Office 2021: Microsoft stellt Support am 13. Oktober ein

Der Support für Office 2021 läuft im Oktober 2026 aus. Unternehmen und Privatnutzer stehen vor der Wahl zwischen kostenpflichtigen Abos und Open-Source-Alternativen.

Am 13. Oktober 2026 stellt Microsoft den Support für Office 2021 ein – ein Weckruf für Unternehmen und Privatanwender.

Der Countdown läuft. Wer noch mit Office 2021 arbeitet, hat nur noch wenige Monate Zeit. Nach dem Support-Ende gibt es keine Sicherheitsupdates mehr, keine Bugfixes, keinen technischen Beistand. Branchenkenner warnen: Ein Großteil aller Cyberangriffe zielt auf Schwachstellen ab, die seit über einem Jahr nicht mehr geflickt wurden.

Doch das ist nicht die einzige Frist. Bereits am 13. Juli 2026 trifft es Nutzer von Office 2019 für Mac und ältere Microsoft-365-Anwendungen auf nicht unterstützten Apple-Geräten. Ein ablaufendes digitales Zertifikat zwingt die Software dann in den reinen Lesemodus. Kein Erstellen, kein Bearbeiten – wer kein iOS 16 oder macOS Monterey nutzen kann, hat das Nachsehen.

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Euro-Office: Die europäische Antwort auf Microsoft

Parallel zu den Microsoft-Fristen wächst der Druck auf die Anwender. Die Preise für Microsoft 365 sind zuletzt gestiegen – Jahresabos kletterten von rund 65 auf etwa 93 Euro, nicht zuletzt wegen der Integration von KI-Tools wie Copilot. Kein Wunder also, dass Alternativen boomen.

Am 9. Juni 2026 erschien Euro-Office 1.0 als Teil von Nextcloud Hub 26. Die Software basiert auf dem Code von OnlyOffice und steht unter der AGPLv3-Lizenz – eine transparente, europäische Lösung. Im Fokus steht zunächst ein selbst gehosteter Dokumentenserver für Textdokumente, Tabellen, Präsentationen und PDF-Bearbeitung. Dedizierte Desktop-Anwendungen sind in Planung.

Der trend zur digitalen Souveränität ist unübersehbar. Das österreichische Bundesheer etwa migrierte in einem Fünfjahresprojekt 16.000 Nutzer auf LibreOffice – ein klares Zeichen gegen die Abhängigkeit von US-Cloud-Anbietern.

Sicherheit als Trumpf: Warum Nutzer wechseln

Datenkontrolle und Verschlüsselung treiben den Exodus aus den traditionellen Ökosystemen an. Seit Mitte Juni 2026 beobachten Marktexperten einen verstärkten Zuzug von OneDrive-Nutzern zu Diensten wie Proton Drive. Die Beweggründe: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und die Unterstützung unabhängiger, quelloffener Unternehmen.

Proton Drive bietet ein 1-TB-Paket für rund 165 Euro pro Jahr. Die „Unlimited“-Stufe liefert 500 GB Speicher plus VPN und Passwort-Manager zu einem günstigeren Einstiegspreis. Microsoft hält dagegen mit kostenlosen Web-Versionen von Word, Excel und PowerPoint über Office.com – inklusive 7 GB Speicher für Kontoinhaber.

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Die Alternativen im Überblick

Wer sich vom Microsoft-Kosmos lösen möchte, hat 2026 eine breite Auswahl. Eine Marktübersicht von Ende 2025 zeigt die Stärken der Konkurrenz:

  • Google Docs: Führend bei Echtzeit-Kollaboration, inklusive Gemini-KI-Funktionen
  • LibreOffice Writer: Die erste Wahl für Offline-Nutzer auf Windows, Mac und Linux
  • Zoho Writer: Bietet Workflow-Automatisierung und den KI-Assistenten Zia
  • OnlyOffice: Design-technisch nah an Microsoft Office – allerdings mit Einschränkungen in einigen EU-Behörden aufgrund der Entwicklungsgeschichte

Auch beim Cloud-Speicher tut sich was. Google Drive lockt mit 15 GB Gratisspeicher, Mega bietet sogar 20 GB. pCloud punktet mit lebenslangen Abos, NordLocker und Icedrive setzen auf Verschlüsselung beziehungsweise Benutzerfreundlichkeit.

Microsoft hat zuletzt mit der Abschaffung der „Drop“-Funktion im Edge-Browser gezeigt, dass die Ära der Legacy-Features endgültig vorbei ist. Die Bewegung hin zu spezialisierten Drittanbietern und Open-Source-Tools dürfte sich daher fortsetzen.