Microsoft empfiehlt kleinen und mittleren Unternehmen den Wechsel auf Microsoft 365, da das offizielle Support-Ende für die unbefristete Bürosoftware Office 2021 unmittelbar bevorsteht. Gleichzeitig vollzieht der Softwarekonzern tiefgreifende Anpassungen an seinen Cloud-Abonnements: Neben neuen Speicherregelungen für Privat- und Geschäftskunden werden auch erweiterte Funktionen für den KI-Assistenten Copilot ausgerollt.
Fristen für Office 2021 und Server-Umgebungen
Am 13. Oktober 2026 stellt Microsoft die Unterstützung für Office 2021 auf sämtlichen Betriebssystemen ein. Ab diesem Datum stellt das Unternehmen keine Sicherheitsupdates, Fehlerkorrekturen oder technischen Supportleistungen mehr für das Softwarepaket bereit.
Als lokale Alternative empfiehlt Microsoft den Umstieg auf Office LTSC 2024, dessen regulärer Mainstream-Support bis zum 9. Oktober 2029 läuft. Das Programm Publisher ist in der Version LTSC 2024 nicht mehr enthalten.
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Für virtualisierte und serverbasierte Arbeitsplätze gelten gesonderte Zeitpläne: Microsoft 365 Apps auf Windows Server 2022 erhalten Funktionsaktualisierungen nur noch bis zur Version 2608. Nachfolgend liefert Microsoft lediglich Sicherheitsupdates bis zum 10. Oktober 2028 aus.
Das Unternehmen rät Kunden daher zur Migration auf Windows Server 2025. Für dieses neuere Betriebssystem läuft der Mainstream-Support bis November 2029, ergänzt durch einen erweiterten Support bis November 2034.
Umstellung auf geteilten OneDrive-Speicher
Parallel zu den Migrationsaufrufen ändert Microsoft das Speichermodell in mehreren Abonnementstufen. Seit dem 8. Oktober 2026 erhalten neue sowie hochgestufte Abonnements von Microsoft 365 Family und Microsoft 365 Premium standardmäßig 2 TB geteilten OneDrive-Speicherplatz.
Bisher stellte das Unternehmen jedem Nutzer jeweils 1 TB bereit, was bei bis zu sechs Personen eine kombinierte Gesamtkapazität von bis zu 6 TB ergab. Eine separate Microsoft-Support-Seite datiert diese Anpassung für neue, abgelaufene oder erneut erworbene Pläne abweichend auf den 7. Oktober 2026.
Bestandskunden der Pläne Family und Premium werden zum 2. Mai 2027 bei der ersten Vertragsverlängerung auf das neue Modell umgestellt; eine zweite Dokumentationsseite des Anbieters nennt hierfür alternativ den 1. April 2027. Microsoft begründete diese Speicheränderung auf Nachfragen nach einer Reduzierung mit einem Verweis auf mehr Flexibilität.
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Nach berechnungen verlieren Abonnements mit sechs Anwendern dadurch bis zu 4 TB kombinierten Speicherplatz, was einem Rückgang um 66,6 bis 66,7 Prozent entspricht.
Berechtigte Bestandskunden in ausgewählten Regionen erhalten bei der Verlängerung möglicherweise Bonusspeicher, wobei Märkte und Umfänge bislang offenbleiben. Für Microsoft 365 Pro greift die Umstellung auf 5 TB geteilten Speicher ab dem 1. November 2027, was einer Minderung von bis zu 1 TB entspricht.
Die US-Preise für die Abonnements bleiben derweil unverändert bei 129,99 US-Dollar pro Jahr für Family, 199,99 US-Dollar pro Jahr für Premium, 99,99 US-Dollar pro Jahr für Personal und 1.200 US-Dollar pro Jahr beziehungsweise 100 US-Dollar pro Monat für Pro.
Microsoft 365 Personal behält das bisherige Kontingent von 1 TB, der Basic-Tarif bietet weiterhin 100 GB. Zusätzlicher Speicherplatz lässt sich für 10 US-Dollar pro Monat je 1 TB bis zu einem Maximalwert von 10 TB pro Abonnement hinzubuchen.
Integration von Copilot und neue Abrechnungsmodelle
Im Gegenzug für die Speicheranpassungen weitet Microsoft den Zugriff auf Copilot und integrierte KI-Werkzeuge aus. Künftig sollen alle Mitglieder eines Family- oder Premium-Plans Zugriff auf die KI-Funktionen über ein geteiltes Nutzungskontingent erhalten, während dieser Zugang zuvor auf den Kontoinhaber beschränkt war. Dem steht allerdings Microsoft-Grounding-Guidance gegenüber, wonach bei Family weiterhin nur der Hauptkontoinhaber volle Copilot-Funktionen erhalte.
Für Unternehmenskunden starteten unterdessen Microsoft 365 SharePoint Storage und OneDrive Storage in einer öffentlichen Vorschau. Über Azure können Betriebe zusätzlichen Speicherplatz nutzungsbasiert oberhalb des bisherigen Lizenzumfangs beziehen und über Administratoren festlegen.
Zudem wird zum 1. Dezember 2026 die nutzungsbasierte Abrechnung für Microsoft 365 Copilot Business über Cloud Solution Provider standardmäßig aktiviert, wobei das Standardlimit auf 4.000 Copilot Credits pro Nutzer und Monat festgelegt ist. Die erste Ausrollungswelle spart dabei zunächst mehrere Länder aus, darunter Deutschland, Frankreich und Italien.

