OpenAI-Exodus: Zehn Führungskräfte verlassen KI-Konzern 2026

Bei OpenAI verlassen mehrere Führungskräfte das Unternehmen, während neue Büros in Asien-Pazifik und das Modell Astra vorangetrieben werden.

Der US-amerikanische KI-Entwickler OpenAI verzeichnet eine signifikante Fluktuation in seiner Führungsebene. Seit Anfang des Jahres haben mehr als zehn hochrangige Führungskräfte das Unternehmen verlassen, darunter der Chief Operating Officer (COO), der Chief Revenue Officer (CRO) sowie der Chief Marketing Officer (CMO). Jüngster Abgang in dieser Reihe ist Chris Malone, der den Bereich der Rechenzentren verantwortete.

Malone schied in der vergangenen Woche aus dem Unternehmen aus, nachdem er seine Tätigkeit bei OpenAI im März 2025 aufgenommen hatte. Infolge dieser Personalie wird das Infrastrukturteam fortan von Sachin Katti geleitet. Parallel dazu nimmt Mitbegründer Greg Brockman wieder eine aktive Führungsrolle innerhalb der Organisation ein.

Umbau in der Führungsriege und strategische Abgänge

Neben dem Bereich Infrastruktur ist auch die Produkt- und Geschäftsleitung von personellen Veränderungen betroffen. Fidji Simo tritt von ihrem Posten zurück. Als Grund für diesen Schritt wurde die chronische Erkrankung POTS angeführt.

Sam Altman dankte Simo für ihre Arbeit; sie soll dem Unternehmen künftig in einer beratenden Teilzeitrolle erhalten bleiben. Vor ihrem Engagement bei OpenAI war Simo unter anderem als CEO von Instacart sowie zwischen 2019 und 2021 als Facebook-Chefin beim Technologiekonzern Meta tätig.

Weitere profilierte Experten haben das Unternehmen bereits in den vergangenen Monaten verlassen. Der Forscher Barret Zoph, der OpenAI im Juni den Rücken kehrte, wechselte zum Wettbewerber Google. Dort bekleidet er nun die Position des Vice President of Research und ist an der Entwicklung des Modells Gemini beteiligt.

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Kevin Weil, der bis Oktober 2025 die Rolle des Chief Product Officer innehatte, gehört mittlerweile dem Board von Stoke Space an, einem Start-up, das sich auf die Entwicklung wiederverwendbarer Raketen spezialisiert hat.

Expansion im asiatisch-pazifischen Raum

Trotz der Abgangswelle treibt OpenAI seine internationale Präsenz voran, insbesondere im Raum Asien-Pazifik (APAC). Das Unternehmen eröffnet neue Büros in Singapur, Tokio, Seoul, Sydney und Delhi. In diesem Zusammenhang wurde Sandhya Devanathan, zuvor Meta-Vizepräsidentin für Indien und Südostasien, als neue Vizepräsidentin für Südostasien und Australien gewonnen.

Devanathan wird ihre Position im Oktober mit Sitz in Singapur antreten und an Kiran Mani berichten. Ihr Verantwortungsbereich umfasst das Verbraucherwachstum, die Akzeptanz der Technologien in Unternehmen sowie die Zusammenarbeit mit Regulierungsbehörden und Partnern. Für den indischen Markt wurde zudem Prabhjeet Singh ernannt, um die dortigen Aktivitäten zu koordinieren.

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Fokus auf das Modell „Astra“ und den geplanten Börsengang

Die personelle Neuaufstellung erfolgt vor dem Hintergrund ambitionierter geschäftlicher Ziele. OpenAI hatte im Juni einen Börsengang (IPO) beantragt, der nach derzeitigen Prognosen für das Jahr 2027 erwartet wird.

Technologisch setzt das Unternehmen auf die nächste Generation seiner KI-Systeme. Anfang August wurde VIP-Kunden das Modell „Astra“ vorgestellt. Diese Entwicklung ist darauf ausgelegt, mehrere Agenten zu koordinieren, Desktop-Software zu bedienen und komplexe Aufgaben wie die Erstellung von Präsentationen oder Finanzberichten über mehrere Tage hinweg autonom auszuführen. Sam Altman bezeichnete Astra als das erste Modell, dem eine wirklich bedeutende Erfindung gelungen sei.