US-Bundesbehörden haben den 35-jährigen OpenAI-Ingenieur Abdulrahman Alfozan festgenommen. Dem saudischen Staatsangehörigen wird vorgeworfen, ein verstecktes Audioaufnahmegerät in einem Executive-Konferenzraum der OpenAI-Zentrale in San Francisco installiert zu haben, wie aus Berichten vom 13. Oktober 2026 hervorgeht.
Alfozan, gegen den Anklage wegen des illegalen Abfangens mündlicher Kommunikation erhoben wurde, verbleibt nach einer ersten gerichtlichen Anhörung in Bundeshaft. Sein nächster Gerichtstermin ist für den 19. Oktober 2026 angesetzt. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 5 Jahre Haft, eine Geldstrafe von 250.000 US-Dollar sowie 3 Jahre Bewährung.
Abhörtechnik hinter Konferenzraum-Fernseher platziert
Der Vorfall geht auf die vergangenen Wochen zurück: Die Staatsanwaltschaft nimmt an, dass das Aufnahmegerät am oder um den 28. September 2026 im Konferenzraum angebracht wurde. Am 30. September 2026 stieß ein Mitarbeiter bei einem Sicherheitsdurchgang auf ein kleines, verschlüsseltes Audioaufnahmegerät, das in Toilettenpapier eingewickelt an einem USB-Anschluss hinter einem Fernseher steckte.
In dem betroffenen Raum werden hochvertrauliche technische, kommerzielle und strategische Informationen diskutiert; Alfozan selbst besaß für diesen Bereich keine Zugangsberechtigung.
Laut FBI-Direktor Kash Patel sollte die Vorrichtung sensible Kommunikation über die Superintelligenz-Technologie des KI-Unternehmens aufzeichnen. OpenAI erklärte indessen, dass keine Hinweise auf einen Zugriff auf Modellgewichte, Quellcode oder Kundendaten oder deren Exfiltration vorlägen.
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Interne Analyse führte zur Festnahme
Die Ermittler kamen Alfozan schrittweise auf die Spur. Am 5. Oktober 2026 wurden in einer unbeaufsichtigten Tasche eine Geldbörse, ein Ausweis sowie ein zweites Aufnahmegerät aufgefunden. Videoaufnahmen zeigten den Ingenieur an mehreren Tagen vor diesem Fund im Umfeld des Raumes sowie beim Blick hinter den besagten Fernseher. OpenAI setzte eigene interne KI-Modelle ein, um den Verdächtigen zu identifizieren, und übergab den Fall an das FBI.
Am 9. Oktober 2026 nahm das FBI Alfozan fest; OpenAI entließ ihn am selben Tag. Aus den Ermittlungsakten geht hervor, dass Alfozan über Wochen hinweg einen Produktivitäts-Agenten sowie einen KI-Chatbot genutzt haben soll, um den Abhörversuch zu planen.
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Über das Chatbot-Konto seiner Ehefrau wurden zudem zwischen dem 24. und dem 30. September 2026 detaillierte Fragen zu Bau, Installation, Verschlüsselung sowie zu WLAN- und Fernzugriffsmöglichkeiten gestellt.
Alfozan weist einen prominenten beruflichen Hintergrund auf: Er absolvierte ein Studium am MIT, arbeitete früher für Tech-Konzerne wie Meta, Microsoft und SAP und wird laut Website-Angaben als Partner beim Wagniskapitalgeber Raed Ventures mit Sitz in Riad geführt.
Bei OpenAI, dessen annualisierter Umsatz laut Reuters im September fast 50 Mrd. USD erreichte, kam es zudem zu weiteren personellen Konsequenzen: Das Unternehmen entließ die drei Forscher Jasmine Wang, Tomek Korbak und Mikita Balesni.

