Office-365-Migration: DRS Softech stellt neues Mandanten-Wechsel-Tool vor

DRS Softech launcht ein Migrationstool für Exchange, SharePoint und OneDrive zwischen Microsoft-Mandanten. Der Markt für Cloud-Wechsel wächst.

Das Unternehmen adressiert wachsende Herausforderungen bei Cloud-Wechseln zwischen Microsoft-Umgebungen.

DRS Softech hat heute ein professionelles Tool zur Migration zwischen Office-365-Mandanten vorgestellt. Die Software unterstützt den Transfer von Exchange Online, SharePoint und OneDrive und bietet Funktionen wie Deduplizierung und inkrementelle Migration. Damit sollen Datenredundanzen vermieden und bestehende Dateien gezielt aktualisiert werden.

Technische Details und Kompatibilität

Das neue Tool richtet sich an Administratoren, die komplexe Wechsel zwischen Microsoft-Umgebungen bewältigen müssen. Es läuft auf Windows 11, Windows 10 sowie Windows Server 2016 und neuer. Eine Demoversion erlaubt bereits die Migration von bis zu 500 E-Mails pro Ordner sowie 100 Kontakten und 100 Kalendereinträgen pro Postfach.

Die Notwendigkeit solcher Lösungen wächst: In Fachkreisen wird immer wieder betont, dass etwa die Übertragung von Dynamics-365-Sales-Dateien separate SharePoint-Inhaltsmigrationen erfordert. Ein einfaches Kopieren der Dateien reicht meist nicht aus, um die Systemintegrität zu wahren.

Sicherheitsstandards im Wandel

Das gesamte Microsoft-365-Ökosystem durchläuft derzeit bedeutende Protokolländerungen. Bereits am 22. Juni 2026 brachte ShareGate seinen MCP-Connector auf den Markt, der Governance-Daten mit KI-Plattformen wie Claude und ChatGPT verknüpft. Der Dienst startete mit reinem Lesezugriff – ab Juli 2026 sollen auch Schreibaktionen wie das Anpassen von Besitzerrechten möglich sein.

Ein zentraler Treiber dieser Entwicklungen ist die Sicherheit. Microsoft stellt das externe Teilen von SharePoint und OneDrive schrittweise auf Microsoft Entra B2B um. Neue Freigabe-Einladungen nutzen Entra B2B bereits seit Mai 2026. Der alte Einmalpasswort-Mechanismus (OTP) wird im Oktober 2026 abgeschaltet. Unternehmen, die bis dahin keine Gastkonten in Entra B2B eingerichtet haben, riskieren Zugriffsprobleme für externe Nutzer.

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Verzögerung bei PowerShell-Änderungen

Microsoft hat zudem die Entfernung des Credential-Parameters aus den Exchange-Online-PowerShell-Modulen verschoben. Ursprünglich für Juli 2026 geplant, wird die Abschaffung passwortbasierter Skripte für automatisierte Abläufe nun auf Dezember 2026 vertagt. Grund: Administratoren benötigen mehr Zeit für den Umstieg auf die app-only-Authentifizierung mit verwalteten Identitäten oder Zertifikaten.

Wettbewerb und Marktentwicklung

Der Markt für Migrationstools bleibt in Bewegung. Google aktualisierte gestern seine Workspace-Migrationsmatrix und beschreibt darin administrative Werkzeuge für den Transfer von E-Mail-, Kalender- und Kontaktdaten aus Exchange- und SharePoint-Umgebungen. Ebenfalls gestern kündigte DataTerrain einen automatisierten Dienst an, der Alteryx-Workflows in Microsoft-Fabric-Datenpipelines umwandelt.

Großunternehmen setzen zunehmend auf höhere Microsoft-Lizenzstufen. Der Logistikkonzern Evri führte gestern 6.000 Microsoft-365-E7-Lizenzen ein. Die Investition von über 3,5 Millionen Pfund umfasst KI-gestützte Tools wie Microsoft 365 Copilot und Agent 365. Branchenführer raten in regulierten Umgebungen verstärkt zur E5-Stufe: Diese kostet rund 57 Euro pro Nutzer und Monat – die E3-Lizenz liegt bei etwa 36 Euro. Der Aufpreis bringt erweiterte Prüf- und Sicherheitsfunktionen.

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Schutz gegen Cloud-Risiken

Da rund 45 Prozent aller Datenverstöße aus der Cloud stammen, bringen Drittanbieter spezialisierte Schutzlösungen auf den Markt. Das Rechenzentrumsunternehmen ValorC3 startete gestern einen verwalteten Backup-as-a-Service mit unveränderlichem Speicher. Die Lösung schützt Microsoft-365- und Entra-ID-Daten vor Manipulation und Exploits.