Die erste KI-Hardware von OpenAI und Apple-Designlegende Jony Ive wird sich deutlich verzögern. Ein Start ist nun frühestens Ende Februar 2027 zu erwarten – ein Jahr später als ursprünglich geplant. Das geht aus aktuellen Gerichtsunterlagen hervor, die neue Einblicke in das geheime Projekt gewähren.
Gerichtsstreit enthüllt Verzögerung und Namensänderung
Die neuen Details kamen durch eine Markenrechtsklage ans Licht. Das Audio-Startup „iyO“ verklagte OpenAI, nachdem der KI-Riese das Hardware-Startup „io“ von Jony Ive übernommen hatte. Aus den Akten wird deutlich: Das Gerät steckt noch tief in der Entwicklungsphase.
OpenAI hat noch keine Verpackung, Branding- oder Marketingmaterialien erstellt. Ein Marktstart steht also nicht unmittelbar bevor. Als Konsequenz aus dem Rechtsstreit wird OpenAI den Namen „io“ für seine Hardware nicht verwenden. Eine Alternative ist noch nicht bekannt.
Passend zum Thema KI‑Entwicklung und regulatorischer Unsicherheit: Seit August 2024 gelten neue Regeln für KI‑Systeme – die EU‑KI‑Verordnung schreibt Kennzeichnung, Risikoklassen und umfassende Dokumentation vor. Für Unternehmen, die KI‑Hardware entwickeln, können das erhebliche Auswirkungen auf Zeitpläne und Releases haben und sogar Bußgelder nach sich ziehen. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt verständlich, welche Pflichten jetzt gelten, welche Fristen Sie im Blick behalten müssen und wie Sie Ihr Projekt rechtssicher vorbereiten. KI‑Verordnung: Umsetzungsleitfaden kostenlos herunterladen
Vision: Ein „drittes Kern-Gerät“ für den Alltag
Was genau entsteht, bleibt offiziell geheim. Doch frühere Berichte skizzieren ein revolutionäres Konzept. Es soll sich weder um ein Wearable noch um ein In‑Ear‑Produkt handeln. Stattdessen ist ein taschengroßes, bildschirmloses Gerät geplant.
Es soll als „drittes Kern-Gerät“ Smartphone und Laptop ergänzen. Die KI soll kontextuell die Umgebung und das tägliche Leben des Nutzers verstehen. Ziel ist eine nahtlosere Interaktion, die über das Tippen von Befehlen in Apps hinausgeht.
OpenAI-CEO Sam Altman soll begeistert von einem Prototypen gewesen sein. Intern bezeichnete er ihn als potenziell „das coolste Stück Technologie, das die Welt je gesehen hat“.
Wettlauf um die nächste KI-Generation
Die Verzögerung trifft einen hochdynamischen Markt. Weltweit ringen Unternehmen darum, die nächste Generation des persönlichen Computings zu definieren. Der Fokus liegt auf ambienten, KI‑nativen Erlebnissen.
Doch der Weg ist steinig, wie die Schwierigkeiten anderer KI‑Hardware‑Startups zeigen. Die Kombination aus OpenAIs KI‑Modellen und Ives Design‑Expertise nährt daher hohe Erwartungen – und viel Spekulation.
Bereits auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hatte ein OpenAI‑Manager einen Start Ende 2026 in Aussicht gestellt. Dieser Zeitplan ist nun hinfällig. Die Gerichtsakten liefern den bisher konkretesten, wenn auch unfreiwilligen Statusbericht.
Perfektion braucht Zeit
Mit dem neuen Startziel 2027 wird klar: Das Team nimmt sich Zeit für den ersten Hardware‑Auftritt. Das Fehlen von Marketingmaterialien unterstreicht, dass die reine Produktentwicklung im Vordergrund steht.
Der längere Zeitrahmen könnte für eine Verfeinerung der Nutzererfahrung, die Bewältigung von Lieferketten und die Realisierung der ambitionierten Vision genutzt werden. Die Tech‑Welt muss sich also noch gedulden. Die Frage bleibt: Kann die Partnerschaft zwischen KI‑Pionier und Design‑Ikone die Mensch‑Computer‑Interaktion neu erfinden?
PS: Die Verzögerung von OpenAIs Hardwareprojekt macht deutlich, wie Compliance‑Anforderungen Produktstarts verzögern können. Wenn Sie in Produktentwicklung, Hardware‑Design oder KI‑Integration arbeiten, darf die neue EU‑Regelung nicht erst zum Problem werden. Unser gratis E‑Book fasst die wichtigsten Anforderungen und Übergangsfristen der KI‑Verordnung zusammen, liefert praktische Checklisten für Entwickler und Hinweise zur Risikoklassifikation. So sind Sie vorbereitet und vermeiden Verzögerungen oder teure Nachbesserungen. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zur KI‑Verordnung sichern





