OpenAI-Ausfall: ChatGPT und alle KI-Tools weltweit lahm

Ein schwerer Infrastrukturfehler legt sämtliche OpenAI-Dienste lahm. Es ist bereits die dritte Störung im Mai.

Millionen Nutzer weltweit können weder auf ChatGPT noch auf andere KI-Tools des Unternehmens zugreifen.

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Massive Störung legt KI-Plattform lahm

Der Ausfall betrifft sämtliche Kernprodukte des Unternehmens – von ChatGPT über das Bildgenerierungstool DALL-E und die Code-Plattform Codex bis hin zum Videogenerator Sora. Sowohl die Web-Oberfläche als auch die mobilen Apps und die Programmierschnittstellen (APIs) sind betroffen. Nutzer berichten von fehlgeschlagenen Anmeldungen und unterbrochenen Unterhaltungen mit dem Chatbot.

Laut Daten des Störungsmelders Downdetector häuften sich die Beschwerden besonders in den Vereinigten Staaten und in indischen Ballungszentren. Viele Anwender erhielten die Fehlermeldung, dass zu viele gleichzeitige Verbindungen bestünden – ein Hinweis auf Kapazitätsprobleme in der Infrastruktur.

Das Unternehmen hat eine interne Untersuchung eingeleitet, bislang aber keine offizielle Stellungnahme zur Ursache des Ausfalls veröffentlicht.

Bereits die dritte Störung im Mai

Der heutige Totalausfall ist nicht der erste technische Rückschlag für OpenAI in diesem Monat. Bereits am 21. Mai gab es Warnungen vor Leistungseinbußen. Nur einen Tag vor dem aktuellen Desaster, am 28. Mai, bestätigte das Unternehmen eine weltweite Verlangsamung seiner Dienste, die zu erhöhten Latenzzeiten führte – sowohl für ChatGPT-Nutzer als auch für Entwickler, die auf die APIs angewiesen sind.

Schon am 27. Mai hatte OpenAI mit erhöhten Fehlerraten und Verbindungsabbrüchen zu kämpfen. Damals konnten die Verzögerungen bei ChatGPT bis zum frühen Morgen (US-Westküstenzeit) behoben werden, während die API-Probleme bis zum späten Vormittag anhielten.

KI-Chefs rudern bei Job-Prognosen zurück

Die technischen Probleme fallen in eine Zeit, in der führende Köpfe der Branche ihre früheren düsteren Prognosen zur Arbeitsmarktentwicklung revidieren. Am 28. Mai relativierten sowohl OpenAI-CEO Sam Altman als auch Nvidia-Chef Jensen Huang ihre früheren Warnungen vor massiver KI-bedingter Arbeitslosigkeit.

Altman räumte ein, dass seine früheren Einschätzungen zur Verdrängung von Büro-Einsteigerjobs falsch gewesen seien. Huang bezeichnete die Narrative von flächendeckenden Stellenstreichungen als „faul und verantwortungslos“. Dario Amodei, Chef des Konkurrenzunternehmens Anthropic, ergänzte, dass selbst bei einer Automatisierung von 90 Prozent aller Aufgaben die verbleibenden Rollen vermutlich von hochproduktiven Fachkräften besetzt würden.

SpaceX überholt etablierte KI-Trainingsverfahren

Während OpenAI mit seinen Infrastrukturproblemen kämpft, treiben andere Akteure die technische Entwicklung rasant voran. Am 28. Mai stellte SpaceX einen neuen Software-Stack vor, der das Training Künstlicher Intelligenz angeblich zehnmal schneller machen soll als bestehende Systeme. Die Lösung nutzt tausende spezialisierter Grafikprozessoren und soll die Trainingszeit für Modelle mit Billionen von Parametern auf wenige Wochen verkürzen.

MIT-Studie: KI-Nutzer zeigen geringere Hirnaktivität

Auch die Forschung liefert neue Erkenntnisse zu den Auswirkungen von KI auf den Menschen. Eine Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) aus der Mitte des Jahres 2025 ergab, dass Probanden, die ChatGPT für Schreibaufgaben nutzten, eine deutlich geringere Gehirn-Konnektivität aufwiesen als Teilnehmer, die ohne digitale Hilfe arbeiteten. Die Forscher beobachteten zudem, dass die große Mehrheit der KI-Nutzer unmittelbar nach Abschluss ihrer Aufgabe nicht in der Lage war, bestimmte Sätze zu reproduzieren, die sie gerade geschrieben hatten. Die Autoren führen dieses Phänomen auf kognitives Auslagern zurück – nicht auf eine Veränderung der allgemeinen Intelligenz.

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