OpenAI: Kostenlos ChatGPT Pro für Open-Source-Entwickler

OpenAI startet „Codex for Open Source“ mit kostenlosen Premium-Zugängen und erweitert Firmen-Features um Nutzungsanalysen.

Ab sofort erhalten aktive Open-Source-Maintainer sechs Monate kostenlosen Zugang zu ChatGPT Pro – ein Vorteil im Wert von rund 1.100 Euro.

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Gratis-Zugang für engagierte Entwickler

Das Programm mit dem Namen „Codex for Open Source“ erweitert den bestehenden Codex Open Source Fund, der mit einer Million Euro dotiert ist. Teilnehmende Maintainer bekommen nicht nur das Premium-Abonnement, sondern auch Zugriff auf Codex, API-Guthaben und optionale Codex-Sicherheitsfunktionen. Voraussetzung: ein aktives GitHub-Profil mit nachweisbaren Beiträgen zur Open-Source-Welt. Bewerbungen sind ab sofort über ein spezielles Formular auf der Unternehmenswebsite oder über ausgewählte GitHub-Repositories möglich.

Neue Verwaltungstools für Unternehmen

Parallel zur Entwickler-Initiative hat OpenAI am 18. Juni 2026 umfangreiche Updates für Firmenkunden eingeführt. Im Mittelpunkt steht eine erweiterte Nutzungsanalyse für ChatGPT Enterprise.

Über eine neue globale Administrationskonsole können IT-Verantwortliche den Kreditverbrauch jetzt detailliert überwachen – aufgeschlüsselt nach einzelnen Nutzern, Produkten oder spezifischen Modellen. Das System erlaubt die Einrichtung von workspace-weiten Kreditlimits, gruppenspezifischen Beschränkungen und individuellen Ausnahmen. Mitarbeiter können zudem ihren eigenen Verbrauch einsehen und zusätzliche Kredite direkt über die Plattform beantragen. Eine neue Unified Cost API ermöglicht die Integration in bestehende Unternehmenssysteme.

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Terminierte Aufgaben und Workflow-Automatisierung

Ebenfalls am 19. Juni 2026 führte OpenAI eine „Scheduled Tasks“-Funktion ein. Verfügbar auf Web und Mobile für Plus-, Pro-, Business- und Enterprise-Kunden, erlaubt dieses zentrale Dashboard die Verwaltung einmaliger, wiederkehrender oder überwachender Aufgaben. Die Anzahl gleichzeitiger Tasks ist abhängig vom Abonnement: „Go“-Nutzer dürfen drei Tasks ausführen, Pro- und Enterprise-Kunden bis zu 15. Die bisherige Pulse-Funktion wird nach einer 14-tägigen Übergangsphase eingestellt.

Forschung und Desktop-Integration

OpenAI weitet sein Angebot zudem auf den Wissenschaftsbereich aus. Seit dem 18. Juni 2026 testet das Unternehmen intern ein „ChatGPT for Science“-Abonnement. Basierend auf dem GPT-5.5-Modell, auch GPT-Rosalind genannt, ist dieser Dienst derzeit auf verifizierte Universitäten, Forschungseinrichtungen und Labore beschränkt. Zuvor war der Zugang nur pharmazeutischen Partnern vorbehalten.

Für Desktop-Anwender gibt es eine neue „Record & Replay“-Funktion für Codex – allerdings vorerst nicht in der EU. Das Tool zeichnet Computeraufgaben auf, die Codex dann in automatisierte „Skills“ umwandelt. Diese werden als SKILL.md-Dateien gespeichert und können innerhalb von Organisationen geteilt werden.

In der Betaphase befinden sich zudem neue Schnittstellen für Cloud-Speicher und Forschungstools, darunter Google Drive, OneDrive und SharePoint – verfügbar für Enterprise-, Team- und Education-Kunden. OpenAI meldet in diesem Zusammenhang einen Meilenstein: drei Millionen zahlende Enterprise-Kunden.

Regulatorische Anpassungen in Europa

Die neuen Funktionen folgen auf die Einführung mehrerer Codex-Fähigkeiten am 16. Juni 2026 im Europäischen Wirtschaftsraum, Großbritannien und der Schweiz. Dazu gehören Desktop-Steuerung und die „Memories“-Funktion. Letztere ist in Europa standardmäßig deaktiviert – eine Vorsichtsmaßnahme zur Einhaltung der DSGVO.

Für die kommenden Wochen sind Modell-Anpassungen geplant: GPT-4.5 wird am 27. Juni 2026 aus der ChatGPT-Oberfläche entfernt, das o3-Modell folgt am 26. August 2026. Diese Änderungen fallen zeitlich mit dem Inkrafttreten des EU AI Acts am 2. August 2026 zusammen.