Die Preise für hochwertige OLED-Gaming-Monitore sind in dieser Woche massiv gefallen. Einige Spitzenmodelle kosten so wenig wie nie zuvor. Grund dafür sind steigende Komponentenpreise und eine veränderte Nachfrage, wie die Chefs von Samsung Display und LG Display einräumen.
Samsung und LG mit massiven Rabatten
Besonders starke Preisnachlässe gibt es bei 27-Zoll- und 45-Zoll-OLED-Modellen. Der Samsung Odyssey OLED G5 (G50SF) fiel am 23. Juli auf Amazon auf umgerechnet rund 280 Euro – ein Rückgang um 40 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Preis von etwa 470 Euro. Der QHD-Monitor bietet eine Bildwiederholrate von 180 Hz und eine Reaktionszeit von 0,03 ms.
Auch LG hat kräftig nachgelassen. Der 27-Zoll LG UltraGear OLED (27GX704A-B) war am 22. Juli für umgerechnet rund 355 Euro gelistet – ein Minus von 16 Prozent. Das Display bietet 240 Hz und DisplayHDR True Black 400. Noch deutlicher fiel der Preissturz beim 45-Zoll LG UltraGear 5K2K Curved OLED aus: Am 23. Juli kostete das Ultra-Wide-Modell nur noch rund 1.120 Euro, ein Preisnachlass von 750 Euro. Es unterstützt 165 Hz (im Dual-Mode bis 330 Hz) und liefert 90 Watt USB-C Power Delivery.
Der ASUS ROG Strix 27-Zoll QD-OLED (XG27ACDNG) verbilligte sich um 21 Prozent auf umgerechnet rund 560 Euro. Sein Plus: eine höhere Bildrate von 360 Hz und spezielle OLED Care+-Funktionen gegen Panel-Verschleiß.
Neue Modelle am Start
Während die Händler ihre Lager räumen, bereiten die Hersteller schon die nächste Generation vor. Philips kündigte den Evnia 32M2N6901A an – einen 32-Zoll-4K-QD-OLED mit 165 Hz und KI-gestützter Ambiglow-Beleuchtung. Er soll im August 2026 für umgerechnet rund 770 Euro auf den Markt kommen.
ASUS erweitert seine ROG-Swift-OLED-Reihe um die Modelle PG27UCWM und PG32UCWM, die noch im Juli 2026 erscheinen. Sie nutzen 4K-Tandem-RGB-OLED-Technologie und bieten einen Dual-Mode: 4K bei 240 Hz oder Full-HD bei 480 Hz.
Die Preisunterschiede sind groß: Günstige OLED-Monitore umgerechnet ab etwa 330 Euro verzichten oft auf DisplayHDR True Black und liefern geringere Helligkeit. Modelle zwischen 470 und 560 Euro bieten dagegen meist HDMI 2.1 und Spitzenhelligkeiten über 400 Nits.
Chipflation und neue Strategien
Die Preisschlacht hat handfeste wirtschaftliche Gründe. Auf der K-Display-2026-Konferenz am 22. Juli sprachen Samsung-Display-CEO Lee Cheong und LG-Display-CEO Jeong Cheol-dong offen über die „Chipflation“ – die steigenden Kosten für Halbleiter. Beide betonten, dass diese die Nachfrage insgesamt drücken, weil immer weniger Smartphones und IT-Geräte verkauft werden.
Die Konzerne reagieren mit Technologie-Offensiven: LG Display bringt seine Tandem-OLED-Technik nun auch in Smartphones, Samsung Display setzt weiter auf seine Führungsrolle bei faltbaren Displays. Großkunden in den USA bereiteten derzeit neue Foldable-Produkte vor, so die CEOs – das könnte die Nachfrage nach High-End-Panels in den kommenden Monaten verschieben.
Auch der Handel befeuert den Trend. Die „Black Friday in July“-Aktion von Best Buy, die bis zum 26. Juli läuft, lockt mit tiefen Rabatten: Ein 77-Zoll-LG-B5-OLED-Fernseher kostet umgerechnet nur noch rund 1.310 Euro – ein Nachlass von 53 Prozent. Die Botschaft ist klar: Die Branche räumt ihre Lager, bevor die neue Hardware-Welle rollt.

