Rechenoperationen ist das System mit 2 MB internem SRAM sowie einem 64 MB großen externen Flash-Speicher ausgestattet.
Um die Ausfallsicherheit in kritischen Flugphasen oder bei autonomen Fahrvorgängen zu gewährleisten, verfügt die Hardware über eine dreifach redundante Ausstattung mit Trägheitsmesseinheiten (IMUs). Zusätzlich sind zwei Barometer integriert, um eine präzise Höhenbestimmung zu ermöglichen. Die Konnektivität wird über 12 PWM-Ausgänge realisiert, von denen acht den DShot-Standard unterstützen.
Für die Kommunikation innerhalb des Fahrzeugs stehen unter anderem 100Base-T1-Ethernet und ein dritter CAN-Bus zur Verfügung. Ein dediziertes SE051-Sicherheitselement soll zudem die Integrität des Systems schützen. Laut vorliegenden Dokumenten verfügt das Design bereits über Zertifizierungen nach FCC, CE, RoHS, REACH und UKCA.
Kommerzielle Umsetzung durch ARK Electronics
Parallel zur Vorstellung der Referenzplattform hat ARK Electronics am 24. September 2026 mit dem ARKV6X-RT ein konkretes Modul präsentiert, das auf der Pixhawk FMUv6X-RT/PAB-Architektur aufbaut. Dieses System wird als NDAA-konform eingestuft und wird mit vorinstallierter PX4-Autopilot-Software ausgeliefert.
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Auch in dieser Implementierung kommt der i.MX RT1176 zum Einsatz. Technische Unterlagen verdeutlichen jedoch, dass die PX4-Software den Cortex-M4-Kern (400 MHz) zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht aktiv nutzt, während der Cortex-M7-Kern die Hauptlast der Berechnungen trägt.
Der ARKV6X-RT verfügt ebenfalls über 2 MB RAM und einen 64 MB umfassenden externen NOR-Flash-Speicher, wobei die PX4-Firmware laut Herstellerspezifikationen primär die ersten 4 MB dieses Speichers belegt. Ergänzt wird die Speicherarchitektur durch FRAM und ein SE051-Sicherheitselement.
Kompakte Bauweise und umfangreiche Schnittstellen
Die Hardware von ARK Electronics ist auf einen Betrieb unter schwierigen Umweltbedingungen ausgelegt und beinhaltet drei IMUs sowie eine 1-W-Sensorheizung, um Temperaturstabilität zu gewährleisten. Das Modul bietet 12 FMU-PWM-Ausgänge, wobei auf kompatiblen Trägerplatinen bis zu acht zusätzliche PX4IO-Ausgänge genutzt werden können.
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In Bezug auf die Schnittstellen bietet das System eine hohe Flexibilität für Peripheriegeräte. Es stehen acht serielle Ports, vier I2C-Anschlüsse und vier SPI-Schnittstellen zur Verfügung. Standardmäßig sind zudem zwei CAN-Busse sowie 100BASE-T-Ethernet integriert.
Trotz der hohen Leistungsdichte bleibt das System kompakt: Das Kernmodul misst 36 × 29 × 5 mm bei einem Gewicht von 5 g. Die dazugehörige Trägerplatine kommt auf Abmessungen von 74 × 43,5 × 12 mm und wiegt 22 g. Angaben zu einem konkreten Verkaufspreis wurden bisher nicht veröffentlicht.

