Der südkoreanische Elektronikkonzern führt mit One UI 9.0 die strengste Sicherheitspolitik seiner Geschichte ein. Nach 13 falschen PIN-Eingaben wird das Gerät dauerhaft gesperrt und alle Daten werden gelöscht.
Die neue Software basiert auf Android 17 und richtet sich zunächst an die aktuellen Galaxy-Faltmodelle, die seit dem 28. Juli 2026 ausgeliefert werden. Wer sein Handy mit einer falschen PIN, einem falschen Muster oder einem falschen Passwort nicht entsperren kann, bekommt es mit einer eskalierten Sperrkaskade zu tun.
Von der Minute zur Ewigkeit – die Sperrstufen im Detail
Das System beginnt mit einer einminütigen Sperre nach fünf Fehlversuchen. Schon der sechste falsche Eintrag führt zu fünf Minuten Wartezeit. Danach steigen die Intervalle rasant an: 15 Minuten nach sieben, 30 Minuten nach acht und 90 Minuten nach neun Fehlversuchen.
Wer es auf zehn Fehlversuche bringt, muss vier Stunden warten. Elf Fehleingaben bedeuten zwölf Stunden Sperre, zwölf Fehlversuche sogar einen ganzen Tag. Der 13. Fehlversuch ist dann endgültig: Das Gerät verriegelt sich dauerhaft und setzt sich automatisch auf die Werkseinstellungen zurück.
Sämtliche lokal gespeicherten Daten sind damit unwiderruflich verloren. Sicherheitsexperten raten daher dringend zu regelmäßigen Cloud-Backups.
Intelligenter Zähler verhindert Unfälle
Samsung hat einen Schutz gegen versehentliche Resets eingebaut: Gibt ein Nutzer zweimal hintereinander dieselbe falsche PIN ein, zählt das System dies nur als einen Fehlversuch. Eine manuelle Aufhebung der 13er-Grenze gibt es jedoch nicht.
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Die neuen Sicherheitsregeln gelten für das Galaxy Z Fold8, das Galaxy Z Fold8 Ultra und das Galaxy Z Flip8. Das Top-Modell Fold8 kommt mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5-Prozessor und kostet rund 1.700 Euro. Es ist das erste Samsung-Gerät, das ab Werk mit One UI 9 ausgeliefert wird.
Strenger als der Android-Standard
Interessant ist der Vergleich mit Googles Vorgaben: Der Android-17-Standard erlaubt bis zu 20 Fehlversuche, bevor ein Reset ausgelöst wird. Samsung setzt die Latte also deutlich niedriger an – ein klares Signal für mehr Gerätesicherheit.
Auch wer biometrische Verfahren wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung nutzt, kommt um die manuelle Eingabe nicht herum: Alle 72 Stunden oder nach jedem Neustart muss der PIN-Code oder das Passwort eingegeben werden. Ob Samsung die 13er-Regel per Update auch auf ältere Galaxy-Modelle ausweitet, ist noch offen.
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Ärger mit dem Juli-Update: Akku-Probleme bei älteren Modellen
Während die neuen Falt-Handys mit One UI 9 ausgeliefert werden, kämpfen Besitzer älterer Geräte mit den Folgen des Juli-Sicherheitspatches. Nutzer des Galaxy S24 Ultra, S25 Ultra und Z Fold 7 berichten von erheblichem Akkuverbrauch und Überhitzung nach der Installation.
Im Leerlauf verlieren die Geräte demnach zwischen fünf und sieben Prozent Akku pro Stunde. Branchenbeobachter vermuten eine verschlüsselte Backup-Schleife in WhatsApp als Ursache. Samsung hat sich zu den Problemen bislang nicht offiziell geäußert. Einige Nutzer berichten von temporären Erfolgen durch das Leeren des System-Caches oder das manuelle Abbrechen hängengebliebener Backup-Prozesse.
Das Juli-Update hatte ursprünglich 57 Sicherheitslücken geschlossen – 41 im Android-System und 16 in Samsungs eigener Software.

