Oracle steht laut mehreren indischen Medienberichten kurz vor einer weiteren Entlassungswelle in Indien. Berichten von Economic Times und Moneycontrol zufolge könnten ab dem 1. September 2026, dem Beginn des zweiten Geschäftsquartals, zwischen 2.000 und 3.000 Stellen in Indien betroffen sein.
Andere Berichte sprechen von rund 3.000 Streichungen in Indien und global 7.000 bis 8.000 Stellen. Weitere Quellen nennen eine weltweite Größenordnung von 7.000 bis 10.000 Stellen, wobei die genaue Zahl für Indien unklar bleibt. Oracle selbst hat die Entlassungen bislang nicht offiziell bestätigt.
Unklares Ausmaß, verbreitete Verunsicherung
Die Angaben zur Zahl der betroffenen Beschäftigten schwanken je nach Quelle erheblich. Während Economic Times über 2.000 bis 3.000 Stellen in Indien berichtet, geht Moneycontrol von etwa 3.000 aus.
Laut Freepress Journal könnten es ebenfalls 2.000 bis 3.000 in Indien sein, global aber 7.000 bis 8.000. Peoplematters und Storyboard18 berichten übereinstimmend von weltweit 7.000 bis 10.000 möglichen Streichungen, ohne eine belastbare Zahl für Indien zu nennen. Die Investmentbank TD Cowen schätzt laut einem Bericht sogar, dass insgesamt 20.000 bis 30.000 Stellen betroffen sein könnten.
Berichten von Mashable und Indiatimes zufolge befürchten Oracle-Mitarbeiter in Indien Entlassungen zum 1. September 2026, ohne dass es dafür eine offizielle Bestätigung des Unternehmens gibt. Laut einer Schätzung des Analysedienstes EIIRTrend könnten davon 2.000 bis 3.000 Stellen in Indien betroffen sein.
Bereits umfangreicher Stellenabbau im laufenden Geschäftsjahr
Die möglichen neuen Kürzungen würden auf bereits erfolgte Einschnitte folgen. Nach Angaben mehrerer Berichte hat Oracle im laufenden Geschäftsjahr 2026 bereits rund 21.000 Stellen abgebaut, was einem Rückgang von etwa 13 Prozent entspricht – von 162.000 auf 141.000 Beschäftigte weltweit.
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In Indien selbst, wo Oracle nach Angaben von News18 rund 30.000 Mitarbeiter beschäftigt, seien laut Freepress Journal bereits 12.000 Stellen gestrichen worden.
Ein Bericht von 9newshd.tv verweist zudem auf erhebliche Entlassungen im März 2026, von denen unter anderem die Bereiche Engineering, Architektur, Operations und Programm-Management betroffen gewesen seien – die genaue Zahl blieb damals unbestätigt, Schätzungen gingen von rund 10.000 Stellen aus.
Die Restrukturierung schlägt sich auch in der Bilanz nieder: Laut Berichten von Dainikjagranmpcg und 7Globe fielen im Geschäftsjahr 2026 Restrukturierungskosten von 1,8 Milliarden US-Dollar an, geplant seien 2,1 Milliarden US-Dollar.
Gleichzeitig investierte Oracle im selben Zeitraum massiv in Infrastruktur: Die Investitionsausgaben lagen bei 55,7 Milliarden US-Dollar, während der Umsatz laut Dainikjagranmpcg um 17 Prozent auf 67,4 Milliarden US-Dollar stieg. Laut Startupfortune verzeichnete Oracle im selben Zeitraum einen negativen freien Cashflow von 23,7 Milliarden US-Dollar.
Parallel: Microsoft setzt Mitarbeiter in Indien auf Leistungsprogramme
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Unabhängig von den Oracle-Entwicklungen berichten News18, Newindianexpress und Freepress Journal übereinstimmend, dass Microsoft in Indien rund 400 bis 500 Mitarbeiter – etwa 2 Prozent der dortigen Belegschaft – in ein sogenanntes Performance Improvement Program (PIP) versetzt habe. Ein solches Programm führt laut den Berichten nicht automatisch zu einer Kündigung, gilt aber häufig als Vorstufe zu einer möglichen Trennung.
Für Oracle bleibt festzuhalten, dass weder Zeitpunkt noch endgültiger Umfang der befürchteten Stellenstreichungen offiziell bestätigt sind. Die divergierenden Schätzungen der verschiedenen Medien verdeutlichen die Unsicherheit, die derzeit unter den Beschäftigten in Indien herrscht.

