OneXPlayer 3: Erster Handheld mit Intel Arc G3 Extreme

Der Markt für mobile Gaming-PCs erlebt einen Innovationsschub mit neuen Modellen von OneXPlayer, ASUS, GPD und Retroid.

Der Markt für mobile Gaming-PCs erlebt einen regelrechten Innovationsschub. Gleich mehrere Hersteller kündigen diese Woche leistungsstarke neue Geräte an – von Intel-betriebenen Kraftpaketen bis hin zu erschwinglichen Retro-Konsolen.

OneXPlayer 3: Erster Handheld mit Intel 18A-Prozessor

Die Vorbestellungsphase für den OneXPlayer 3 ist gestartet. Das chinesische Unternehmen listet das Gerät auf Indiegogo ab 1.399 Euro für die Basisversion mit 24 GB RAM und einer 512-GB-SSD. Der Hersteller vermarktet das Modell als ersten 3-in-1-Handheld mit dem Intel Arc G3 Extreme-Prozessor, gefertigt im modernen 18A-Verfahren.

Die technischen Daten können sich sehen lassen: Ein 8,8 Zoll großes OLED-Display mit 144 Hertz Bildwiederholrate und ein 85-Wh-Akku bilden das Herzstück. Das „3-in-1″-Konzept steht für abnehmbare Controller und eine optionale Tastatur. Thunderbolt 4 ist ebenfalls an Bord. Die ersten Auslieferungen sollen ab August 2026 erfolgen, einige Händler nennen den 10. August als voraussichtlichen Termin.

ASUS setzt auf eigenständiges OLED-Modell

ASUS hat bestätigt, dass der ROG Xbox Ally X20 künftig auch als Einzelgerät erhältlich sein wird. Bislang war das Gerät nur im Bundle mit AR-Brillen zu haben. Ein konkreter Preis und ein Verkaufsstart stehen noch nicht fest – die interne Planung laufe jedoch auf Hochtouren, so ein Unternehmenssprecher.

Der ROG Xbox Ally X20 bietet ein 7,4 Zoll großes OLED-Display mit 120 Hertz variabler Bildwiederholrate und einer Spitzenhelligkeit von 1.400 Nits. Zu den Verbesserungen gegenüber Vorgängermodellen zählen ein 80-Wh-Akku, Hall-Effekt-TMR-Joysticks und ein transformierbares Steuerkreuz. Gummiertes Gehäuse und entspiegeltes Glas runden das Paket ab. Branchenbeobachter sehen das Gerät in direkter Konkurrenz zum MSI Claw 8 EX AI Plus, der rund 1.800 Euro kostet.

GPD und Retroid: Zwei Strategien, ein Ziel

GPD hat Details zum kommenden Win Max 3 veröffentlicht, der im dritten Quartal 2026 erscheinen soll. Das Gerät wird in zwei Prozessorvarianten angeboten: dem AMD Strix Halo mit bis zu 110 Watt Leistungsaufnahme und einer Intel Arc G3 Extreme-Version. Besonderes Merkmal ist ein austauschbarer 97-Wh-Akku sowie ein 165-Hertz-OLED-Panel mit 1.050 Nits Helligkeit. Eine Konfiguration des Hybridgeräts – halb Laptop, halb Handheld – verfügt über ein 9,06 Zoll großes Display und unterstützt bis zu 128 GB RAM.

Im günstigeren Segment zeigt Retroid den Pocket Nova, der kürzlich auf den Markt kam. Für umgerechnet rund 300 Euro bietet das Gerät mit 4:3-Bildschirmformat einen Snapdragon 8 Gen 2 (IoT)-Chip und ein 4,5 Zoll großes AMOLED-Display. Aktuelle Gameplay-Demonstrationen belegen, dass sich damit problemlos Konsolen wie die PlayStation 2 und der GameCube emulieren lassen.

Valve: Neue VR-Hardware und Ende der LCD-Ära

Valve bereitet den Marktstart der „Steam Frame“-Hardware vor. Das Unternehmen hat zwei weitere Titel – Ancient Dungeon und Underdogs – in die Liste „Great on Frame“ aufgenommen, die nun acht VR-Spiele umfasst. Experten sehen in der Integration nativer Android-Versionen einen Hinweis auf eigenständige Fähigkeiten der kommenden Hardware.

Parallel dazu stellt Valve die offizielle Unterstützung für das ursprüngliche Steam Deck LCD ein, das im Februar 2022 auf den Markt kam. Das Unternehmen liefert keine OEM-Akkus mehr für dieses Modell. Reparaturdienste wie iFixit bieten nun Ersatzakkus von Drittanbietern für rund 85 Euro an. Einige Komponenten wie Controller-Platinen sind offiziell nicht mehr erhältlich.

Für die wachsende Handheld-Community gibt es weiterhin Software-Angebote: Erst Anfang der Woche erschien ein neues Bundle mit sieben Steam-Deck-verifizierten Spielen. Die Aktivierungscodes sind bis Anfang Februar 2027 gültig. Zudem arbeitet Valve Berichten zufolge mit Intel und Nvidia daran, SteamOS auf eine breitere Palette von Drittanbieter-Grafikkarten zu bringen.