OpenClaw und Cursor: Zwei KI-Agenten erobern das Smartphone

OpenClaw und Cursor bringen KI-Agenten aufs Smartphone. Google erweitert parallel seine mobilen Gemini-Funktionen.

Die neuen Apps von OpenClaw und Cursor machen KI-Assistenten mobil, die bisher an den Desktop gefesselt waren. Ein Schritt, der die Art und Weise verändern könnte, wie wir mit künstlicher Intelligenz interagieren.

OpenClaw: Kontrolle über die eigenen Daten bleibt

Die OpenClaw Foundation veröffentlichte am 29. und 30. Juni 2026 ihre offiziellen Apps für iOS und Android. Anders als herkömmliche KI-Assistenten arbeiten sie nicht als eigenständige Programme, sondern als Begleitknoten für ein selbst gehostetes OpenClaw Gateway. Die Verbindung erfolgt per QR-Code oder Einrichtungs-Code – eine Architektur, bei der die Nutzer die Kontrolle über ihre Daten und API-Schlüssel behalten.

Die mobile Oberfläche unterstützt mehrere große KI-Anbieter, darunter OpenAI, Anthropics Claude, Google Gemini, DeepSeek und Ollama. Zu den Kernfunktionen zählen ein Sprachmodus für Echtzeit-Interaktion, die Möglichkeit, Aktionen der KI-Agenten zu genehmigen oder abzulehnen, sowie Push-Benachrichtigungen für Aufgaben-Updates. Die Apps greifen auf Kamera, Mikrofon, Standort, Fotos, Kontakte und Kalender zu – damit die Agenten mit lokalen Daten arbeiten können.

Doch der Start verlief nicht ohne Hindernisse. Erste Nutzer berichten von Bugs beim Kopplungsprozess und kritisieren das Design sowie die fehlende Geschmeidigkeit der Oberfläche. Die Zukunft des Projekts ist zudem ungewiss: Gründer Peter Steinberger wechselte Anfang des Jahres zu OpenAI, die OpenClaw Foundation führt die Entwicklung nun allein weiter.

Cursor: KI-Programmierung vom iPhone aus

Anzeige

Wer KI-Agenten auch unterwegs nutzen möchte, findet in diesem Leitfaden die wichtigsten Schritte zur Einrichtung von OpenClaw und Cursor auf dem Smartphone – inklusive Checkliste für Datensicherheit. Jetzt kostenlosen Praxis-Leitfaden anfordern

Parallel dazu brachte Cursor am 29. Juni eine Beta-Version seiner iPhone-App auf den Markt. Die Cursor Mobile App konzentriert sich auf KI-gestützte Entwicklung: Nutzer können von ihrem Smartphone aus Programmier-Agenten starten und steuern. Die Integration mit Live Activities auf iOS zeigt den Fortschritt von Codieraufgaben in Echtzeit an.

Entwickler können neue Projekte anstoßen oder mit Agenten weiterarbeiten, die sie zuvor am Desktop gestartet haben. Der mobile Vorstoß fällt mit einer bedeutenden Unternehmensentwicklung zusammen: SpaceX kündigte kürzlich Pläne zur Übernahme von Cursor an.

Google zieht nach: Neue Gemini-Funktionen für Mobilgeräte

Auch Google erweitert seine KI-Angebote für mobile Plattformen. Am 29. Juni machte der Konzern seine personalisierte KI-Bildgenerierung für berechtigte Nutzer in den USA kostenlos zugänglich. Die Funktion nutzt die Technologien „Nano Banana“ und Personal Intelligence, die auf Daten aus Google Fotos, Gmail, YouTube und der Google-Suche zugreifen, um maßgeschneiderte Bilder zu erstellen.

Anzeige

Entwickler, die ihre Programmier-Agenten vom Desktop aufs Handy bringen wollen, erhalten mit diesem Leitfaden eine konkrete Anleitung für die Cursor Mobile App und die Integration mit Live Activities. Cursor Mobile Guide jetzt sichern

Während Nutzer ab 13 Jahren Bilder generieren können, bleibt die Bearbeitungsfunktion auf Volljährige beschränkt. In Europa ist der Dienst aufgrund regionaler Datenschutzbestimmungen nicht verfügbar – ein bekanntes Hindernis für US-Tech-Unternehmen.

Parallel dazu führte Chrome 149 am 29. Juni ein neues Werkzeug ein: Mit „Select from screen“ können Nutzer auf macOS, Windows und Chromebook Plus einen Bereich auf ihrem Bildschirm auswählen und direkt an das Gemini-Seitenpanel zur Analyse übergeben.