OpenProject 17.6: XWiki-Integration positioniert Tool gegen Jira

OpenProject 17.6 integriert XWiki und verbessert agile Funktionen. Das Update positioniert sich als kostengünstige, europäische Alternative zu US-Anbietern.

6 eine tiefgreifende Integration des externen Wiki-Anbieters XWiki. Das Update positioniert das Tool als ernstzunehmende Alternative zu etablierten proprietären Systemen wie Jira und Confluence.

XWiki-Integration als Herzstück

Die zentrale Neuerung ist die XWiki-Anbindung, die als Enterprise-Add-on verfügbar ist. Sie erlaubt es, Arbeitspakete direkt mit externen Wiki-Seiten zu verknüpfen. Das schließt die Lücke zwischen Projektaufgaben und technischer Dokumentation – ein Bereich, in dem bisher oft mehrere Systeme parallel laufen mussten.

Doch damit nicht genug: OpenProject 17.6 bringt auch für agile Teams spürbare Verbesserungen. Neu sind die Definition spezifischer Sprint-Ziele, eine konsolidierte Übersicht aller Sprints sowie sogenannte Backlog-Buckets für eine bessere Aufgabenorganisation. Auch die Meeting-Workflows wurden optimiert: Tagesordnungspunkte lassen sich nun direkt in Arbeitspakete umwandeln.

Sicherheit und Lizenz-Anpassungen

Die Sicherheitsarchitektur wurde deutlich nachgeschärft. Die neue Version schließt Schwachstellen im Bereich CSV-Injection, schützt vor LDAP-Brute-Force-Angriffen und minimiert SSRF-Risiken (Server-Side Request Forgery) bei Integrationen.

Mit diesem Release hat OpenProject zudem sein Abo-Modell angepasst. Die Sprint-Sharing-Funktion, die teamübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht, wandert in den Basic-Enterprise-Tarif. Ein strategischer Schritt, während Unternehmen weltweit ihre Ausgaben für Projektmanagement-Software unter die Lupe nehmen.

Markt in Bewegung: Atlassian unter Druck

Anzeige

Wer die steigenden Atlassian-Lizenzkosten und die Abhängigkeit von US-Anbietern reduzieren will, findet im neuen OpenProject 17.6 mit XWiki-Integration eine ernstzunehmende Alternative. Der kostenlose Report zeigt, wie Sie in 5 Schritten migrieren und dabei bis zu 40 % Kosten sparen. Jetzt kostenlosen Strategie-Report anfordern

Die Konkurrenz schläft nicht – doch sie macht es ihren Kunden nicht leicht. Atlassian, Hersteller von Confluence, hatte bereits im Oktober 2025 die Preise erhöht. Analysen zeigen, dass über 94 Prozent der Confluence-Inhalte monatlich unangetastet bleiben. Kein Wunder also, dass Unternehmen nach schlankeren Alternativen wie Notion oder Slite Ausschau halten.

Die Beratungsfirma Empyra reagierte prompt und startete Anfang Juli einen Dienst zur Optimierung der Jira-Lizenzkosten. Ziel ist es, Unternehmen durch den Dschungel der Tarifstufen – von Free über Standard und Premium bis Enterprise – zu lotsen.

Europäische Alternativen im Aufwind

Der Zeitpunkt der OpenProject-Veröffentlichung ist kein Zufall. Öffentliche und private Einrichtungen setzen zunehmend auf europäisch gehostete oder Open-Source-Lösungen. Ein Paradebeispiel: Das deutsche Bundesland Mecklenburg-Vorpommern startete Anfang Juli eine Nextcloud-basierte Kollaborationsplattform. Sie ersetzt Microsoft SharePoint und soll 50.000 Mitarbeiter bedienen – 5.000 sind bereits aktiv.

Auch in der Industrie tut sich etwas. Dassault Systèmes integrierte das Open-Source-Tool Tuleap in sein CATIA-Portfolio. Die Verbindung von Application Lifecycle Management (ALM) und Product Lifecycle Management (PLM) zielt direkt auf die Ablösung isolierter Werkzeuge wie Jira und Confluence in Engineering-Workflows ab.

Anzeige

OpenProject 17.6 schließt die Lücke zwischen Aufgaben und Dokumentation – genau dort, wo Jira und Confluence teuer und intransparent bleiben. Für IT-Entscheider, die Datenschutz und Kosteneffizienz ernst nehmen: Der Report liefert einen konkreten Kostenvergleich und eine DSGVO-Checkliste. EU-Datenschutz-Whitepaper jetzt sichern

Und während OpenProject seine Wiki-Fähigkeiten ausbaut, ziehen andere Anbieter nach: ONLYOFFICE DocSpace Developer 3.7 brachte KI-gesteuerte Dateigenerierung und neue KI-Anbieter wie xAI und DeepSeek. IBM wiederum hält mit Version 1.1.1 seiner Rational Lifecycle Integration Adapters die Kompatibilität zu älteren Jira-Versionen aufrecht.

Der Trend ist klar: Der Markt für Projektmanagement und Dokumentation fragmentiert sich. Und OpenProject positioniert sich als europäische, quelloffene und kosteneffiziente Alternative in einem Feld, das lange von US-Anbietern dominiert wurde.