OpenAI und Cathedral Systems: Neuer Sicherheits-Sprint prüft KI-Abwehr

OpenAI vervierfacht durchschnittliche Prämien, ermöglicht kritische Infrastrukturverteidigern subventionierten Modellzugang und kooperiert mit Cathedral Systems.

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Das KI-Unternehmen OpenAI bereitet einen weiteren internen Sicherheits-Sprint vor und arbeitet dabei mit der IT-Sicherheitsfirma Cathedral Systems zusammen. Im Rahmen dieser Kooperation sollen Sicherheitsforscher von Cathedral Systems Modelle von OpenAI einsetzen, um die Abwehrsysteme des Unternehmens gezielt auf die Probe zu stellen und Schwachstellen zu identifizieren.

An dem Vorhaben beteiligen sich neben internen Teams von OpenAI auch neue Sicherheitsforscher sowie externe Sicherheitspartner. Genaue Angaben zu Umfang, Dauer und zeitlichem Ablauf des anstehenden Sprints machte das Unternehmen nicht.

Auch quantifizierte Sicherheitsergebnisse aus dem vorangegangenen Durchlauf liegen bislang nicht vor. Im letzten Sicherheits-Sprint hatten 25 Prozent der Produkt-Ingenieure des Unternehmens das Modell Codex genutzt, um Schwachstellen aufzuspüren, diese isoliert zu reproduzieren und Sicherheitsupdates vorzubereiten.

Am 2. November 2026 veröffentlichte OpenAI die Architektur sowie die zentralen Erkenntnisse dieses vorangegangenen Sprints. Cathedral-CEO Gavin Kliger bezeichnete die Partnerschaft mit externen Sicherheitsfirmen in diesem Zusammenhang als vorbildlich.

Erhöhte Prämien im Bug-Bounty-Programm

Parallel zu den internen Tests baute OpenAI sein Bug-Bounty-Programm deutlich aus. Die Belohnungen für kritische Sicherheitsfunde wurden mehr als vervierfacht. Der Mittelwert der Prämien für mittlere, hohe sowie kritische Schwachstellen vervierfachte sich im Schnitt ebenfalls.

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Wer eine kritische Schwachstelle in den Kernprodukten ChatGPT, Codex oder der API-Plattform entdeckt, erhält nun bis zu 30.000 US-Dollar. Bei außergewöhnlichen kritischen Funden reicht die Vergütung bis zu 100.000 US-Dollar, wobei durch zusätzliche Boni bis zu 172.000 US-Dollar erreicht werden können.

Als Beispiel für die angehobenen Sätze nannte das Unternehmen eine kritische Schwachstelle zur Ein-Klick-Kontoübernahme in ChatGPT: Ein solcher Fund wurde in der Vergangenheit mit 6.500 US-Dollar vergütet, bringt nach dem neuen Modell nun jedoch 51.577 US-Dollar ein.

Ergänzend führte OpenAI neue Bonus-Multiplikatoren für qualitativ hochwertige Berichte, ein fünfstufiges Treueprogramm und gesonderte Kampagnenboni für Schwerpunktbereiche ein. Für Berichte, die bisher nicht vergütet wurden, sowie für Auszahlungen aus den 30 Tagen vor der Bekanntgabe sagte OpenAI rückwirkende Zahlungen zu.

Modellzugang für kritische Infrastruktur

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Am 2. November 2026 teilte OpenAI zudem mit, den Zugang für vertrauenswürdige Verteidiger auszuweiten. Ziel sei es, Verteidigern den Einsatz von KI-Fähigkeiten zu ermöglichen, bevor potenzielle Angreifer diese ausnutzen können. In diesem Zusammenhang sagte das Unternehmen subventionierten Modellzugang im Wert von 1 Milliarde US-Dollar über einen Zeitraum von sechs Monaten für Akteure zu, die kritische Infrastrukturen verteidigen.

Den fachlichen Austausch mit der Sicherheitsbranche setzt das Unternehmen im weiteren Verlauf des Monats fort: Das Security-Team von OpenAI wird vom 20. bis 21. November auf der Fachveranstaltung PROMPT2PWN in Oakland vertreten sein.