openDesk: Zendis zeigt agentische KI und Offline-Betrieb für Behörden

Das Zentrum für Digitale Souveränität präsentierte Konzepte für KI-Assistenzen und vollständig internetfreie Nutzung von openDesk.

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Das Zentrum für Digitale Souveränität hat am 9. Oktober 2026 Machbarkeitsstudien für agentische künstliche Intelligenz und einen netzunabhängigen Betrieb der Bürosoftware openDesk vorgestellt.

Die neuen Funktionen sollen auf der Smart Country Convention gezeigt werden, die vom 13. bis zum 15. Oktober 2026 in Berlin stattfindet. Mit den technischen Konzepten zielt die Organisation darauf ab, den Funktionsumfang der quelloffenen Softwareplattform für den öffentlichen Sektor und regulierte Einsatzbereiche zu erweitern.

Agentische Assistenz und vollständiger Offline-Betrieb

Der vorgestellte Ansatz für agentische künstliche Intelligenz soll Informationen aus unterschiedlichen Anwendungen wie E-Mail, Kalender, Projektmanagement und Notizen zusammenführen und in Tagesbriefings aufbereiten.

Darüber hinaus ist vorgesehen, dass das System Aktionen über verschiedene Komponenten der Software-Suite hinweg selbstständig ausführen kann. Die Verknüpfung zwischen den zugrunde liegenden Sprachmodellen und den Anwendungen erfolgt dabei über einen MCP-Server.

Parallel dazu präsentierte das Zentrum für Digitale Souveränität ein Konzept für den sogenannten Air-Gap-Einsatz. Dieser Aufbau nutzt einen lokalen Server im Verbund mit Tablets und soll den vollständigen Funktionsumfang von openDesk ohne jede Verbindung zum Internet bereitstellen.

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Beide Ansätze sollen auf dem Berliner Branchenevent live im Betrieb demonstriert werden. Nach Angaben der Organisation sind mittlerweile bereits 100.000 Verwaltungsarbeitsplätze mit openDesk ausgestattet.

Ausbau des Partnernetzwerks im Open-Source-Umfeld

Zeitgleich verstärken spezialisierte Softwareanbieter die Zusammenarbeit innerhalb des openDesk-Ökosystems. XWiki SAS und die OpenProject GmbH kündigten eine Kooperation an, um das Aufgaben- und Projektmanagement von OpenProject eng mit der Dokumentationsplattform XWiki zu verzahnen. Die technische Integration befindet sich bereits in der Umsetzung.

Ziel der beiden Unternehmen, die Teil der vom Zentrum für Digitale Souveränität gesteuerten Initiative sind, ist der Aufbau einer europäischen Open-Source-Alternative zu etablierten proprietären Lösungen wie Jira und Confluence.

Geplant sind aufeinander abgestimmte Angebote, ein gebündelter Kundendienst und vereinfachte Beschaffungswege für öffentliche Institutionen. Das Interesse an alternativen Büroanwendungen zeigt sich auch auf internationaler Ebene: So stellte unter anderem der Internationale Strafgerichtshof seine Bürosoftware laut Medienberichten von Microsoft auf openDesk um.

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Veränderungen im Markt für Büroanwendungen

Die Vorstellung der neuen openDesk-Konzepte fällt in eine Phase anstehender Softwarewechsel in Behörden und Unternehmen. Bei Microsoft endet am 13. Oktober 2026 die Unterstützung für mehrere Versionen von Office 2021, darunter Home and Business, Home and Student sowie Professional für Windows und macOS. Die betroffenen Programme lassen sich zwar weiterhin starten, erhalten jedoch keine Fehlerbehebungen und Sicherheitsaktualisierungen mehr.

Als regulären Nachfolger offeriert der US-Konzern Office 2024, dessen Support bis Oktober 2029 vorgesehen ist. In Marktberichten werden vor diesem Hintergrund neben CryptPad auch Lösungen wie openDesk verstärkt als unabhängige Alternativen für digital souveräne Arbeitsumgebungen diskutiert.