OpenAI kauft Ona: Codex wächst um 400 Prozent

Monday.com treibt autonome KI-Agenten voran, investiert in Startups und eröffnet Asien-Pazifik-Zentrale. OpenAI übernimmt Cloud-Firma Ona.

Statt simpler Chat-Bots sollen künstliche Intelligenzen künftig komplexe Arbeitsabläufe eigenständig ausführen – und das per natürlicher Sprache.

Monday.com setzt auf KI und investiert Millionen

Der Workflow-Spezialist monday.com hat am Montag gleich mehrere strategische Weichen gestellt. Das Unternehmen launchte einen neuen KI-Agenten für Google Cloud Gemini Enterprise. Nutzer können damit Arbeitsprozesse direkt in der Google-Umgebung per Sprachbefehl steuern. Die Integration erhielt die offizielle Zertifizierung „Google Cloud Ready – Gemini Enterprise“.

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Parallel dazu gründete monday.com den Risikokapitalfonds Monday Ventures mit einem Volumen von bis zu 200 Millionen Euro. Geleitet wird der Fonds von Aviel Ichai. Bereits investiert wurden 50 Millionen Euro – unter anderem in eine Seed-Runde für Blocks.diy, ein Startup ehemaliger monday.com-Mitarbeiter. Weitere Beteiligungen flossen in Guidde (50 Millionen Euro Serie B) und NanoCo (12 Millionen Euro Seed-Runde).

Die Expansion kommt nicht von ungefähr: Im ersten Quartal 2026 erzielte monday.com einen Umsatz von rund 351 Millionen Euro – ein Plus von 24 Prozent im Jahresvergleich. Allerdings hatte die Aktie im Februar nach einer Prognoseverfehlung um 21 Prozent nachgegeben.

Neues Asien-Pazifik-Hauptquartier

Das Unternehmen ernennt zudem sein Singapur-Büro zum zweiten Hauptsitz für die Region Asien-Pazifik. Von dort aus sollen die Märkte in Südostasien, Nordostasien und Indien erschlossen werden. Das bestehende Büro in Sydney bleibt bestehen.

Integrationen öffnen sich für externe KI-Agenten

Mehrere Plattformanbieter öffnen ihre Systeme für KI-Agenten von Drittanbietern. ServiceNow stellte Anfang Mai seine Action Fabric vor – einen MCP-Server, der externen Agenten wie Anthropics Claude den Zugriff auf Unternehmenssysteme ermöglicht. Dabei bleiben bestehende Sicherheits- und Prüfprotokolle erhalten. Anthropic fungiert als erster Design-Partner.

Auch Smartsheet hat nachgerüstet: Die Plattform unterstützt nun Microsoft Copilot, OpenAI ChatGPT und Google Gemini Enterprise. Der interne KI-Assistent Smart Assist zählt bereits über 22.000 Nutzer und hat seit März mehr als drei Millionen KI-Aktionen verarbeitet.

Für regulierte Branchen bietet Quickwork seit Montag ein neues Modell an: Banken und Krankenhäuser können die Integrationsplattform in ihrer eigenen Private Cloud oder on-premises betreiben – gesteuert über eine zentrale Verwaltungskonsole.

Spezialisierte Plattformen für konkrete Anwendungsfälle

Der Markt für branchenspezifische KI-Lösungen wächst rasant. Konecta launchte am Dienstag Kolibri, eine Plattform mit vorgefertigten KI-Agenten für Kundenbetreuung – etwa für Rechnungsmanagement oder Terminbuchungen. Die Lösung integriert Salesforce, Google Cloud und ElevenLabs und bietet Kostenkontroll-Dashboards.

SoftServe präsentierte am Montag seine Agent Management Platform. Sie verkürzt die Einführungszeit für KI-Agenten von mehreren Monaten auf vier Wochen. Im Werbetechnologie-Sektor gelang eine Inbetriebnahme sogar in weniger als drei Tagen. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass nahezu alle Unternehmen innerhalb der nächsten zwei Jahre KI-Agenten im Produktivbetrieb einsetzen werden.

Cybersicherheit: KI gegen Bedrohungen

Im Sicherheitsbereich bringt Filigran mit XTM One eine KI-native Lösung auf den Markt. Das Tool soll die Erkennung von Bedrohungen um bis zu 70 Prozent beschleunigen und die Vorbereitungszeit für Sicherheitstests um 80 Prozent reduzieren.

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Ebenfalls am Montag startete LTM mit BlueVerse for iRun ein Managed-Services-Modell, das eine automatisierte Lösungsrate von 60 bis 70 Prozent bei technischen Störungen anstrebt.

OpenAI kauft sich in die Cloud-Execution ein

Die Konsolidierungswelle setzt sich fort: OpenAI übernimmt das Startup Ona. Die Übernahme wurde am Sonntag bekannt gegeben. OpenAI will Onas Cloud-Execution-Technologie in seine Codex-Plattform integrieren, um langlebige KI-Agenten zu ermöglichen. Codex verzeichnet inzwischen über fünf Millionen wöchentliche Nutzer – ein Anstieg von 400 Prozent seit Jahresbeginn. Die Übernahme steht noch unter regulatorischem Vorbehalt.