One UI 9.0 Watch: Samsung bringt KI direkt auf die Smartwatch

Samsung präsentiert KI-gestützte Smartwatch-Plattform One UI 9.0 und die neuen Modelle Galaxy Watch 9 und Watch Ultra 2.

Samsung setzt mit One UI 9.0 voll auf künstliche Intelligenz – und bringt gleich zwei neue Smartwatches an den Start.

Der südkoreanische Elektronikriese hat am Mittwoch auf seinem Unpacked-Event in London die nächste Generation seiner Smartwatch-Software vorgestellt. One UI 9.0 Watch, basierend auf Wear OS 7, soll die Art und Weise verändern, wie Nutzer mit ihren Wearables interagieren. Das Besondere: Die KI-Funktionen laufen direkt auf dem Gerät – ohne Cloud-Anbindung.

KI direkt am Handgelenk

Im Zentrum der neuen Plattform stehen sogenannte „Agentic AI“-Funktionen für Smartphones sowie spezifische On-Device-KI für die Smartwatch-Reihe. Möglich macht das die nächste Generation von Chipsätzen: Samsung setzt auf den Snapdragon Wear Elite und den Snapdragon SDW6100. Die KI analysiert Daten lokal, verarbeitet Gesundheitsinformationen in Echtzeit und passt sich dem Nutzerverhalten an. Erste Berichte deuten darauf hin, dass sich Gemini AI künftig per Handgelenkgeste steuern lässt.

Update-Fahrplan: Wer bekommt das neue System?

Noch am Tag der Vorstellung tauchten erste interne Testversionen auf Samsungs Servern auf. Für die Galaxy Watch 7 wurde der Build CZG4 identifiziert, für die Galaxy Watch 8 die Version BZG2. Branchenbeobachter rechnen in Kürze mit einem öffentlichen Beta-Programm.

Diese Modelle könnten das Update erhalten:
– Galaxy Watch 5, 6, 7 und 8
– Watch FE und Watch Ultra

Ein Wermutstropfen für Besitzer älterer Modelle: Die Galaxy Watch 4 wird voraussichtlich kein Wear OS 7 mehr bekommen.

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Galaxy Watch 9: Zwei Größen, ein starker Prozessor

Die neue Standard-Smartwatch kommt in 40 und 44 Millimetern Durchmesser. Herzstück ist ein 3-Nanometer-Prozessor – entweder der Exynos W1000 oder der Snapdragon SDW6100. Dazu gesellen sich 2 Gigabyte RAM und 32 Gigabyte interner Speicher.

Die Akkukapazität variiert je nach Größe: 390 Milliamperestunden für die kleine, 445 für die große Version. Der Preis in Europa soll bei rund 409 Euro starten.

Galaxy Watch Ultra 2: Der Kraftprotz

Mit der Ultra 2 zielt Samsung auf Sportler und Extremsportler. Das 47-Millimeter-Gehäuse aus Titan ist für härteste Bedingungen ausgelegt. Die Spezifikationen lesen sich beeindruckend:

  • Display: 1,5 Zoll mit bis zu 5.000 Nits Spitzenhelligkeit
  • Schutzklassen: 10 ATM und IP69K – wasser- und staubdicht wie kaum ein anderes Wearable
  • Akku: Satte 800 Milliamperestunden – mehr als doppelt so viel wie die Standardmodelle
  • Speicher: 64 Gigabyte intern, 2 Gigabyte RAM

Der Preis liegt bei stolzen 749 Euro.

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Neue Begleit-App: Frisches Design für die Galaxy Wearable App

Schon einen Tag vor der Veranstaltung rollte Samsung ein Update für die Galaxy Wearable App aus. Die Anwendung präsentiert sich im neuen One-UI-9.0-Design mit schwebenden Karten und Farbverläufen.

Die App ist nun in drei Hauptbereiche unterteilt: Zifferblätter, Startseite und Einstellungen. Die Startseite bietet einen zentralen Überblick über Akkustand, verbleibende Nutzungsdauer sowie schnellen Zugriff auf Benachrichtigungen und das „Quick Panel“. Neu sind auch realistische Vorschauen für Zifferblätter sowie Gesundheitsmetriken wie „Vitals“ und „Heart Rate Score“.

Ob die neue Software und die Hardware den erhofften Durchbruch bringen, wird sich zeigen. Eines ist jedoch klar: Samsung setzt im Wearable-Markt voll auf KI – und dürfte damit den Druck auf Konkurrenten wie Apple und Garmin erhöhen.