Am 13. Juli 2026 verlieren Millionen Apple-Nutzer zentrale Office-Funktionen. Grund ist ein ablaufendes digitales Zertifikat.
Microsoft hat angekündigt, dass die Office-Apps auf macOS, iOS und iPadOS ab dem 13. Juli 2026 in einen „Modus mit reduzierter Funktionalität“ wechseln. Betroffen sind Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote. Wer die aktualisierten Systemanforderungen nicht erfüllt, kann Dokumente dann weder bearbeiten noch speichern.
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Ablaufendes Zertifikat macht Office zu reinem Leseprogramm
Der Stichtag am 13. Juli 2026 verwandelt ungepatchte Office-Versionen faktisch in reine Lese- und Druckprogramme. Bestehende Dokumente bleiben zwar einsehbar, doch sämtliche Bearbeitungs- und Speicherfunktionen werden deaktiviert – es sei denn, die Anwendungen werden aktualisiert oder mit einer gültigen Lizenz neu authentifiziert.
Für Microsoft-365-Abonnenten mit aktiven automatischen Updates ändert sich voraussichtlich nichts. Wer hingegen Standalone-Lizenzen oder ältere Softwareversionen nutzt, muss selbst aktiv werden. Branchendaten aus dem Jahr 2024 zufolge könnten allein in den USA rund 143 Millionen iPhone-Nutzer betroffen sein, deren Geräte die notwendigen Updates nicht unterstützen.
Diese Systemvoraussetzungen gelten nach dem Stichtag
Um die Funktionseinschränkungen zu vermeiden, müssen Nutzer bestimmte Betriebssystem- und Anwendungsversionen vorweisen:
- macOS: macOS 14 (Sonoma) oder neuer sowie Office Version 16.83 oder höher
- iOS und iPadOS: iOS 17.0 oder neuer sowie App-Version 2.93 oder höher
Geräte, die in den letzten fünf Jahren auf den Markt kamen, können diese Updates in der Regel installieren. Anders sieht es bei „Vintage“-Hardware aus – also Geräten zwischen fünf und acht Jahren. Sie sind möglicherweise dauerhaft vom vollen Office-Zugriff ausgeschlossen, wenn sie die erforderlichen Betriebssysteme nicht unterstützen. Diese Einschränkung fällt mit einer grundlegenden Veränderung im Apple-Ökosystem zusammen: Das im Juni 2026 veröffentlichte macOS 27 „Golden Gate“ hat Berichten zufolge den Support für alle Intel-Macs eingestellt – darunter MacBook Pro und iMac Modelle aus den Jahren 2019 und 2020.
Alte Office-Versionen verlieren Funktionen für immer
Besonders hart trifft die Zertifikatsproblematik Nutzer älterer Standalone-Office-Produkte. Microsoft bestätigte, dass Office 2019 für Mac – dessen Support bereits im Oktober 2023 endete – kein Update zur Behebung des Zertifikatsproblems erhalten wird. Nach dem 13. Juli verlieren Anwender dieser Version die Bearbeitungsfunktionen dauerhaft.
Etwas besser sieht es für Office 2021 für Mac aus: Hier können Nutzer durch ein Update auf Version 16.83 den vollen Funktionsumfang bewahren – sofern ihre Hardware mindestens macOS 12 unterstützt. Für alle, die auf nicht unterstützten Legacy-Systemen arbeiten, empfiehlt Microsoft den Umstieg auf ein Microsoft-365-Abonnement oder die Nutzung der webbasierten Anwendungen.
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Parallelprobleme: Auch Outlook und Windows-Updates bereiten Sorgen
Der nahende Stichtag für Apple-Nutzer ist nicht die einzige Baustelle bei Microsoft. Mitte Juni 2026 veröffentlichte das Unternehmen Outlook für Mac Version 16.110 mit einem visuellen Redesign und einer nativen PST-Importfunktion. Allerdings enthält diese Version einen Bug, der beim Antworten auf E-Mail-Threads das Einfügen vorheriger Nachrichteninhalte verhindert. Microsoft hat das Problem eingeräumt und rät betroffenen Nutzern, bis zur Veröffentlichung eines Fixes auf eine frühere Version zurückzugehen.
Zusätzlich sorgte ein Windows-11-Update vom 9. Juni 2026 (KB5094126) für Probleme. Es schloss zwar 208 Sicherheitslücken, brachte aber mehrere Fehler mit sich, die unter anderem die Office-Automatisierung und interne Systemanzeigen betreffen. Microsoft hat einen umfassenden Fix für diese Windows-spezifischen Probleme für den 14. Juli 2026 angekündigt – nur einen Tag nach dem Zertifikatsablauf für Apple-Nutzer.

