OpenAI Dot: KI-Assistent lässt sich jetzt über iMessage und RCS nutzen

Ausgewählte ChatGPT-Pro-Abonnenten in den USA testen Dot per Nachricht; ein breiterer Europa-Start könnte in wenigen Wochen folgen.

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OpenAI weitet den Zugriff auf seinen proaktiven KI-Agenten Dot aus. Wie das Unternehmen über die Plattform X mitteilte, lässt sich der persönliche Assistent nun auch über iMessage und RCS ansteuern. Bislang war die Nutzung auf die offiziellen ChatGPT-Apps für Smartphones, Desktop-Systeme und den Webbrowser beschränkt.

Mit dem Schritt verfolgt das Unternehmen das Ziel, künstliche Intelligenz direkt in die alltägliche Kommunikation zu integrieren. Aus Sicht von OpenAI entfalte KI ihren größten Nutzen dort, wo Nutzer bereits etablierte Werkzeuge im Alltag verwenden.

Über die Nachrichtendienste können Anwender dem Assistenten Aufgaben per Text, Foto oder Sprachnotiz übertragen. Dot ist zudem in der Lage, eigenständig Entwicklungen zu beobachten und sich unaufgefordert mit Statusmeldungen oder Zwischenberichten bei den Nutzern zu melden.

Einbindung über bestehende Nachrichtendienste

Die Aktivierung des Dienstes erfolgt in den Einstellungen des Dot-Profils über die Option für Textnachrichten. Laut Hilfeseiten von OpenAI wird der eigentliche SMS-Versand über einen externen Dienstleister abgewickelt. Der Assistent greift dabei über alle Zugangspunkte hinweg auf den gespeicherten Kontext und verknüpfte Erweiterungen zurück.

Zugriff auf sonstige private Textverläufe erhält die Software laut Unternehmensangaben jedoch nicht. Einem Bericht von 9to5Mac zufolge eröffnet die Anbindung an iMessage und RCS theoretisch auch einen Weg, Dot über die Apple Watch zu nutzen, wenngleich dieses Szenario bislang noch ungetestet sei.

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Die Veröffentlichung erfolgt zunächst im Rahmen einer begrenzten Testphase in den USA für ausgewählte Abonnenten von ChatGPT Pro. OpenAI hatte Dot Ende September 2026 anlässlich seines Developer Day als dauerhaften persönlichen Assistenten vorgestellt. Das System steht zahlenden Kunden ab der Pro-Stufe ab einem monatlichen Preis von 100 US-Dollar zur Verfügung.

Hintergrundsysteme und geplanter Europa-Start

Dots arbeitet im Hintergrund und verknüpft unter anderem Kalender, E-Mail-Postfächer und Rechnerumgebungen miteinander. Details zur technischen Architektur, den verfügbaren Schnittstellen sowie den Unterschieden zwischen einzelnen Pro-Stufen hält das Unternehmen bislang weitgehend unter Verschluss.

Produktchef Alexander Embiricos erklärte im Rahmen der Konferenz TechCrunch Disrupt, die Konzeption des Assistenten gehe auf das Programmierwerkzeug Codex zurück. Ziel sei eine einheitliche Entität in einem kontinuierlichen Gespräch.

Derzeit führt OpenAI nach Angaben von Embiricos intensive Gespräche mit mehreren Zahlungsdienstleistern, um dem Assistenten künftig auch das autonome Tätigen von Ausgaben zu ermöglichen.

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Die Kontrollmechanismen für den Datenschutz gelten derzeit noch als grob gefasst; die Standardberechtigungen seien daher bewusst vorsichtig gestaltet und erfordern häufige manuelle Bestätigungen. In ersten Praxistests wies das System vereinzelt noch Schwächen im Zeitmanagement auf, indem es Terminkonflikte mitunter erst drei Minuten vor Beginn meldete.

In Europa ist das System derzeit nur eingeschränkt verfügbar. Während Pro-Konten im Europäischen Wirtschaftsraum, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich vorerst noch ausgeschlossen bleiben, besitzen vereinzelte Unternehmenskonten bereits Zugriff.

Auf der Konferenz DevDay Exchange Berlin stellte OpenAI jedoch in Aussicht, dass ein breiterer Rollout in Europa nach Abschluss laufender Gespräche mit Regulierungsbehörden in wenigen Wochen beginnen könnte.

Mehr zum Thema bei 9to5Mac: „OpenAI expanding ChatGPT dot access to iMessage and RCS“