OneDrive-Synchronisation: Microsoft hebt das Limit auf 1 Mio. Elemente

Microsoft ergänzt OneDrive um KI-gestützte Dokumentanalysen, neue Freigabelinks und eine Synchronisation mit bis zu einer Million Elementen.

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Im Rahmen einer Produktveranstaltung zu OneDrive und Copilot am 20. Oktober 2026 stellte Microsoft umfangreiche Neuerungen für seine Cloud-Dienste vor. Im Mittelpunkt der Präsentation standen erweiterte Möglichkeiten des KI-Assistenten Copilot beim Auffinden, Verknüpfen und Verarbeiten verteilter Daten in Cloud-Speichern.

Ergänzt wurde die Vorstellung durch Optimierungen an der Synchronisation, Neuerungen bei der Linkfreigabe sowie Aktualisierungen für Administratoren und Privatanwender.

Copilot analysiert Dokumente und automatisiert Arbeitsabläufe

Mit der Integration von Copilot in OneDrive und SharePoint lassen sich mehrere Dokumente und Tabellen übergreifend analysieren. Der Assistent ist in der Lage, eigenständig Trends in Datensätzen zu erkennen, Visualisierungen wie Grafiken zu generieren und Projektordner strukturiert zu organisieren.

Zudem kann die KI interaktive HTML-Berichte anfertigen. Wiederkehrende Arbeitsschritte können Anwender als persönliche Markdown-Kompetenz abspeichern, um Routinen zu automatisieren. Dateien in den Formaten HTML und Markdown lassen sich künftig direkt über die Weboberfläche in Echtzeit gemeinschaftlich bearbeiten.

Für den geschäftlichen Einsatz ist eine Lizenz für Microsoft 365 Copilot erforderlich. Wie aus den Begleitinformationen hervorgeht, steht Copilot in OneDrive auch in den Verbrauchertarifen Microsoft 365 Single und Family zur Verfügung, bei Letzterem beschränkt auf die jeweiligen Hauptabonnenten. Jede durchgeführte KI-Aktion verbraucht dabei ein Nutzungsguthaben.

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Vereinfachte Freigaben und erweiterte Synchronisation

Für das Teilen von Inhalten führte das Unternehmen sogenannte Hero-Links ein. Dieses Konzept, das als dritte Generation des 2014 in SharePoint Online gestarteten Link-Sharings bezeichnet wird, bündelt den Zugriff auf eine Datei oder einen Ordner in einer einzigen festen Webadresse.

Berechtigungen können nachträglich angepasst werden, ohne dass ein neuer Link erzeugt werden muss. Standardmäßig ist der Zugriff auf Personen beschränkt, die bereits berechtigt wurden, gesteuert über geltende Unternehmensrichtlinien.

Der Rollout läuft schrittweise von Oktober bis November 2026 und erfolgt ohne manuelles Eingreifen der Nutzer. Bestehende Freigabelinks bleiben in einem separaten Bereich funktionsfähig. Zudem entwickelt das Unternehmen zeitlich befristete Freigaben, die beispielsweise nach 90 Tagen automatisch verfallen.

Gleichzeitig erweitert Microsoft die Leistungsfähigkeit des Synchronisationsdienstes. In einer öffentlichen Vorabversion für Windows und macOS hebt das Unternehmen das Synchronisationslimit auf bis zu 1 Mio. Elemente an.

Die bisherigen festen Beschränkungen für gleichzeitig synchronisierbare Dateien und Verzeichnisse entfallen; Voraussetzung für die Teilnahme an der Testphase ist unter anderem der Einsatz eines SSD-Speichers, während virtualisierte Desktop-Infrastrukturen (VDI) ausgeschlossen bleiben. Um Synchronisationsfehler durch zu lange Pfadstrukturen zu vermeiden, führt der Dienst zudem kürzere Standardordnernamen ein.

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Werkzeuge für Administratoren und Neuerungen für Privatkunden

Für Systemverwalter demonstrierte Entwickler Andrey Esipov eine private Vorschau des Befehlszeilenwerkzeugs OneDrive Sync CLI („odsync“). Die Software liest auf einem Endgerät die vorhandenen OneDrive-Konten, Programmversionen, den Synchronisationsstatus sowie Ordner-Backup-Einstellungen und Richtlinien aus.

Durch strukturierte JSON-Ausgaben eignet sich das Tool für Skripte, Microsoft Intune und KI-Agenten, um Fehleranalysen zu automatisieren. Ein Erscheinungstermin steht noch nicht fest. Das Administrationsportfolio wird zudem durch einen SharePoint Admin Agenten, ein integriertes Dateiarchiv sowie Optionen zum selektiven Ausschluss einzelner Verzeichnisse von der Synchronisation ergänzt.

Für Heimanwender kündigte der Konzern eine überarbeitete Fotos-App für Windows an, die lokale Fotos mit Bibliotheken aus OneDrive und iCloud zusammenführt. Sie bietet Funktionen wie eine KI-gestützte Moments-Sammlung, eine Suche in natürlicher Sprache sowie eine Kartenansicht zur Standortermittlung. Gesichtserkennungsdaten werden dabei in der Cloud verarbeitet und nach 30 Tagen gelöscht.

Erweiterte KI-Bearbeitungswerkzeuge erfordern ein entsprechendes Premium-Abonnement. Zuvor war bei den Verbrauchertarifen der Speicherplan bereits von ehemals 1 TB pro Person auf geteilte 2 TB für bis zu sechs Personen angepasst worden. Der Rollout der neuen Funktionen erfolgt gestaffelt über die kommenden Monate.