OpenAI und AARP: ChatGPT-Kurse für 1.000 Senioren in zehn Städten

OpenAI und AARP planen kostenlose ChatGPT-Kurse für rund 1.000 Senioren in zehn US-Städten und vermitteln dabei auch Schutz vor Betrug.

Die Organisation OpenAI und der US-Seniorenverband AARP haben eine Zusammenarbeit zur Förderung der technologischen Kompetenz älterer Menschen angekündigt. Im Rahmen eines neuen Pilotprojekts werden kostenlose Präsenz-Workshops für ChatGPT in mehreren US-Städten angeboten, um die digitale Kluft zwischen den Generationen zu verringern.

In einer gemeinsamen Initiative haben OpenAI und AARP den Start von Schulungsprogrammen für rund 1.000 ältere Erwachsene bekannt gegeben. Wie aus Berichten von Mitte September 2026 hervorgeht, ist das Projekt Teil der sogenannten OpenAI Academy und wird in Kooperation mit der AARP-Tochterorganisation OATS (Older Adults Technology Services) durchgeführt.

Die Kurse finden in zehn ausgewählten Städten in den USA statt, darunter Denver, Miami, San Antonio, St. Louis und Boise. Auch in den New Yorker Stadtteilen Queens sowie in den Twin Cities, Nashville, Fresno und San Antonio sind entsprechende Veranstaltungen geplant.

Fokus auf Alltagshilfe und Sicherheit

Die Inhalte der Workshops sind auf die spezifischen Bedürfnisse und Sicherheitsanforderungen von Senioren zugeschnitten. Den Teilnehmern soll vermittelt werden, wie sie generative Künstliche Intelligenz (KI) für die Erledigung von E-Mails, das Zusammenfassen umfangreicher Dokumente oder die Reiseplanung nutzen können.

Ein wesentlicher Bestandteil der Schulung ist zudem die Vermittlung von Sicherheitskompetenz: Die Senioren lernen, wie sie KI zur Erkennung von Betrugsversuchen (Scams) einsetzen können und wie sie Informationen über Medikamentenwechselwirkungen prüfen.

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In San Antonio fand in der zentralen Bibliothek bereits ein sogenannter AI Skills Jam statt, an dem rund 100 ältere Personen teilnahmen. Dabei standen neben der allgemeinen Funktionsweise von KI auch der Schutz persönlicher Daten und die praktische Alltagsnutzung im Vordergrund.

Demografischer Wandel bei der KI-Nutzung

Hintergrund der Initiative ist die aktuelle Nutzerstruktur von KI-Anwendungen. Während sich die Basis der ChatGPT-Nutzer derzeit stark auf Berufstätige unter 45 Jahren konzentriert, ist bei älteren Jahrgängen ein deutliches Wachstum zu verzeichnen.

Laut internen Daten von OpenAI stieg der Anteil der Nachrichten von US-Nutzern über 55 Jahren innerhalb eines Jahres von 6 Prozent auf fast 10 Prozent. Mit rund 38 Millionen Mitgliedern verfügt AARP über eine breite Basis, um diese wachsende Nutzergruppe gezielt anzusprechen.

Breite Basis an digitalen Bildungsangeboten

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Neben der Kooperation von OpenAI und AARP verzeichnen auch kommunale Einrichtungen weltweit ein steigendes Interesse an technischer Unterstützung für Senioren. In verschiedenen US-Bundesstaaten wie Illinois, Wisconsin und Minnesota bieten Bibliotheken und Gemeindezentren kostenlose Einzelberatungen und Grundkurse für Smartphones und Tablets an.

Im Davidson County in North Carolina sind für den 21. und 22. September 2026 spezielle Kurse zur Erstellung von KI-Agenten und zur Nutzung von Voice-Generatoren für Einwohner ab 55 Jahren geplant.

Auch in Europa und Afrika gibt es ähnliche Bestrebungen: In Spanien startet Ende September ein mehrwöchiges Programm für digitale Kompetenzen, während in Südafrika bereits Anfang September Workshops zu Themen wie Online-Banking und Cybersicherheit durchgeführt wurden.

International gilt Südkorea als Vorreiter bei der staatlich geförderten Digitalbildung für Senioren. Seit dem Jahr 2020 wurden dort umfangreiche Trainingsprogramme etabliert. Im Jahr 2025 wurden über 65.000 Kurse für rund 650.000 Menschen über 60 Jahre angeboten.

Eine staatliche Erhebung verdeutlichte dort die Notwendigkeit dieser Maßnahmen: Während nur 6 Prozent der unter 40-Jährigen Probleme mit digitalen Diensten angaben, lag dieser Wert bei den über 60-Jährigen bei 60 Prozent. Mehr als 80 Prozent dieser Altersgruppe nutzen demnach noch herkömmliche Wege, um etwa ein Taxi zu bestellen.