Der US-amerikanische KI-Entwickler OpenAI baut seine Präsenz in Europa weiter aus und hat seine erste kommerzielle Niederlassung in Spanien eröffnet. Wie spanische Medien am 4. November 2026 unter Berufung auf Eintragungen im dortigen Handelsregister berichteten, wurde dafür die Gesellschaft OpenAI Spain Iberia SL mit offiziellem Betriebsstart am 17. September 2026 gegründet. Die neue Vertretung des Unternehmens hat ihren Sitz in der Calle Prim 19 in Madrid.
Die im spanischen Registro Mercantil eingetragene Tochtergesellschaft verfügt über ein Stammkapital von 3.000 Euro. Als alleiniger Gesellschafter fungiert das US-Mutterunternehmen OAI INTERNATIONAL INC. Die Geschäftsführung der spanischen Einheit teilen sich Stephen Anthony Bonovich sowie Robert Jaylin Wu, der zugleich die britische Filiale des Unternehmens leitet.
Aufbau des Teams und Ausbau der Vertriebsaktivitäten
Zum Start plant OpenAI in Madrid mit einer Anfangsbesetzung von rund 10 Mitarbeitern. Die Aufgabenbereiche der ersten Neueinstellungen konzentrieren sich vor allem auf technische Positionen sowie auf den Aufbau und die Pflege institutioneller Beziehungen.
Aus aktuellen Stellenausschreibungen geht hervor, dass das Unternehmen in Spanien unter anderem KI-Deployment-Ingenieure, Fachkräfte für den technischen Kundensupport sowie spezialisierte KI-Ingenieure für das Programmier- und Code-Modell Codex sucht.
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Das strategische Ziel der spanischen Tochtergesellschaft ist die gezielte Expansion im iberischen Markt. Der Schwerpunkt der geschäftlichen Aktivitäten liegt laut Registereintrag auf dem Softwarevertrieb, der Softwareentwicklung sowie Forschungsaktivitäten im Bereich künstlicher Intelligenz.
Wachsender Markt für Unternehmenskunden in Europa
Die Eröffnung in Madrid folgt auf den kontinuierlichen Ausbau der europäischen Standorte von OpenAI. Nach der Errichtung einer Vertretung in London vor drei Jahren folgten weitere Niederlassungen in Dublin, Paris und Brüssel. Mit der neuen Einheit in Madrid bedient OpenAI einen Markt, in dem das Unternehmen bereits über prominente Großkunden verfügt.
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Im spanischen Finanzsektor kommt die Technologie des Unternehmens bereits in erheblichem Umfang zum Einsatz. Die Großbank BBVA startete nach einem anfänglichen Pilotprojekt mit 3.000 Zugängen eine breite Bereitstellung für 125.000 Mitarbeiter. Auch die Banco Santander zählt zu den festen Referenzen und verzeichnet über 30.000 Nutzer der Systeme des KI-Anbieters.
Der Schritt nach Madrid spiegelt zugleich den intensiven Wettbewerb unter führenden Anbietern generativer KI wider: Der Konkurrent Anthropic, Entwickler des Sprachmodells Claude, hatte bereits sechs Monate vor der Gründung der OpenAI-Einheit mit der Anthropic PBC Spain SL eine eigene spanische Tochtergesellschaft in Madrid ins Leben gerufen.

