Microsoft verpasst Outlook für Mac ein frisches Design und bereitet die Suite auf macOS Tahoe vor. Doch für Nutzer von Office 2019 tickt die Uhr.
Der Softwarekonzern hat Version 16.110 seiner Office-Suite für macOS veröffentlicht. Seit dem 17. Juni 2026 rollt das Update aus, das vor allem Outlook eine optische Verjüngungskur verpasst. Gleichzeitig schaffen die Entwickler Kompatibilität mit dem kommenden Betriebssystem macOS Tahoe.
Liquid Glass: Outlook bekommt ein neues Gesicht
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Die auffälligste Neuerung ist das sogenannte Liquid-Glass-Design für Outlook. Weichere Ecken und geschmeidigere Buttons passen die Optik an den Stil von macOS Tahoe an. Doch der Look täuscht nicht über die handfesten Funktionen hinweg: Erstmals unterstützt Outlook für Mac den Import von PST-Dateien. Nutzer können damit E-Mails, Kalendereinträge und Kontakte deutlich einfacher übertragen.
Darüber hinaus integriert Microsoft eine Reihe praktischer Neuerungen:
- Teams-Integration: Ein direkter Button für Teams-Chats ist nun in der Oberfläche verankert.
- Aufgabenverwaltung: Microsoft To Do ist nativ eingebunden, ebenso wie ein Lesefenster auf der rechten Seite.
- Freigegebene Postfächer: Die Unterstützung wurde erweitert – aktuell allerdings nur für Kontakte und Kalender.
- Fehlerbereinigung: Microsoft hat Probleme mit E1/A1-Kontofehlern, S/MIME-Vertraulichkeitsstufen und hoher CPU-Auslastung beim Start behoben. Auch ein Fehler mit Leerzeichen in „mailto:“-Links gehört der Vergangenheit an.
Excel und Word: Stabilität im Fokus
Auch die anderen Office-Programme profitieren vom Update. Excel-Nutzer freuen sich über eine reparierte AutoFilter-Funktion, die zuvor bei mehr als 10.000 leeren Werten abstürzte. In Word haben die Entwickler Leistungsengpässe beseitigt und Fehler mit Drittanbieter-Add-ins behoben.
Für Unternehmen hält Microsoft parallel die Version Office LTSC 2021 für Mac bereit – ebenfalls ab dem 17. Juni 2026. Diese Volumenlizenz-Version unterstützt neben macOS Sonoma 14 und Sequoia 15 auch das kommende Tahoe. Ein entscheidender Vorteil: Sie kommt ohne Root-Zugriff und lästige Auto-Updates aus.
Countdown für Office 2019: Nur noch wenige Wochen
Während Microsoft nach vorne prescht, droht Nutzern von Office 2019 bald der Kaltentzug. Am 13. Juli 2026 schaltet die Suite in einen eingeschränkten Modus. Grund ist der Ablauf eines fest einprogrammierten Lizenzzertifikats – Microsoft hat keine Verlängerung vorgesehen. Der erweiterte Support endete bereits am 14. Oktober 2025.
Was bedeutet das konkret? Ab Mitte Juli lassen sich Word, Excel, PowerPoint und Outlook nur noch zum Lesen und Drucken nutzen. Das Erstellen, Bearbeiten oder Speichern von Dokumenten wird blockiert. Experten raten Unternehmen dringend, die Migration bis zum 1. Juli 2026 abzuschließen.
Als Auswege bieten sich Microsoft-365-Abonnements oder die unbefristete Lizenz Office 2024 für Mac an – letztere ist bis Oktober 2029 unterstützt. Office 2021 für Mac hingegen ist keine nachhaltige Lösung: Der Support endet bereits am 13. Oktober 2026.
Alte Systeme, neue Grenzen
Auch wer mit älteren Betriebssystemen arbeitet, sollte hellhörig werden. macOS Ventura 13.7.8 unterstützt die aktuellen Office-Updates nicht mehr. Die letzte kompatible Version ist 16.101 vom September 2025. Noch ältere Systeme wie macOS Catalina 10.15.7 sind auf Version 16.66 beschränkt.
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Alternativen am Markt
Wer auf der Suche nach Alternativen ist, hat durchaus Optionen. LibreOffice 24.2.6 erschien am 19. Juni 2026 und bringt über 40 Fehlerbehebungen mit – mit Fokus auf Datenschutz und Interoperabilität. Ebenfalls neu: MailRaider 5, das seit dem 17. Juni PST-, MBOX- und MSG-Dateien ohne Microsoft-Software öffnet. Eine Besonderheit: Die iOS-Version bietet jetzt Sprachtranskription für Outlook-Sprachnotizen.
Und Microsoft selbst? Seit April 2026 arbeitet der Konzern an besseren Offline-Funktionen für das „neue Outlook“ unter Windows. Offline-Anhänge sind nun möglich – allerdings um den Preis von mehr Speicherplatz durch die WebView2-Technologie.

