Am 13. Juli 2026 endet die Nutzung von Office 2019 auf Mac, iPad und iPhone – dann gibt es nur noch Lesemodus.
Der Softwarekonzern Microsoft hat ein klares Datum für das Ende der Office-2019-Ära auf Apple-Hardware gesetzt. Ab dem 13. Juli 2026 dürfen Nutzer von Word, Excel und PowerPoint auf dem Mac, iPad und iPhone keine neuen Dokumente mehr erstellen, bearbeiten oder speichern. Die Programme schalten dann in einen reinen Lesemodus um.
Was genau passiert am Stichtag?
Nach dem Juli-Termin lassen sich mit Office 2019 auf Apple-Geräten nur noch vorhandene Dateien anzeigen und ausdrucken. Jede Bearbeitung oder Neuanlage von Dokumenten ist blockiert. Zeitgleich stellt Microsoft auch die Unterstützung für das Betriebssystem macOS 11 Big Sur ein.
Auch mobile Nutzer sind betroffen: Die Deaktivierung betrifft Apps, die unter iPadOS 16 oder iOS 16 sowie älteren Versionen laufen. Microsoft empfiehlt den Umstieg auf neuere Versionen. Während der Support für Office 2021 voraussichtlich Ende 2026 ausläuft, soll Office 2024 noch bis 2029 unterstützt werden.
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Für Windows-Anwender endete die Unterstützung für Office 2016 und 2019 bereits Mitte Oktober 2025 – diese Systeme erhalten seither keine Sicherheitsupdates mehr.
Millionen Rechner noch auf Windows 10
Die Abschaltung fällt in eine Phase, in der viele Unternehmen noch mit veralteter Software arbeiten. Der Finanzvorstand von HP erklärte Ende Mai 2026, dass rund 30 Prozent der installierten Hardware weiterhin Windows 10 nutzt.
Microsoft bereitet zudem weitere Infrastruktur-Änderungen vor: Der Support für Windows Server 2012 und 2012 R2 endet am 13. Oktober 2026. Auch Microsoft Publisher wird im Oktober 2026 eingestellt.
Besonders Nutzer älterer Hardware fürchten beim Support-Ende von Windows 10 den kostspieligen Neukauf von Geräten. IT-Experte Manfred Kratzl verrät in seinem Gratis-Ratgeber jedoch einen legalen Weg, wie der Umstieg auf Windows 11 auch ohne neue Hardware gelingt. Anleitung zum Umstieg ohne Hardware-Neukauf hier gratis herunterladen
Europäische Alternative startet im Juni
Genau in diese Lücke stoßen neue Wettbewerber. Ein Konsortium europäischer Unternehmen um Ionos und Nextcloud bringt am 9. Juni 2026 „Euro-Office“ auf den Markt. Die cloudbasierte Open-Source-Suite unterstützt sowohl das OpenDocument-Format als auch Microsoft-Office-Formate und bietet Echtzeit-Zusammenarbeit.
Sicherheitswarnung: Phishing-Kampagne Kali365
Unabhängig von den Software-Lebenszyklen warnt das FBI vor einer neuen Phishing-Welle namens Kali365. Die Kampagne zielt auf Microsoft-365-Konten ab. Die Angreifer nutzen Phishing-E-Mails und Gerätecodes, um die Multi-Faktor-Authentifizierung zu umgehen. So verschaffen sie sich Zugriff auf Outlook, Teams und OneDrive. Die US-Behörde empfiehlt Unternehmen, Gerätecode-Logins komplett zu blockieren.
Microsoft setzt intern auf eigene KI-Tools
Auch intern verändert sich die Entwicklungslandschaft bei Microsoft. Das Unternehmen hat den Zugang zu Claude Code für Entwickler gestrichen. Bis zum 30. Juni 2026 soll ein Wechsel zu einem internen Copilot-CLI-Tool erfolgen. Branchenbeobachter sehen darin eine Reaktion auf steigende Kosten: Ein Branchenkenner merkte an, dass das gesamte KI-Budget seines Unternehmens für 2026 innerhalb weniger Monate aufgebraucht sein könnte – die Betriebskosten seien enorm.

