Oktober 2026. Danach gibt es weder Sicherheitsupdates noch technische Hilfe für Word, Excel und PowerPoint. Der Schritt ist Teil einer branchenweiten Strategie hin zu Abo-Modellen wie Microsoft 365 Copilot. Wer keine monatlichen Gebühren zahlen möchte, kann auf den einmaligen Kauf von Office 2024 oder auf Open-Source-Alternativen wie LibreOffice oder das EU-Projekt Euro-Office setzen.
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KI-generierte Präsentationen: Schnell, aber selten überzeugend
OpenAI testet seit dem 22. Mai 2026 eine Beta-Version seines Codex-Plugins für PowerPoint. Das Tool erstellt eine 12-Folien-Präsentation in etwa fünf Minuten. Doch die ersten Tests zeigen erhebliche Qualitätsprobleme.
Die generierten Inhalte enthalten oft themenfremde Informationen oder leere Tabellen. Detailliertere Eingaben verbessern zwar die Relevanz, führen aber häufig zu einem dichten, berichtsartigen Stil ohne visuelle Anziehungskraft. Besonders ärgerlich: Nachträgliche manuelle Korrekturen über die KI verschlechtern oft die Gesamtqualität. Das Fazit der Tester: Die KI liefert eine grobe Vorlage, aber die Feinarbeit bleibt am Menschen hängen.
Der Markt für KI-Präsentationstools ist rasant gewachsen – über 40 Anwendungen wie Gamma, Tome oder WPS AI buhlen um Kunden. Der Kimi PPT Assistant, seit Juli 2024 am Markt, erstellt aus Dokument-Uploads oder Textbefehlen Gliederungen und Folien. Auch hier gilt: Die Ergebnisse dienen als Grundgerüst, das menschliche Nachbearbeitung erfordert.
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Workflow-Automatisierung: Effizienzgewinne um den Preis der Privatsphäre
Die KI-Integration geht längst über die reine Folienproduktion hinaus. Am 17. Juni 2026 veröffentlichte OpenAI eine Record-and-Replay-Funktion für Codex auf macOS. Nutzer führen einen Arbeitsablauf einmal vor, die KI speichert ihn als wiederverwendbare Skill-Datei.
Microsoft wirbt parallel mit Copilot+-PCs, die hardwaregestützte KI-Agenten für mehrstufige Aufgaben nutzen. Ursprünglich sollten diese bis Mitte 2024 70 Prozent der Routineaufgaben übernehmen. Erste Anwender berichten 2026 von Effizienzsteigerungen von über 40 Prozent. Doch die Technik wirft Fragen auf: Die Standardsynchronisation der Daten mit Azure AI sorgt für Datenschutzbedenken. Zudem könnten die Anforderungen der EU-KI-Verordnung für Prüfpfade neue Regulierungslasten schaffen.
Technische Tücken und bewährte Gestaltungsprinzipien
Ein technisches Dokument, das Anfang der Woche veröffentlicht wurde, zeigt Stolperfallen in der PptxGenJS-Engine. Großbuchstaben in Bildpfaden oder bestimmte Rahmenstile bei abgerundeten Rechtecken können Reparaturdialoge auslösen oder Darstellungsfehler verursachen. Ein Update auf Version 4.0.1 oder höher behebt spezifische Fehler bei der Datenbearbeitung in Diagrammen.
Für PowerPoint-Nutzer bleibt der Morph-Übergang das zentrale Animationswerkzeug. Verfügbar in Office 365 und ab Version 2019, erfordert er das Duplizieren von Folien und das Verschieben von Objekten. Ein „!!“-Präfix beim Umbenennen unterschiedlicher Objekte erzwingt den Morph-Effekt zwischen ihnen.
Trotz aller Automatisierung betonen Designer: Überzeugende Präsentationen leben von fundamentalen Erzählprinzipien. Die aktuelle Empfehlung lautet, mathematische Daten mit narrativer Sprache zu kombinieren. Die CARP-Prinzipien (Kontrast, Ausrichtung, Wiederholung, Nähe) dienen als Grundlage für visuelle Klarheit. Organisationen wie die Schweizer Anti-PowerPoint-Partei fordern ohnehin weniger softwarelastige Präsentationen und mehr direkte, professionelle Kommunikation.

