Das KI-Unternehmen OpenAI wagt den Schritt in die Hardware-Welt und entwickelt einen persönlichen KI-Assistenten zum Hören und Reden.
Der smarte Lautsprecher kommt ohne Display aus und soll sich wie ein menschlicher Begleiter anfühlen. Das Gerät kann sich bewegen, verfügt über mechanische Komponenten und soll eine eigene Persönlichkeit entwickeln. Es ist das erste eigene Hardware-Produkt des ChatGPT-Entwicklers. Die Vorstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, der Verkauf soll 2027 starten.
KI zum Anfassen – aber ohne Bildschirm
Der portable, bildschirmlose Lautsprecher setzt auf das Sprachmodell GPT-Live. Nutzer können Fragen stellen, Musik abspielen oder ihr Smart Home steuern – alles per Stimme. Eine Kamera, verschiedene Sensoren und ein Akku gehören zur Grundausstattung. Das Besondere: Das Gerät lernt mit der Zeit die Gewohnheiten seiner Besitzer kennen, analysiert sogar E-Mails und passt sich individuell an.
Entwickelt wurde der Assistent in Zusammenarbeit mit Jony Ive, dem legendären Apple-Designer, und seiner Firma LoveFrom. Ein Team ehemaliger Apple-Ingenieure arbeitet ebenfalls an dem Projekt.
Milliarden-Investition in die Hardware-Zukunft
OpenAI investiert massiv in den neuen Geschäftsbereich. Für umgerechnet rund 6,5 Milliarden Euro übernahm das Unternehmen die Firma io Products, um sich Hardware-Know-how ins Haus zu holen. Mehr als 400 frühere Apple-Mitarbeiter wurden eingestellt.
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Der smarte Lautsprecher ist nur der Anfang. Insidern zufolge arbeiten die Kalifornier an rund fünf Hardware-Projekten gleichzeitig. Die langfristige Roadmap umfasst sogar ein KI-Smartphone, tragbare Geräte wie einen Anhänger und Haushaltsroboter. Zum Vergleich: Was für SAP oder die Telekom die Cloud-Strategie ist, könnte für OpenAI die Hardware-Expansion werden.
Rechtsstreit mit Apple belastet die Beziehungen
Die Expansion ins Hardware-Geschäft hat den Konkurrenzkampf mit Apple verschärft. Der iPhone-Konzern verklagte OpenAI wegen angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen. OpenAI weist die Vorwürfe zurück: Das eigene Gerät unterscheide sich grundlegend vom HomePod, es gebe keine Belege für gestohlenes Wissen. Apple beantragt eine einstweilige Verfügung.
Die Ankündigung zeigte bereits Wirkung an den Börsen. Die Aktien des Audio-Spezialisten Sonos fielen am 15. Juli um mehr als zehn Prozent. Anleger fürchten offenbar neue Konkurrenz im Lautsprechermarkt.
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KI-Branche im Hardware-Fieber
OpenAI, das eigenen Angaben zufolge einen Börsengang vorbereitet, treibt den Ausbau seines Ökosystems voran. Das junge Hardware-Start-up Hark AI sammelte kürzlich umgerechnet rund 700 Millionen Euro in einer Serie-A-Finanzierungsrunde ein – bei einer Bewertung von knapp sechs Milliarden Euro. Der Trend ist klar: Künstliche Intelligenz soll nicht nur auf dem Bildschirm, sondern im ganzen Haushalt präsent sein.

