Hersteller senken die Preise für High-End-Monitore drastisch – pünktlich zur neuen Hardware-Generation.
Der Markt für OLED-Gaming-Monitore erlebt einen historischen Preiskampf. ASUS, LG und Samsung haben Mitte Juli die Preise ihrer Flaggschiff-Modelle massiv gesenkt. Gleichzeitig kommen neue Technologien wie Dual-Mode-Displays und Tandem-OLED-Strukturen auf den Markt. Für Gamer und Kreative eröffnen sich derzeit ungeahnte Möglichkeiten.
ASUS setzt auf Tandem-RGB-OLED
Am 15. Juli 2026 brachte ASUS Republic of Gamers zwei neue Vorzeigemodelle auf den Markt: den 26,5 Zoll großen ROG Swift OLED PG27UCWM und den 31,5 Zoll großen PG32UCWM. Beide nutzen die sogenannte Tandem-RGB-OLED-Technologie. Diese kommt ohne weißes Subpixel aus und setzt stattdessen auf eine reine RGB-Streifenanordnung.
Das Besondere: Die Monitore beherrschen einen Dual-Mode. Nutzer können zwischen 4K-Auflösung bei 240 Hertz und Full-HD bei satten 480 Hertz umschalten. Die Spitzenhelligkeit liegt bei 1.000 Nits im HDR-Modus, die Reaktionszeit bei ultraschnellen 0,03 Millisekunden.
Technisch setzen die Geräte auf DisplayPort 2.1a und GaNFET-Netzteile, die laut Hersteller 35 Prozent weniger Abwärme produzieren. Allerdings gibt es eine bekannte Einschränkung: Bei extrem niedrigen Helligkeitsstufen unter einem Nit kann es zu Graustreifen kommen. Dieser Effekt tritt vor allem im 480-Hertz-Modus auf. Die offiziellen Preise für die neuen Modelle blieben zum Start noch unter Verschluss.
Rekordtief bei bestehenden ASUS-Modellen
Während die neuen Tandem-Modelle in den Handel kommen, purzeln die Preise für etablierte High-End-Displays. Am 16. Juli 2026 fiel der ASUS ROG Swift 32 Zoll 4K OLED (PG32UCDMR) erstmals unter die 900-Euro-Marke. Konkret: 899 Euro – ein Abschlag von 400 Euro gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung. Der QD-OLED-Monitor überzeugt mit 240 Hertz und 99 Prozent DCI-P3-Farbraumabdeckung.
Auch im Profi-Segment tut sich etwas: Der ASUS ProArt PA27UCDMR erreichte am 15. Juli mit 999 Euro einen neuen Tiefststand. Der 27-Zoll-4K-QD-OLED richtet sich an Kreative und bietet neben 240 Hertz auch Thunderbolt-4-Anschluss mit 96 Watt Ladeleistung sowie eine Delta-E-Farbgenauigkeit unter eins.
LG und Samsung mit breiter Rabattwelle
LG hat Mitte Juli kräftig die Preise gesenkt. Der 45-Zoll-Curved-UltraGear-OLED (45GX950A-B) kostet seit dem 16. Juli nur noch 1.349,99 Euro – ein Drittel weniger als der ursprüngliche Preis von 1.999,99 Euro. Das Ultra-Wide-Display bietet eine 5K2K-Auflösung und wahlweise 165 oder 330 Hertz.
Weitere LG-Modelle folgten am 15. Juli:
* Der 34-Zoll-Curved-UltraGear-OLED (34GX900A) fiel auf 699 Euro – ein Minus von 500 Euro.
* Der 27-Zoll-QHD-UltraGear-OLED (27GS93QE) erreichte nach 400 Euro Rabatt einen neuen Tiefstpreis.
Samsung mischt ebenfalls mit: Der 55-Zoll-S95D-HDR-Pro-OLED-Fernseher – bei vielen Gamern als Großformat-Display beliebt – fiel am 15. Juli auf 1.454,94 Euro. Das 144-Hertz-Modell mit entspiegeltem OLED-Panel liegt damit nahe am historischen Tiefststand.
Günstige Alternative mit 5K2K-Auflösung
Neben den OLED-Modellen gibt es auch Bewegung bei anderen Display-Technologien. Der Sceptre 40-Zoll-5K2K-Curved-Gaming-Monitor erreichte am 15. Juli mit 529,97 Euro seinen günstigsten Preis aller Zeiten. Das Gerät setzt auf eine andere Panel-Technologie, bietet aber ebenfalls einen Dual-Mode: 180 Hertz bei 5K2K oder 360 Hertz bei Full-HD. Mit seiner 1000R-Krümmung und 97 Prozent DCI-P3-Farbraum ist es eine interessante Alternative für alle, die auf hohe Pixeldichte und breite Seitenverhältnisse setzen – ohne das Premium-Preisschild der OLED-Konkurrenz.

