One UI 10: Samsung plant grundlegenden Umbau seiner Oberfläche für 2027

Das Update soll Informationen stärker bündeln, die Bedienung vereinfachen und bei anspruchsvollen KI-Werkzeugen ein Abo-Modell vorsehen.

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Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung plant Berichten zufolge eine grundlegende Neugestaltung seiner Benutzeroberfläche. Wie Brancheninsider und der bekannte Leaker Ice Universe Mitte Oktober 2026 öffentlich machten, soll das künftige Betriebssystem-Update One UI 10 tiefgreifende und beispiellose Veränderungen mit sich bringen. Die Veröffentlichung des umfassenden Software-Pakets wird für das Jahr 2027 erwartet.

Abkehr von App-Silos und neue Designansätze

Im Zentrum der gemeldeten Neuerungen steht eine Abkehr von klassischen, isolierten Anwendungen hin zu einem kontextbezogenen Informationsfluss. In dieser Struktur sollen Daten aus Kalender, Standort und laufender Kommunikation in einer gemeinsamen Ansicht zusammengeführt werden, aufbauend auf einer erweiterten Benachrichtigungsfunktion.

Das Ziel bestehe darin, die Bedienung durch weniger Menüklicks und reduzierte Untermenüs zu verschlanken. Zudem soll die Datenübergabe zwischen Smartphones, Tablets und Wearables reibungsloser funktionieren.

Branchenberichten zufolge widmet sich das gesamte Softwareteam des Herstellers der Entwicklung von One UI 10, während One UI 9.5 als letzte Ausgabe der traditionellen Oberfläche gilt. Insidern zufolge werden auch die visuelle Gestaltung und die Animationen der Mikro-Interaktionen überarbeitet, um ein flüssigeres Berührungsfeedback sowie ein besseres Multitasking auf größeren Displays zu ermöglichen.

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Diskussionen um den Projektnamen Galaxy OS

Neben den optischen Anpassungen kursierten über den Online-Dienst X Berichte des Nutzers Phonefuturist über eine mögliche Neuausrichtung unter dem Namen Galaxy OS. Demnach handele es sich bei dieser Bezeichnung jedoch primär um einen internen Projektnamen für die tiefgreifende Überarbeitung, während der Markenname One UI kommerziell erhalten bleiben könne.

Hinsichtlich des Zeitplans gehen Berichte auseinander. Während Ice Universe als Startgerät ein faltbares Modell wie das Galaxy Fold9 ins Spiel brachte und Berichte auch das Galaxy Z Flip 9 auf Basis von Android 18 für Mitte 2027 nannten, verweisen andere Branchenbeobachter auf die Galaxy-S29-Reihe zum zehnjährigen Jubiläum der Oberfläche.

Frühe Vorabversionen für Entwickler sollen vor der finalen Freigabe bereitgestellt werden. Das Anfang 2027 erwartete Galaxy S27 Ultra soll hingegen noch mit der gewohnten Vorgängergeneration auf den Markt kommen. Ein Unternehmenssprecher erklärte Mitte Oktober 2026, Entwicklungsszenarien für unveröffentlichte Software nicht offiziell bestätigen zu können.

Geplantes Modell für erweiterte KI-Funktionen

Mit dem Software-Umbau prüft Samsung laut den Berichten auch eine Anpassung der Finanzierung für künstliche Intelligenz. Wegen der wachsenden Rechenlast auf Endgeräten und in Serverzentren werde ein zweistufiges Modell erwogen.

Basisfunktionen wie die Anrufübersetzung in Echtzeit, einfache Fotoretuschen und Zusammenfassungen von Notizen sollen kostenlos bleiben. Dies deckt sich mit Anpassungen auf Samsungs Kundendienstseiten von Januar 2026, wonach grundlegende Funktionen gratis bleiben, sich das Unternehmen Gebühren für fortgeschrittene Werkzeuge jedoch vorbehielt.

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Ursprünglich war die Galaxy-KI bei ihrer Einführung im Januar 2024 mit dem Galaxy S24 nur bis Ende 2025 kostenfrei gestellt, bevor die Frist nach Protesten verlängert wurde.

Für rechenintensive Modelle von Drittanbietern, professionelle Videobearbeitung und komplexe Arbeitsabläufe steht hingegen ein monatliches Abonnement im Raum. Hierbei wird eine engere Systemkooperation mit Partnern wie Google diskutiert.

Für Besitzer aktueller Flaggschiffe sei ein vorzeitiger Neukauf von Hardware nicht zwingend nötig: Durch die seit der Galaxy-S24-Reihe geltende Garantie von sieben Jahren Android-Aktualisierungen bleiben neuere Generationen kompatibel. Das ältere Galaxy S23 wird One UI 10 hingegen nicht mehr erhalten.