Der KI-Spezialist OpenAI treibt seine globale Expansion weiter voran und besetzt eine zentrale Führungsposition im asiatisch-pazifischen Raum. Das Unternehmen gab bekannt, dass Sandhya Devanathan, die bisherige Vizepräsidentin für Indien und Südostasien bei Meta, zum Entwickler von ChatGPT wechselt.
Devanathan wird die neu geschaffene Position der Vizepräsidentin für Südostasien und Australien übernehmen und gilt damit als die ranghöchste Führungskraft von OpenAI in dieser Region.
In ihrer neuen Funktion wird Sandhya Devanathan ihren Dienstsitz in Singapur haben. Sie berichtet in dieser Rolle direkt an Kiran Mani, den Geschäftsführer für den gesamten asiatisch-pazifischen Raum (APAC) bei OpenAI. Der Beginn ihrer Tätigkeit ist für Oktober 2026 vorgesehen.
Das Aufgabengebiet der erfahrenen Managerin ist breit gefächert und umfasst neben dem allgemeinen Verbraucherwachstum auch die Einführung von KI-Lösungen in Unternehmen sowie den Aufbau strategischer Partnerschaften. Zudem wird sie für regulatorische Angelegenheiten und den operativen Betrieb in den Märkten Südostasiens und Australiens verantwortlich sein.
Langjährige Erfahrung im Technologiesektor
Sandhya Devanathan blickt auf eine Karriere von mehr als 25 Jahren zurück. Bevor sie sich für den Wechsel zu OpenAI entschied, war sie über ein Jahrzehnt für den Social-Media-Konzern Meta (ehemals Facebook) tätig. Ihr Weg dort begann im Jahr 2016 am Standort Singapur, zu einem Zeitpunkt, als das Unternehmen dort etwa 300 Mitarbeiter beschäftigte. In den folgenden Jahren übernahm sie zunehmend Verantwortung in der Region.
Seit Januar 2023 leitete sie das Indien-Geschäft von Meta und weitete ihre Zuständigkeit im Juni 2025 zusätzlich auf den südostasiatischen Markt aus. Während sie ihren Abschied von Meta bereits angekündigt hatte, blieb ihr nächster Karriereschritt zunächst öffentlich unbekannt.
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Ihr Wechsel erfolgt in einer Phase, in der Meta in Indien aufgrund von Fragen der Inhaltsmoderation unter verstärkter Beobachtung durch die Regulierungsbehörden steht. So entfernte der Konzern in Indien innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten 160.000 Konten, denen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Ausbeutung von Kindern vorgeworfen wurden.
Strategische Expansion von OpenAI im asiatisch-pazifischen Raum
Die Verpflichtung von Devanathan ist Teil einer umfassenden Wachstumsstrategie von OpenAI in Asien und Ozeanien. Das Unternehmen hat in den vergangenen Monaten seine Präsenz durch die Eröffnung neuer Büros in Tokio, Seoul, Sydney und Delhi sowie in Singapur deutlich verstärkt. Erst kürzlich wurde zudem Prabhjeet Singh als neuer Indien-Geschäftsführer vorgestellt.
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Die Region gewinnt für OpenAI zunehmend an Bedeutung, da unter anderem Indonesien und die Philippinen bereits zu den zehn größten Märkten für die Nutzung von ChatGPT zählen. Mit der Besetzung der neuen Vizepräsidenten-Stelle zielt das Unternehmen darauf ab, seine Marktposition in diesen wachstumsstarken Gebieten weiter zu festigen und die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und Regulierungsbehörden zu intensivieren.

