OpenAI Dots: KI-Agenten sollen künftig 1,2 Milliarden ChatGPT-Nutzer erreichen

Die Agenten bearbeiten Aufgaben über mehrere Anwendungen; Preise für zusätzliche Dots sind noch offen, und der Start schließt Teile Europas aus.

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OpenAI beabsichtigt, die Funktionen seiner neuen Agentenplattform Dots direkt in ChatGPT zu integrieren und damit perspektivisch 1,2 Milliarden Nutzern zugänglich zu machen. Dies kündigte Tibo Sottiaux von OpenAI an.

Das Unternehmen hatte die dauerhaft aktiven KI-Agenten am 29. September 2026 auf der Entwicklerkonferenz DevDay in San Francisco der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Systeme sind darauf ausgelegt, Aufgaben über verschiedene Programme hinweg eigenständig weiterzubearbeiten, Software zu testen und Recherchen auszuführen.

Eigener Cloud-Rechner und Anbindung an Tausende Anwendungen

Dots setzen auf dem Modell GPT-6 Astra auf. Jeder Agent arbeitet in einer isolierten Cloud-Umgebung inklusive eigenem Browser und kann auf mehr als 4.000 Anwendungen zugreifen.

Die Interaktion erfolgt über ChatGPT, Slack sowie Microsoft Teams unter Beibehaltung des gemeinsamen Kontextes; Anbindungen an SMS und Telefonie befinden sich in Vorbereitung. Zudem erprobt OpenAI sogenannte Specialist Dots in Unternehmenspiloten und arbeitet an einer Verknüpfung mit Microsoft Agent 365.

Nach Angaben von Sottiaux speichern Dots den persönlichen Nutzungskontext und können bis zu 10 Geräte steuern. Ein Agent habe ihn vor einer Konferenzvorführung fünf Minuten vorab auf einen Produktionsausfall hingewiesen, den Ingenieure rechtzeitig beheben konnten.

OpenAI beschäftigt laut Sottiaux inzwischen mehr als 120 ehemalige Startup-Gründer. Am 5. Oktober 2026 wurde zudem bekannt, dass Dots fortlaufende Projektarbeit über Dokumente hinweg leisten können, etwa bei der Umsatzverfolgung oder dem Aktualisieren von Präsentationen, wobei im ersten Monat erweiterte Nutzungslimits gelten.

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Schrittweiser Rollout mit regionalen Ausnahmen

In berechtigten Regionen ist der erste Dot ohne Zusatzkosten in den Abonnements Pro und Business Premium enthalten. Für Firmenkunden in den Bereichen Enterprise, Bildung und Gesundheit steht nach der Freigabe durch Systemadministratoren eine Beta-Phase bereit. Persönliche Pro-Konten im Europäischen Wirtschaftsraum, in der Schweiz und im Vereinigten Königreich sind zum Start jedoch ausgeschlossen.

OpenAI-Chef Sam Altman stufte Dots bei der Vorstellung am 29. September 2026 wegen der hohen Rechenanforderungen als anfängliches Premiumprodukt ein, stellte jedoch eine spätere Massenmarktversion in Aussicht. Während einer Präsentation schlug die Sprachfunktion fehl.

Die Preise für zusätzliche Dots stehen noch nicht fest. Konversationen mit einem Dot belasten das reguläre ChatGPT-Kontingent nicht, wohl aber angestoßene Aufgaben in Codex oder ChatGPT-Work. Inhalte aus Firmen- und Bildungstarifen fließen standardmäßig nicht in das Training der KI-Modelle ein.

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Sicherheitsregeln und neue Entwicklerschnittstellen

Zum Schutz vor ungewollten Aktionen ist die Hintergrundrecherche der Agenten schreibgeschützt, während verknüpfte Apps bei proaktiven Suchen im Lesemodus verbleiben.

Änderungen oder das Versenden von Nachrichten unterliegen festgelegten Genehmigungen, und Zugriffe auf lokale Computer erfordern eine manuelle Freigabe. OpenAI betonte zugleich, dass Dots Fehler unterlaufen können; Altman warnte auf der Konferenz vor Kontrollverlusten durch zu leistungsfähige KI-Systeme.

Bereits am 28. September 2026 hatte OpenAI die Veröffentlichung seines neuesten Modells verschoben, nachdem dieses interne Sicherheitskriterien verfehlt hatte. Sottiaux bestätigte, dass ein intern als 6.1 Astra bezeichnetes Modell aus Sicherheitsgründen zurückgehalten werde.

Flankierend führte OpenAI auf der Konferenz die Agents API als öffentliche Beta mit Multi-Agent-Orchestrierung ein, nutzbar auf OpenAI-Infrastruktur oder Plattformen wie Cloudflare, DigitalOcean und Vercel.

Zudem stellte das Unternehmen die Plattformfunktion Sign in with ChatGPT vor, die bereits von 16 Firmen wie Devin, Notion und Vercel unterstützt wird. Ein geplanter Enterprise-Marktplatz soll mehr als 30 Partner umfassen, darunter Adobe, Figma, Salesforce und ServiceNow. Für Plugin-Entwickler plant OpenAI umsatzabhängige Erlösanteile.