OLED-Gaming-Monitore: +78% im Q1 2026 – Markt im Umbruch

OLED-Gaming-Displays verzeichnen im ersten Quartal 2026 einen Auslieferungsanstieg von 78 Prozent. ASUS führt den Markt an, während Samsung mit 6K-Monitoren neue Maßstäbe setzt.

Gaming-Displays treiben das Wachstum, allen voran die OLED-Technologie. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Auslieferungen von OLED-Gaming-Monitoren um 78 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – ein klares Signal, dass sich der Markt fundamental verändert.

Insgesamt erreichte der Desktop-Monitor-Markt 2025 mit 133,4 Millionen Einheiten ein Plus von 4,3 Prozent. Gaming-Monitore waren mit 41 Millionen Stück der Wachstumstreiber – ein Sprung von 50,2 Prozent. Sie machen nun über 31 Prozent des Gesamtmarktes aus.

OLED-Monitore: ASUS überholt die Konkurrenz

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Der Siegeszug der OLED-Technologie verändert die Kräfteverhältnisse unter den Herstellern. ASUS führt das Ranking mit einem Marktanteil von 24 Prozent an, gefolgt von Samsung (16,4 Prozent). Dahinter platzieren sich MSI (12,2 Prozent), AOC/Philips (12,1 Prozent) und LG (9,1 Prozent).

Die Expansion der QD-OLED-Produktion (Quantum Dot OLED) treibt diese Entwicklung an. Mit stabileren Fertigungsprozessen und neuen Bildschirmgrößen erreichen die Hersteller zunehmend auch preissensible Käufer. 2025 lag der OLED-Monitor-Markt bei 2,7 Millionen Einheiten – ein Plus von 92 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 erwarten Analysten nun bis zu 5,4 Millionen Einheiten, was einem weiteren Anstieg von 60 Prozent entspräche.

Samsung Display und LG Display haben ihre Produktionslinien erweitert. Samsung bietet nun 27-Zoll-QHD-Panels mit 500 Hz und 34-Zoll-Ultrawide-Displays mit 360 Hz. LG Display kontert mit seiner vierten Generation der Tandem-OLED-Technologie, die Bildwiederholraten von bis zu 720 Hz bei niedrigeren Auflösungen ermöglicht.

Samsung setzt auf 6K und Tandem-OLED

Mit einer neuen Odyssey-Serie will Samsung seine Spitzenposition im Premium-Segment verteidigen. Das Flaggschiff Odyssey G8 (G80HS) gilt als weltweit erster 6K-Gaming-Monitor. Der 32-Zöller bietet native 6K-Auflösung bei 165 Hz – und einen „Dual Mode“, der auf 3K bei 330 Hz umschaltet.

Daneben bringt Samsung den 27-Zoll-Odyssey G8 (G80HF) mit 5K bei 180 Hz oder QHD bei 360 Hz. Die OLED-Modelle G80SH nutzen „QD-OLED Penta Tandem“-Technologie und sind VESA DisplayHDR True Black 500 zertifiziert. In Südkorea kostet der 6K-G8 umgerechnet rund 1.200 Euro, das 32-Zoll-OLED-Modell liegt bei etwa 1.100 Euro.

Samsung hält aktuell 18,9 Prozent am Gaming-Monitor-Umsatz. Im OLED-Gaming-Segment führt der Konzern mit 26 Prozent Marktanteil – und das bereits im dritten Jahr in Folge. Die neuen Produkte sollen diesen Vorsprung gegen die aufstrebende Konkurrenz aus Taiwan und China verteidigen.

Dual-Mode und Tandem-WOLED: Die Technik der Zukunft

Die Innovationen der ersten Jahreshälfte 2026 zielen auf die klassischen Schwächen von OLED-Displays ab. ASUS bringt mit dem ROG Strix OLED XG27AQWMG einen 27-Zöller mit Tandem-WOLED-Technologie. Das Display erreicht eine HDR-Spitzenhelligkeit von 1.500 Nits bei 280 Hz und 0,03 ms Reaktionszeit. Eine glänzende „TrueBlack“-Oberfläche reduziert typische OLED-Artefakte wie Graustufen-Banding.

Parallel erobern Dual-Mode-Monitore den Markt. Omdia erwartet für 2026 zweistellige Wachstumsraten. Diese Displays erlauben es Gamern, je nach Spiel zwischen hoher Auflösung oder extremen Bildwiederholraten zu wählen. MSI bringt mit dem MAG 346CQDF E20 einen 34-Zoll-Ultrawide-Monitor mit Rapid-VA-Panel für umgerechnet rund 270 Euro.

LG Display liefert WOLED-Panels für die UltraGear-Serie 2026. Dazu gehören 32-Zoll-Modelle, die zwischen 4K bei 240 Hz und Full HD bei 480 Hz umschalten, sowie 27-Zoll-QHD-Varianten mit bis zu 540 Hz nativ oder 720 Hz bei reduzierter Auflösung.

TV-Markt erholt sich – Chinesen holen auf

Der Gaming-Boom findet vor dem Hintergrund einer allgemeinen Erholung der Display-Industrie statt. Im ersten Quartal 2026 erreichten die weltweiten TV-Auslieferungen 47,12 Millionen Einheiten – ein Plus von 3,3 Prozent und der höchste Wert für ein erstes Quartal seit 2020.

Samsung führt mit 19,1 Prozent Marktanteil (9 Millionen Einheiten). Doch die chinesischen Hersteller holen auf: TCL hält 16,3 Prozent, Hisense 15,1 Prozent. TCL verzeichnete mit 11,3 Prozent das stärkste Wachstum.

Im Monitor-Sektor sorgen Sonderaktionen für Volumen. So fiel der 32-Zoll-Samsung Odyssey G55C im Mai auf umgerechnet rund 210 Euro – ein Zeichen dafür, dass die Hersteller Lagerbestände älterer VA- und IPS-Technologien räumen, um Kapazitäten für das margenstärkere OLED- und Mini-LED-Geschäft freizumachen.

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Ausblick: 43 Millionen Gaming-Monitore bis Jahresende

Branchenanalysten erwarten, dass der Gaming-Monitor-Markt bis Ende 2026 auf 43 Millionen Einheiten wächst. Die Integration von Dual-Mode-Funktionen und die Kommerzialisierung von Tandem-Panel-Strukturen dürften die durchschnittlichen Verkaufspreise stabil halten – trotz steigender Stückzahlen.

Während TrendForce für das Gesamtjahr 2026 einen leichten Rückgang der TV-Auslieferungen um ein Prozent prognostiziert, bleibt der Ausblick für Gaming-Hardware positiv. Die Konvergenz von Display-Technologien – insbesondere der Einzug von OLED in kleinere Monitorformate – deutet darauf hin, dass Gaming-Monitore auch künftig der Innovationsmotor der Branche bleiben. Hersteller, die hohe Auflösungen im Dual-Mode mit den Helligkeitsanforderungen von HDR-Inhalten verbinden, dürften die Nase vorn haben.