Die digitale Leihbibliothek Onleihe erhält ein umfassendes Update. Mit der neuen Plattform Onleihe 3 will der Verbund von über 3.000 öffentlichen Bibliotheken moderner und nutzerfreundlicher werden – und mit kommerziellen Anbietern wie Amazon mithalten.
Der Rollout des komplett neu entwickelten Systems läuft bereits. Pioniere sind die Stadtbibliothek Leipzig und das Netzwerk Onleihe Hessen, die in dieser Woche umgestellt haben. Bis Ende 2026 sollen alle angeschlossenen Bibliotheken folgen. Für Millionen Nutzer bedeutet das: Die alte App wird abgeschaltet, die neue „Onleihe 3“ muss aus den Stores geladen werden.
Moderne Oberfläche und intuitive Bedienung
Das Herzstück der Neuerung ist ein rundum erneuertes Design. Die Oberfläche über App, Browser und E-Reader hinweg wirkt einheitlicher und klarer. Ein long-awaited Feature ist dabei der Dark Mode für augenschonendes Lesen bei wenig Licht.
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Neu ist auch ein Einführungsprozess, der Erstnutzer begleitet. Eine zentrale „Entdecken“-Seite präsentiert kuratierte Inhalte – von Bibliothekar-Empfehlungen bis zu Bestsellern. Die Zugänglichkeit wurde verbessert, unter anderem mit neun barrierearmen Farbkombinationen, die den WCAG-AA-Standards entsprechen.
Endlich: Leihfrist verlängern und Hörbücher vorzeitig zurückgeben
Die wichtigsten Neuerungen liegen unter der Haube. Nutzer können erstmals die Leihfrist für alle Medienarten direkt in der App verlängern, sofern kein Vormerker existiert. Noch bedeutender: Auch E-Audiobooks können jetzt vorzeitig zurückgegeben werden. Das soll die Verfügbarkeit beliebter Titel erhöhen.
Zwei weitere lang ersehnte Features kommen hinzu: eine unbegrenzte Merkliste für Titelsammlungen und eine Ausleihhistorie, die einen Überblick über alle jemals geliehenen Medien gibt.
Gestaffelte Umstellung und technisches Fundament
Die Migration verläuft in Wellen, um Stabilität zu gewährleisten. Nach Leipzig (4. Februar) und Hessen (11. Februar) stehen weitere Verbünde wie „Onleihe zwischen den Meeren“ an. Während der Umstellung werden Accounts, aktuelle Ausleihen und Vormerkungen automatisch übernommen.
Die neue App basiert auf einer modernisierten technischen Basis. Das soll künftige Updates und Sicherheitspatches erleichtern. Integrierte Reader und Player wurden überarbeitet und bieten nun Features wie Text-zu-Sprache oder bessere Filter – etwa zur Trennung von E-Magazinen und E-Papers.
Digitale Daseinsvorsorge: Bibliotheken im Aufwind
Das Millionenprojekt ist mehr als ein Software-Update. Es ist eine strategische Investition in die digitale öffentliche Infrastruktur. Mit einem konkurrenzfähigen Angebot wollen die Bibliotheken ihre Rolle als unabhängige Content-Anbieter stärken.
Die Kompatibilität mit Amazon-Kindle-Readern bleibt zwar aus. Für Nutzer von Smartphones, Tablets und Tolino-Geräten wird das Erlebnis jedoch deutlich aufgewertet. Ob die Rechnung aufgeht? Die gesteigerte Nutzerfreundlichkeit könnte der digitalen Ausleihe den entscheidenden Schub geben.
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