Microsoft hat am 23. August 2026 eine umfassende Modernisierung seines Cloud-Speicherdienstes OneDrive für macOS bekannt gegeben. Durch die Einführung der sogenannten „Native Sync Engine“ soll die Integration des Dienstes in das Apple-Betriebssystem grundlegend verbessert werden. Der Rollout dieser neuen Technologie beginnt laut Unternehmensangaben Ende August 2026 und soll bis Ende November 2026 vollständig abgeschlossen sein.
Deutliche Leistungssteigerung und Ressourceneffizienz
Die neue Synchronisations-Architektur zielt primär auf eine höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit und eine geringere Systemlast ab. Microsoft verspricht durch den Wechsel auf die Native Sync Engine eine ca. 2x schnellere initiale Synchronisation von Datenbeständen. Auch die Verarbeitung von nachträglichen Dateiänderungen soll durch die neue Engine um etwa den gleichen Faktor beschleunigt werden.
Neben der reinen Geschwindigkeit steht die Optimierung des Ressourcenverbrauchs im Fokus der Aktualisierung. Demnach führe der Einsatz der neuen Engine zu einer reduzierten CPU-Auslastung und schone den Arbeitsspeicher. Dies habe wiederum positive Auswirkungen auf die Batterienutzung mobiler Endgeräte, während gleichzeitig die allgemeine Zuverlässigkeit der Synchronisationsvorgänge erhöht werde.
Verbesserte Finder-Integration und Unterstützung externer Medien
Ein wesentlicher Bestandteil des Updates ist die tiefere Verzahnung mit dem macOS-Dateisystem. Dateien sollen nach der Umstellung unmittelbar im Finder sichtbar sein, was die Wartezeiten bei der Navigation durch Cloud-Ordner minimiert. Zudem verbessert Microsoft mit der neuen Engine die Unterstützung für externe Laufwerke, was insbesondere für Nutzer mit großen Datenmengen und begrenztem internen Speicher von Bedeutung ist.
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Strukturell bringt das Update ebenfalls Änderungen für Unternehmenskunden mit sich: SharePoint-Bibliotheken werden nach der Aktualisierung als eigene Root-Einträge beziehungsweise separat im Finder dargestellt. Dies soll die Übersichtlichkeit bei der Arbeit mit verschiedenen Datenquellen innerhalb der macOS-Umgebung erhöhen.
Bestehende Funktionen wie „Files On-Demand“, die es ermöglichen, Dateien nur bei Bedarf herunterzuladen, bleiben von den technischen Änderungen unberührt und stehen weiterhin im gewohnten Umfang zur Verfügung.
Automatischer Rollout und technische Kennzeichnung
Für Administratoren und Endnutzer gestaltet sich der Übergang unkompliziert. Das Upgrade auf die neue Native Sync Engine erfolgt automatisch für alle berechtigten Geräte. Ein manueller Eingriff durch die IT-Administration sei nicht erforderlich, um die neue Technologie zu aktivieren.
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Um festzustellen, ob ein System bereits die neue Architektur nutzt, können Anwender die Versionsnummer der OneDrive-App überprüfen. Die neue Engine ist an einem speziellen alphabetischen Suffix erkennbar.
Beispielhaft nennt Microsoft hier Kürzel wie (26H) oder 26K, die in der Versionsbezeichnung erscheinen, sobald die Umstellung auf dem jeweiligen Gerät vollzogen wurde. Durch diesen schrittweisen Prozess stellt das Unternehmen sicher, dass die neue Synchronisationslogik stabil in die bestehende Infrastruktur der Nutzer integriert wird.

