Onward Medical: ARC-EX-Verkäufe steigen um 240 Prozent

Onward Medical vervielfacht den ARC-EX-Umsatz und stärkt die Finanzierung, während M1 Kliniken im Beauty-Geschäft operativ zulegt.

Das Medizintechnikunternehmen Onward Medical N.V. hat seine Finanzergebnisse für das zum 30. Juni 2026 endende erste Halbjahr vorgelegt. Der Bericht verzeichnet einen signifikanten Anstieg der Umsatzerlöse, der primär auf die erfolgreiche Markteinführung des ARC-EX-Systems zurückzuführen ist. Gleichzeitig sicherte sich das Unternehmen umfangreiche Finanzierungsmittel für die weitere Expansion und klinische Forschung.

Starkes Wachstum durch ARC-EX-Systeme

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres erzielte Onward Medical einen Gesamtumsatz von 4,2 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem ein Umsatz von 1,2 Mio. EUR erwirtschaftet wurde, entspricht dies einer deutlichen Steigerung. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war das ARC-EX-System, dessen Verkäufe auf 3,4 Mio. EUR stiegen. Dies stellt ein Plus von 240 % gegenüber den 1,0 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2025 dar.

Die Anzahl der verkauften Systeme erhöhte sich im Jahresvergleich um 430 % auf insgesamt 159 Einheiten. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Akzeptanz der Technologie im Markt. Neben den operativen Fortschritten treibt das Unternehmen auch seine klinischen Programme voran. So sind in der laufenden Empower-BP-Studie mittlerweile 22 Teilnehmer eingeschrieben.

Finanzlage und Investitionen

Trotz des Umsatzwachstums weist das Unternehmen für das erste Halbjahr einen Betriebsverlust von 23,3 Mio. EUR aus. Der Nettoverlust belief sich auf 24,7 Mio. EUR, nach 21,2 Mio. EUR im ersten Halbjahr des Vorjahres. Zur Sicherung der langfristigen Strategie und der klinischen Entwicklung hat Onward Medical in den vergangenen Monaten signifikante Kapitalmaßnahmen durchgeführt.

Dazu gehörte eine Kapitalerhöhung, die dem Unternehmen 40,6 Mio. EUR einbrachte. Zudem wurde eine Kreditfazilität mit BlackRock über ein Volumen von bis zu 50 Mio. EUR vereinbart. Zum Stichtag am 30. Juni 2026 verfügte Onward Medical über liquide Mittel in Höhe von 81,5 Mio. EUR, was die finanzielle Basis für die kommenden Phasen der Produktentwicklung und Marktdurchdringung stärkt.

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Die ARC-EX-Verkäufe von Onward Medical stiegen im ersten Halbjahr um 240 % – ein starkes Signal für die Marktakzeptanz. Doch bei aller Wachstumsdynamik bleibt der Nettoverlust hoch. Unser Report hilft Ihnen, die Marktchancen realistisch einzuordnen und die Finanzlage kritisch zu prüfen. Jetzt kostenlosen Analyse-Report anfordern

M1 Kliniken AG mit Fokus auf Beauty-Segment

Parallel zu den Entwicklungen bei Onward Medical veröffentlichte auch die M1 Kliniken AG ihren Halbjahresbericht für das Jahr 2026. Der Konzernumsatz lag bei 76,6 Mio. EUR, nachdem er im Vorjahreszeitraum noch 183,5 Mio. EUR betragen hatte. Dieser Rückgang ist auf den bereits abgeschlossenen Verkauf der HAEMATO Pharm GmbH zurückzuführen, durch den sich das Unternehmen stärker auf sein Kernsegment spezialisiert.

Im verbleibenden Beauty-Segment verzeichnete M1 Kliniken ein Umsatzplus von 11,0 % auf 56,9 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) in diesem Bereich stieg um 23,8 % auf 18,6 Mio. EUR, was einer Marge von 32,7 % entspricht.

Auf Konzernebene wurde ein EBIT von 15,6 Mio. EUR erzielt, während das bereinigte EBIT bei 19,7 Mio. EUR lag – eine Steigerung um 9,5 % gegenüber dem Vorjahr.

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Onward Medical hat seine Liquidität durch eine Kapitalerhöhung und eine Kreditfazilität gestärkt – doch die Verluste bleiben beträchtlich. Für Anleger stellt sich die Frage, ob das Wachstum die Risiken rechtfertigt. Unser Leitfaden bietet eine strukturierte Risikobewertung der klinischen Studien und eine Bilanz-Checkliste. Risikoanalyse jetzt sichern

Das EBITDA der M1 Kliniken AG belief sich auf 17,7 Mio. EUR, das Ergebnis vor Steuern (EBT) auf 16,0 Mio. EUR. Das Ergebnis je Aktie (EPS) wurde mit 0,52 EUR ausgewiesen.

Für die Zukunft zeigt sich die Unternehmensführung optimistisch und strebt für das Jahr 2029 im Beauty-Segment einen Umsatz in der Spanne von 200 Mio. EUR bis 300 Mio. EUR an.