Office LTSC 2021: Support endet am 1. Oktober – Migration kostet bis zu 200.000 Euro

Steigende Microsoft-Preise und Support-Enden zwingen Firmen zu effizienterem IT-Kostenmanagement und strategischen Cloud-Entscheidungen.

Die jüngsten Preissteigerungen bei weit verbreiteten Büroanwendungen von Microsoft haben Fachleute dazu veranlasst, die dringende Notwendigkeit einer professionellen Lizenzverwaltung zu betonen. Angesichts erheblich steigender Kosten für Software und Hardware stehen Unternehmen vor der Herausforderung, ihre IT-Budgets effizienter zu steuern und strategische Entscheidungen über die Nutzung von Cloud-Diensten und On-Premise-Lösungen zu treffen.

Steigende Kosten für OEM-Lizenzen und Hardware

Bereits im Juli 2026 kam es zu einer Erhöhung der Windows-OEM-Lizenzgebühren. Während die Aufschläge in der Vergangenheit meist im einstelligen Prozentbereich lagen, betrug die Steigerung in diesem Zeitraum zwischen 7 und 10 %. Die Höhe der Gebühren richtet sich dabei nach dem jeweiligen CPU-Tier der genutzten Hardware. Infolge dieser Entwicklung haben Hardware-Hersteller wie ASUS und Acer bereits Preiserhöhungen angekündigt.

Branchenexperten rechnen damit, dass die Endpreise für PCs im dritten Quartal 2026 um weitere 5 % steigen werden. Besonders deutlich zeigt sich die Preisdynamik bei ASUS: Die Produkte des Herstellers verteuerten sich im Vergleich zum vierten Quartal 2025 bereits um 30 %.

Auslaufender Produktsupport und notwendige Software-Migrationen

Ein weiterer Kostentreiber ist das Ende des Supports für verschiedene Software-Produkte. Der Support für Office LTSC 2021 endet zum 1. Oktober 2026. In diesem Zusammenhang wird Anwendern empfohlen, Dokumente in Formate wie PDF oder Word zu konvertieren. Ebenfalls im Oktober 2026 wird Microsoft Publisher eingestellt, wodurch Abonnenten von Microsoft 365 den Zugriff auf diese Anwendung verlieren. Bereits im Juli 2026 wurde zudem Office 2019 für Mac deaktiviert.

Für Unternehmen, die Windows 10 Enterprise LTSC 2021 einsetzen, endet der reguläre Support im Januar 2027. Eine Verlängerung über das Extended Security Update (ESU)-Programm ist ab dem 1. September möglich, schlägt jedoch mit Kosten von rund 61 Euro pro Gerät zu Buche. Gleichzeitig wird für Oktober 2026 die Veröffentlichung von Windows 11 26H2 erwartet. Diese Version soll über eine bewegliche Taskbar sowie eine lokale Suche verfügen und bietet Support-Zeiträume von 24 Monaten für Home- und Pro-Versionen sowie 36 Monaten für die Editionen Enterprise und Education.

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Abonnementgebühren und alternative Lösungsansätze

Die laufenden Kosten für Cloud-Abonnements belasten die IT-Budgets zunehmend. Für das Paket Microsoft 365 E5 fallen monatlich 57 Euro pro Nutzer an, während die E3-Variante 36 Euro kostet. Die Nutzung von Copilot erfordert eine zusätzliche Gebühr von 30 Euro. Fachleute beziffern die Kosten für eine vollständige Migration in diesen Bereichen auf eine Summe zwischen 50.000 und 200.000 Euro.

Angesichts dieser finanziellen Belastungen suchen einige Institutionen nach Alternativen. Das Österreichische Bundesheer setzt beispielsweise seit Dezember 2024 auf die Open-Source-Lösung LibreOffice und nutzt diese auf rund 16.000 Arbeitsplätzen.

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Sicherheitsrisiken und Infrastrukturpflege

Zusätzlich zur Kostenproblematik rückt die Sicherheit der bestehenden Infrastruktur in den Fokus. Die US-Sicherheitsbehörde CISA warnte vor aktiven Angriffen auf SharePoint Server. Dabei wurden spezifische Sicherheitslücken identifiziert, die unter den Bezeichnungen CVE-2026-32201, CVE-2026-45659 und CVE-2026-56164 geführt werden. Diese Bedrohungslage unterstreicht die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Wartung und Absicherung der genutzten Software-Systeme, was wiederum personelle und finanzielle Ressourcen im Bereich des IT-Managements bindet.