One UI 8.5: Samsung bringt Android 16 erstmals auf Mittelklasse

Samsung weitet das Android-16-Update auf die Galaxy-M-Reihe aus. Das Galaxy M56 erhält als erstes Mittelklasse-Gerät One UI 8.5 mit neuen Funktionen.

Seit heute rollt der südkoreanische Konzern One UI 8.5 für die Galaxy-M-Reihe aus – Auftakt ist das Galaxy M56 in Indien. Damit erhalten erstmals Mittelklasse-Geräte die stabile version des Betriebssystems, das bislang nur Flaggschiffen und High-End-Modellen vorbehalten war.

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Galaxy M56 als Vorreiter der Mittelklasse

Das Update für das Galaxy M56 trägt die Build-Nummer M566BXXU5CZE2 und bringt rund 2,2 bis 2,3 Gigabyte auf die Geräte. Neben dem Mai-2026-Sicherheitspatch liefert Samsung eine Reihe optischer und funktionaler Neuerungen. Dazu gehören ein überarbeitetes Batterie-Einstellungsmenü, die Funktion Storage Share für einfacheres Dateimanagement sowie eine Wetter-App mit integriertem Pollenindex.

Auch die Kamera profitiert: Drei neue Filter stehen bereit, zudem gibt es eine Direct-Voicemail-Funktion. Bixby, Samsungs Sprachassistent, wurde für die M-Serie optimiert – wenn auch ohne die volle KI-Power der S-Reihe. Samsung verspricht flüssigere Animationen und eine bessere Energieeffizienz, was die Lebensdauer der Mittelklasse-Hardware verlängern soll.

Branchenbeobachter sehen in der schnellen Ausweitung auf die M-Serie einen strategischen Wandel. „Samsung schließt die Software-Lücke zwischen Flaggschiffen und Budget-Modellen deutlich schneller als in den Vorjahren“, heißt es. Der vollständige Rollout für alle M-Modelle soll bis Ende Juli 2026 abgeschlossen sein.

A-Serie und Foldables im globalen Rollout

Parallel zur M-Serie treibt Samsung die Verteilung auf anderen Produktlinien voran. Das Galaxy A56 war das erste A-Modell mit One UI 8.5, gefolgt vom Galaxy A35 in Südkorea (Build DZE4). Auch die Modelle A55 und A54 sowie das robuste XCover 7 Pro erhalten das Update.

Bei den Falt-Handys läuft die Ausweitung ebenfalls auf Hochtouren. Das Galaxy Z Fold 5 und Z Flip 5 bekommen das Update ab sofort in Indien – mit einem besonders umfangreichen Paket von 4,18 Gigabyte für das Fold 5. Grund sind die komplexen UI-Anpassungen für den großen Bildschirm. Neuerungen umfassen ein überarbeitetes Quick Panel und verbesserte Fensterpositionierung im DeX-Modus.

Für ältere Foldables wie das Z Fold 4 und Z Flip 4 ist das Update in Südkorea ebenfalls stabil verfügbar. Ein Highlight: die Interoperabilität mit Apple-Geräten – Samsung integriert eine Arbeit AirDrop-Unterstützung in sein Quick-Share-Framework.

Software-Parität mit klaren Abstufungen

Trotz der einheitlichen Versionsnummer zeigt sich: Die tatsächliche Nutzererfahrung unterscheidet sich je nach Hardware-Generation deutlich. Die Galaxy-S23-Serie erhält ein 4-Gigabyte-Paket mit einer Bixby-Aufwertung, die Perplexity-KI integriert – für erweiterte Suchfunktionen direkt über den Sprachassistenten.

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Doch selbst innerhalb der S-Reihe gibt es Unterschiede. Während die S23-Modelle Photo Assist und das neue Quick Panel bekommen, bleiben Features wie Call Screening, die Creative Studio Suite und der erweiterte Audio Eraser den neuesten Flaggschiffen wie der Galaxy-S26-Serie vorbehalten.

Eine kontroverse Änderung betrifft die Kamera-App: Die Option für kreative Video-Filter bei Full-HD-Aufnahmen wurde entfernt – bestätigt für das S25 Ultra, Z Fold 6 und Z Fold 7. Nutzer müssen Filter nun nachträglich im Samsung Studio Editor anwenden. Der Editor bietet zwar 13 integrierte Filter und weitere über den Galaxy Store, komprimiert dabei jedoch das Video – ein Nachteil gegenüber der bisherigen Echtzeit-Lösung. Für Profis bietet Samsung weiterhin Log-Videoaufnahme mit LUT-Profilen ab der Galaxy-S24-Serie.

Tablets und Ökosystem-Integration

Auch Samsungs Tablet-Reihe wird zügig aktualisiert. Das Galaxy Tab S11 und Tab S11 Ultra waren die ersten Tablets mit stabilem One UI 8.5 in Südkorea. Sie zeigen die verbesserten DeX-Funktionen, die nun Fensterpositionen speichern und Teilbildschirm-Aufnahmen unterstützen.

Die Galaxy Tab S9-Serie folgt mit einem rund 3,8 Gigabyte großen Update. Zusammen mit dem Tab A11+ sollen diese Geräte noch diese Woche oder innerhalb der nächsten 14 Tage global ausgerollt werden. Die Funktion Storage Share auf allen Tablets und Smartphones unterstreicht Samsungs Ziel einer nahtlosen Datei- und Ressourcen-Integration über alle Hardware-Stufen hinweg.

Ausblick: One UI 9 und Android 17 rücken näher

Noch während One UI 8.5 seinen Weg um die Welt antritt, arbeitet Samsung bereits am nächsten großen Sprung. Leaks vom 25. Mai 2026 deuten auf einen baldigen Start des One UI 9 Beta-Programms auf Basis von Android 17 hin. Erste Anzeichen: Die Beta könnte in Indien und Polen starten, mit anschließender Ausweitung auf Südkorea, Großbritannien, die USA und Deutschland.

Die Beta wird die in One UI 8.5 entfernten Video-Filter voraussichtlich nicht wieder einführen – der Wechsel zum Studio Editor scheint endgültig. Für den Rest des Sommers 2026 liegt Samsungs Fokus darauf, den One UI 8.5-Rollout für die Galaxy M-Serie abzuschließen und alle berechtigten Galaxy Tab- und A-Modelle zu aktualisieren, bevor im Herbst der große Wechsel zu Android 17 beginnt.