Der diesjährige Amazon Prime Day geht heute zu Ende – und bietet zum Abschluss noch einmal kräftige Rabatte auf Microsoft-Produkte. Während Verbraucher in den letzten Stunden des 96-stündigen Sale-Events zugreifen, steht der Technologiekonzern gleichzeitig unter neuer regulatorischer Beobachtung in Europa.
Software-Deals zum Finale
Am letzten Aktionstag ist Microsoft 365 Family für 79,19 Euro bei Amazon erhältlich. Das Paket deckt bis zu sechs Nutzer ab und ist exklusiv für Prime-Mitglieder reserviert. Der Preis kommt zu einer Zeit, in der Händler mit alternativen Lizenzmodellen um die Gunst der Kunden buhlen.
Wer lieber eine dauerhafte Lizenz statt eines Abonnements kaufen möchte, kann bei Microsoft Office 2024 Professional Plus zugreifen. Seit dem 25. Juni ist die Suite als einmaliger Kauf für rund 55 Euro erhältlich – ein Rabatt von 78 Prozent gegenüber dem üblichen Preis von 250 Euro. Die lebenslange Lizenz umfasst die Kernanwendungen Word, Excel, PowerPoint und Outlook und läuft auf Windows 10 und 11.
Die Software-Angebote kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Microsoft seinen KI-Assistenten Copilot weiter ausrollt. Von Mitte Juni bis Mitte Juli 2026 installiert das Unternehmen das KI-Tool für Microsoft-365-Business-Konten auf Windows 11. Die Europäische Union ist von dieser Einführung allerdings ausgenommen.
Italienische Kartellbehörde ermittelt gegen Microsoft 365
Parallel zum Schlussverkauf hat die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM am 26. Juni ein Verfahren gegen Microsoft eingeleitet. Im Zentrum der Untersuchung stehen angeblich unfaire Geschäftspraktiken im Zusammenhang mit Preiserhöhungen für Microsoft 365.
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Laut der Behörde wurden Kunden möglicherweise automatisch in teurere Abo-Stufen verschoben, die KI-gestützte Tools wie Copilot und Designer enthalten – ohne ausreichende Information. Die AGCM prüft, ob die automatischen Umstellungen den Verbrauchern genug Transparenz boten, um fundierte Entscheidungen über die Preissteigerungen zu treffen. Microsoft hat sich zu der eingeleiteten Untersuchung bislang nicht öffentlich geäußert.
Börse reagiert mit Kursverlusten
Die regulatorischen Nachrichten und breitere Marktbewegungen haben den Aktienkurs des Konzerns belastet. Am 25. Juni fielen die Microsoft-Aktien um 3,46 Prozent auf 352,83 Dollar und näherten sich damit einem 52-Wochen-Tief. Marktanalysten führen die Volatilität unter anderem auf eine massive Neuordnung des Russell-Index zurück, die für den 26. Juni angesetzt ist und rund 150 Milliarden Dollar umfasst. Hinzu kommen laufende Untersuchungen der EU zu Cloud-Diensten.
Hardware-Highlights zum Prime Day
Neben Software lockte der Prime Day auch mit Rekordpreisen bei Hardware:
- Computer: Das Apple M5 MacBook Air (13 Zoll, 512 GB) fiel auf 949 Dollar.
- Wearables: Die Apple Watch Series 11 und die AirPods Pro 3 erreichten mit 279 beziehungsweise 179,99 Dollar neue Tiefstpreise.
- Netzwerk: Der Google Nest Wi-Fi Pro 6E Router wurde um 55 Prozent auf 89,99 Dollar reduziert.
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Während das Hauptevent bei Amazon um 23:59 Uhr Pacific Time endet, haben andere Händler ihre Technik-Angebote verlängert, um mit den 35 Kategorien der viertägigen Aktion mitzuhalten.

