Samsung hat Abhilfe für erhebliche Softwarefehler angekündigt, die nach der Aktualisierung auf One UI 9 auftreten und insbesondere Nutzer der Galaxy-S26-Reihe betreffen. Parallel dazu erweitert der Hersteller die plattformübergreifende Dateifreigabe für weitere Gerätemodelle.
Nach dem Rollout von One UI 9, das auf Android 17 basiert, sahen sich Besitzer des Galaxy S26 Ultra mit gravierenden Problemen konfrontiert. Berichten zufolge führt eine fehlerhafte WebView-Komponente bei der Anmeldung am Samsung-Konto zu der Fehlermeldung „net::ERR_NAME_NOT_RESOLVED“.
Darüber hinaus bestätigte der Hersteller einen Fehler, durch den das Spitzenmodell bereits auf dem Einrichtungsbildschirm vollständig einfriert. Letzteres trat zunächst in Südkorea auf und steht mutmaßlich in Verbindung mit dem Samsung-Konto sowie bestimmten Mobilfunknetzen.
Ein Moderator im südkoreanischen Community-Forum von Samsung empfahl betroffenen Nutzern als Zwischenlösung, den Browser zu aktualisieren, statt des Mobilfunks eine WLAN-Verbindung zu verwenden und die Anmeldung über die offizielle Web-Version durchzuführen.
Zudem sollten Anwender ihr Gerät nicht zurücksetzen, bevor die endgültige Fehlerbehebung vorliegt. Eine offizielle Bestätigung zu Vorfällen in weiteren Regionen oder auf anderen Modellen im Hinblick auf den Einrichtungs-Freeze steht noch aus.
Fehlerbehebungen für System und Benutzeroberfläche in Vorbereitung
Ein konkreter Veröffentlichungstermin für den WebView-Patch steht noch nicht fest; Branchenberichten zufolge könnte die Ausbesserung im Rahmen des kommenden Sicherheitsupdates im November erfolgen. Auch die Korrektur des Fehlers auf dem Einrichtungsbildschirm wird über ein Over-the-Air-Update erwartet, möglicherweise in den ersten beiden Novemberwochen 2026. Eine Beta-Version von One UI 9.5 wird für den Dezember erwartet.
Neben den Fehlern bei der Ersteinrichtung meldete Samsung Unstimmigkeiten in Verbindung mit den Personalisierungs-Tools der Good-Lock-Reihe. Bei der Erweiterung QuickStar kommt es zu fehlerhaften Darstellungen in der Statusleiste: So führt die Aktivierung des Modus „Nicht stören“ dazu, dass das WLAN-Symbol eingeblendet wird, während das Abschalten der Netzwerkanzeige das WLAN-Symbol fälschlicherweise entfernt.
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Eine Bereinigung dieses Verhaltens erfordert Anpassungen an der One-UI-Plattform selbst und kann nicht über ein einfaches Update der App gelöst werden; ein Zeitplan wurde hierfür nicht genannt. Ein zusätzliches Problem sorgt dafür, dass WLAN- und Weckersymbole bei langen Datumsformaten aus Platzmangel ausgeblendet werden. Hier hilft vorübergehend die Wahl eines kürzeren Formats.
Auch die Erweiterung ClockFace weist funktionale Mängel auf. Am 21. September meldeten Nutzer im koreanischen Forum eine fehlerhafte Platzierung der Uhr auf dem Sperrbildschirm des Galaxy S26 Ultra, woraufhin Samsung die Untersuchung des Falls am 22. September bestätigte. Der Fehler tritt auch auf dem Galaxy Z Fold 8 auf. Mangels festem Patch-Termin rät der Hersteller zur Nutzung der vorinstallierten Uhr-Stile.
Zudem wurden globale Probleme mit Boot-Schleifen oder Systemstillständen auf Geräten wie dem Galaxy S24, dem Galaxy S25 Ultra und dem Galaxy S26 Ultra bekannt. Abhilfe schaffen hier der abgesicherte Modus sowie die temporäre Trennung aller Netzverbindungen. Andere Rückmeldungen verweisen auf fehlende Widgets, Funktionsstörungen bei Always-On-Display und Fingerabdrucksensor sowie vorübergehende Bildschirmausfälle nach der Aktualisierung.
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Erweiterung der Dateifreigabe mit Apple-Geräten
Abseits der Fehlerbehebungen baut Samsung funktionale Schnittstellen weiter aus. Das Unternehmen bringt Quick Share mit AirDrop-Unterstützung nun auch auf Mittelklasse-Smartphones wie das Galaxy A56 und das Galaxy A57. Über die Schaltfläche „Mit Apple-Geräten teilen“ lassen sich Fotos und Dokumente direkt an iPhone-, iPad- und Mac-Geräte übertragen.
Die Funktion feierte ursprünglich auf der Galaxy-S26-Serie Premiere und wurde schrittweise auf weitere Baureihen ausgeweitet, darunter die Modellreihen Galaxy S25 und S24, das Galaxy S25 FE sowie die Falt-Smartphones der Z-Flip- und Z-Fold-Reihen der Generationen 6, 7 und 8. Voraussetzung für den Datenaustausch ist die Aktivierung über die Geräteeinstellungen, die Aktualisierung relevanter Systemkomponenten im Galaxy Store sowie die Freigabe der AirDrop-Sichtbarkeit für jedermann auf der Empfängerseite. In Praxistests gelang der Transfer eines Datenvolumens von rund einem Gigabyte mit über 100 Bildern zwischen den Geräten in etwa drei Minuten.

