OpenAI verabschiedet GPT-4o: ChatGPT setzt voll auf GPT-5.2

OpenAI stellt die Vorgängermodelle GPT-4o und andere Legacy-Systeme im ChatGPT-Interface ein. Ab Mitte Februar 2026 ist nur noch die aktuelle GPT-5.2-Serie verfügbar.

OpenAI schaltet die Vorgängermodelle GPT-4o und andere Legacy-Systeme im ChatGPT-Interface ab. Ab dem 13. Februar 2026 steht Nutzern nur noch die aktuelle GPT-5.2-Serie zur Verfügung. Der Schritt markiert das Ende einer Ära und unterstreicht das atemberaubende Tempo im KI-Markt.

Veraltete Modelle werden ausgemustert

Die Entscheidung betrifft konkret die Modelle GPT-4o, GPT-4.1, GPT-4.1 mini und OpenAI o4-mini. Sie werden aus der Benutzeroberfläche des Chat-Dienstes entfernt. Der Grund ist simpel: Ihre Nutzung ist eingebrochen. Laut OpenAI macht GPT-4o nur noch etwa 0,1 Prozent der täglichen Interaktionen aus. Die Wartung lohnt sich nicht mehr.

Für Entwickler und Unternehmen ändert sich vorerst nichts. Die alten Modelle bleiben über die Programmierschnittstelle (API) verfügbar. So können bestehende Anwendungen weiterlaufen, während die Migration geplant wird. Für Endnutzer wird das Modell-Menü damit stark vereinfacht und konzentriert sich auf das Ökosystem von GPT-5.2.

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GPT-5.2 setzt sich als neuer Standard durch

Treiber der Ablösung ist der überwältigende Erfolg von GPT-5.2, das im Dezember 2025 veröffentlicht wurde. Das Modell hat sich in kürzester Zeit zum neuen De-facto-Standard entwickelt. Es übertrifft seine Vorgänger in puncto Leistung und Aktualität deutlich.

Ein Schlüssel zum Erfolg ist die dreistufige Architektur: Instant, Thinking und Pro. Sie passt die Antworten an die Komplexität der Aufgabe an. Die „Pro“-Variante setzt insbesondere bei logischem Schlussfolgern und Programmiergenauigkeit neue Maßstäbe. Zudem ist das Wissen des Modells aktueller – der Cut-off liegt jetzt im August 2025.

Wie OpenAI die „Kälte“-Kritik überwand

Der Weg dorthin war nicht ohne Hürden. Die erste Version von GPT-5, die im August 2025 vorgestellt wurde, erntete Kritik. Viele Nutzer empfanden den KI-Assistenten als zu „kalt“ und roboterhaft im Vergleich zum als warm und gesprächig empfundenen GPT-4o. Die Reaktion war so stark, dass OpenAI GPT-4o vorübergehend wieder für zahlende Abonnenten freischaltete.

Dieses Feedback prägte die Entwicklung von GPT-5.2 maßgeblich. Die neuen Modelle bieten nun anpassbare System-Prompts, mit denen Nutzer den Gesprächston und die Enthusiasmus-Level steuern können. Indem OpenAI den beliebten Konversationsstil von GPT-4o in die leistungsfähigere Architektur von GPT-5 integrierte, beseitigte es das letzte Hindernis für die Ablösung.

Rasante Obsoleszenz und was kommt als Nächstes

Die Abkündigung von GPT-4o, das im Mai 2024 als Flaggschiff-Innovation gefeiert wurde, zeigt die rasante Verfallsdauer in der Generativen KI. Innerhalb von nicht einmal zwei Jahren wurde es zum „Legacy“-Modell degradiert. Dieser Tempo setzt auch die Konkurrenz unter Druck.

Der Blick geht nun nach vorn. Die Konsolidierung auf GPT-5.2 bereitet das Feld für die nächste Evolutionsstufe: Autonome Agenten. Mit dem im Januar 2026 vorgestellten „Operator“-Tool gibt OpenAI einen Vorgeschmack. Dieser browserbasierte Agent soll mehrstufige Aufgaben im Namen des Nutzers ausführen können. Experten erwarten, dass sich 2026 der Fokus vom „Chatten“ mit KI hin zum „Einsetzen“ von KI für die Aufgabenerledigung verschiebt. GPT-5.2 wird dann das Reasoning-Hinter diesen agentenbasierten Workflows sein.

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