Omnissa ONE 2026: KI-Assistenten-Nutzung auf Firmen-Geräten steigt fast 1.000 Prozent

Omnissa erweitert Workspace ONE um KI-Anbindung und präzisere Software-Rollouts; weitere Kontroll- und Automatisierungsfunktionen sind angekündigt.

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Auf der Kundenkonferenz Omnissa ONE 2026 in Orlando hat das Softwareunternehmen Omnissa neue Werkzeuge für autonome IT-Arbeitsplätze angekündigt. Anlass für die Entwicklung ist die stark wachsende Verbreitung von künstlicher Intelligenz an Büroarbeitsplätzen: Wie das Unternehmen in seinem aktuellen Arbeitsplatzbericht darlegt, stieg die Nutzung von KI-Assistenten auf geschäftlichen Endgeräten im Jahresvergleich um fast 1.000 Prozent. Rund drei Viertel dieser Anwendungen stammen dabei aus Programmen, die von den IT-Abteilungen der Unternehmen nicht offiziell freigegeben wurden.

Anbindung von KI-Clients und präzisere Rollouts

Um IT-Verantwortlichen mehr Kontrolle zu geben und Verwaltungsabläufe zu automatisieren, hat das Unternehmen den Omnissa MCP Server allgemein verfügbar gemacht. Damit können Administratoren KI-Clients wie Claude oder Copilot direkt an die Verwaltungsplattform Workspace ONE UEM anbinden. Jede ausgeführte Aktion übernimmt dabei die bereits eingerichteten rollenbasierten Zugriffskontrollen und wird lückenlos in Audit-Protokollen erfasst.

Gleichzeitig erweitert Omnissa die gestaffelte Softwareverteilung um Kriterien der digitalen Mitarbeitererfahrung (DEX). Die Progression von Rollouts lässt sich künftig an messbaren Faktoren wie Absturzraten oder der Dauer des Systemstarts ausrichten, ergänzt durch wiederverwendbare Rollout-Vorlagen.

Für die Zielgruppenverwaltung führt der Anbieter Smart Groups 2.0 ein, wodurch mehrstufige Regelwerke auf Basis von Sensorwerten mit verschachtelten UND- sowie ODER-Verknüpfungen erstellt werden können.

Governance gegen Schatten-KI und agentenbasierte IT

Zur Eindämmung nicht genehmigter KI-Aktivitäten startet das Kontrollsystem Omnissa Elara in eine Beta-Phase mit Warteliste. Die Lösung dient als Sicherheits- und Verwaltungsebene, die Schatten-KI erkennt, Richtlinien über ein eigenes KI-Gateway durchsetzt, geplante Systemänderungen vor der eigentlichen Ausführung überprüft und Aktivitäten protokolliert.

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Angekündigt, aber noch nicht verfügbar, sind zudem ein Freigabeprozess nach dem Vier-Augen-Prinzip (Dual Admin Approval) sowie das kryptografische Signieren von Ressourcen für Workspace ONE UEM.

Für die künftige Automatisierung stellte das Unternehmen zudem drei spezialisierte IT-Agenten für DEX, Schwachstellenabwehr und das Management von Windows-Anwendungen in Aussicht, für die bislang noch keine Veröffentlichungstermine vorliegen.

Am 29. September 2026 erschien zudem die Funktion Horizon Delegate in limitierter Verfügbarkeit innerhalb von Horizon 2609, während ein Agent für die Anwendungspaketierung als Beta-Version in App Volumes 2609 integriert wurde.

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Zudem kündigte Omnissa einen eigenen Cloud PC an, der zunächst auf der Cloud-Infrastruktur von Amazon Web Services (AWS) bereitgestellt werden soll, jedoch ebenfalls noch keinen Termin für die breite Markteinführung besitzt.

Hohe Datenmengen im Endgerätemanagement

Die Plattform des Anbieters verarbeitet nach Unternehmensangaben täglich rund 50 Terabyte an Endgerätedaten und wickelt monatlich 150 Millionen Workflow-Ausführungen über viele Millionen Endpunkte ab. Weltweit nutzen rund 26.000 Kunden die Software.

Das Marktforschungsunternehmen Gartner bewertete Omnissa in seiner Analyse zu Endpunkt-Management-Werkzeugen vom 5. Januar 2026 in allen vier untersuchten Einsatzszenarien am höchsten, wozu auch der Bereich des autonomen Endpunktmanagements zählte.