Ab dem 13. Juli 2026 verlieren Millionen Apple-Nutzer die Bearbeitungsfunktionen ihrer Office-Apps – ein abgelaufenes Zertifikat macht Word, Excel und Co. zu reinen Leseprogrammen.
Wer auf dem Mac, iPhone oder iPad arbeitet, sollte jetzt handeln. Denn Microsoft schaltet seine Büroanwendungen auf Apple-Plattformen in einen eingeschränkten Funktionsmodus. Grund ist das Auslaufen eines digitalen Sicherheitszertifikats, das für die Software-Verifizierung im Apple-Ökosystem notwendig ist.
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Was genau passiert?
Ab dem 13. Juli 2026 können Nutzer von Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote auf macOS, iOS und iPadOS keine neuen Dokumente mehr erstellen, bearbeiten oder speichern. Die Apps arbeiten dann nur noch im Lesemodus – vorhandene Dateien lassen sich öffnen und ausdrucken, aber nicht verändern.
Betroffen sind sowohl Microsoft-365-Abonnenten als auch Käufer von Office 2019 und Office 2021 für Mac. Schätzungen zufolge könnten allein in den USA rund 143 Millionen iPhone-Nutzer von den Einschränkungen betroffen sein, wenn sie ihre Software nicht rechtzeitig aktualisieren.
So bleiben Sie handlungsfähig
Für Mac-Nutzer gilt: Die Office-Suite muss mindestens auf Version 16.83 aktualisiert werden. Das setzt in der Regel macOS 14 (Sonoma) voraus. Einige Dokumente deuten darauf hin, dass auch macOS 12 Monterey unter bestimmten Umständen das nötige Zertifikats-Update unterstützt.
iPhone- und iPad-Besitzer benötigen Office Version 2.93 sowie mindestens iOS 17. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, kann die volle Funktionalität behalten.
Gute Nachrichten für Windows- und Android-Nutzer: Für sie gelten andere Lizenz- und Verifizierungsmechanismen – sie sind von der Zertifikats-Problematik nicht betroffen.
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Alte Hardware im Nachteil
Besonders hart trifft es Besitzer älterer Apple-Geräte. Modelle, die fünf bis acht Jahre alt sind und macOS 14 oder iOS 17 nicht unterstützen, verlieren die Bearbeitungsfunktionen voraussichtlich dauerhaft. Ein Update ist auf diesen Geräten schlicht nicht möglich.
Die Situation ist für Office 2019 für Mac besonders kritisch. Der offizielle Support für diese Version endete bereits 2023. Ob Microsoft noch ein kompatibles Update bereitstellt, ist fraglich. Office 2021 für Mac hingegen lässt sich auf die nötige Version 16.83 aktualisieren und bleibt damit funktionsfähig.
Apples strenge Regeln als Treiber
Analysten sehen in Apples strengen Plattformvorgaben einen wesentlichen Grund für die Probleme. Die rigiden Code-Signing- und App-Store-Anforderungen beschleunigen die Alterung von Legacy-Software im Vergleich zu anderen Betriebssystemen. Nutzer von macOS Mojave oder iOS 13 müssen damit rechnen, nach dem 13. Juli endgültig im reinen Lesemodus zu landen.
Wer also weiterhin produktiv mit Office auf dem Mac oder iPhone arbeiten möchte, sollte die nötigen Updates jetzt einplanen – bevor die Zeit davonläuft.

