OneXPlayer setzt mit dem neuen OneXGPU 3 einen neuen Maßstab für externe Grafikkarten. Das auf der CES 2026 vorgestellte Modell ist das erste des Herstellers mit einer vollwertigen Desktop-Grafikkarte, basierend auf AMDs neuester RDNA 4-Architektur. Ziel ist es, kompakte Geräte wie Gaming-Handhelds und Mini-PCs für anspruchsvolles 1440p- und 4K-Gaming fit zu machen.
Der Kern: AMD Radeon RX 9070 XT mit 180 Watt
Im Inneren des Gehäuses arbeitet die neu angekündigte AMD Radeon RX 9070 XT. Mit einer thermischen Verlustleistung (TDP) von bis zu 180 Watt und 16 GB GDDR6-Speicher verspricht die Desktop-GPU einen gewaltigen Leistungssprung gegenüber den bisher in eGPUs verbauten Mobilchips. Nutzer profitieren so von der gesamten Bandbreite der RDNA-4-Technologie, inklusive der KI-gestützten Upscaling-Technik FidelityFX Super Resolution 4 (FSR 4). Diese ist entscheidend, um auch auf weniger leistungsstarken Systemen flüssige 4K-Frameraten zu erreichen.
Doppelte Anbindung und erweiterbarer Speicher
Für maximale Kompatibilität bietet die OneXGPU 3 zwei Anschlüsse: einen USB4-Port für moderne Laptops und Handhelds und einen OCuLink-Port. Letzterer ist mit einer Bandbreite von bis zu 64 Gbps die erste Wahl für Performance-Enthusiasten. Experten weisen jedoch darauf hin, dass selbst diese Verbindung im Vergleich zu einem nativen PCIe-Slot in einem Desktop-PC mit Leistungseinbußen von bis zu 25 Prozent einhergehen kann – ein grundsätzliches Limit aller eGPU-Lösungen.
Das Gerät ist mehr als nur eine Grafikerweiterung. Es fungiert auch als Dockingstation und bietet einen M.2-SSD-Slot zum einfachen Aufrüsten des Speichers – eine willkommene Funktion für Besitzer von Handhelds mit oft knappem internen Platz. Am Gehäuse finden sich praktische Steuerelemente wie ein separater Netzschalter, eine RGB-Beleuchtungssteuerung und ein „Turbo“-Knopf, der vermutlich das volle 180-Watt-Leistungsprofil aktiviert.
Marktkontext: eGPUs im Aufwind
Das Launch-Timing ist klug gewählt. Der Markt für externe Grafikkarten wird immer wettbewerbsintensiver. Hersteller wie Lenovo statten bereits Laptops mit eigenen OCuLink-ähnlichen Anschlüssen aus, was die Akzeptanz des Standards vorantreibt. OneXPlayer differenziert sich mit der Entscheidung für eine leistungsstarke Desktop-GPU klar von Konkurrenten, die auf Mobilchips setzen. Damit schlägt das Unternehmen eine Brücke: Die Leistung der RDNA-4-Architektur, die bislang in Handhelds fehlt, wird so für den portablen Markt zugänglich.
Verfügbarkeit und Ausblick
OneXPlayer hat auf der CES die Leistungsfähigkeit und das Design demonstriert. Preis und genaues Erscheinungsdatum sind jedoch noch nicht bekannt. Der Erfolg des OneXGPU 3 wird maßgeblich von einem wettbewerbsfähigen Preis und den tatsächlichen Performance-Steigerungen in populären Spielen abhängen. Eines ist klar: Während die Grenze zwischen mobilem und stationärem Gaming weiter verschwimmt, sind All-in-One-Lösungen wie diese prädestiniert, die Zukunft flexibler Hochleistungs-Setups mitzugestalten.





