Hersteller von Computerzubehör bringen zunehmend Dockingstationen auf den Markt, die möglichst viele Anschlussarten in einem einzigen Gehäuse bündeln. Ein aktuelles Beispiel dafür liefert ORICO mit einer Thunderbolt-4-zertifizierten 12-in-1-Dockingstation, die Monitor-, Speicher-, Peripherie- und Stromanschlüsse für Laptops zusammenführen soll.
Zwölf Anschlüsse in einem Gehäuse
Das Gerät bietet laut Berichten insgesamt zwölf Ports: zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse mit einer Datenrate von 40 Gbps, drei USB-A-Anschlüsse, einen USB-C-Anschluss mit 10 Gbps, HDMI, DisplayPort 1.4, einen SD/TF-Kartenleser, einen RJ45-Netzwerkanschluss sowie eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. Diese Kombination richtet sich an Nutzer, die ihren Laptop mit möglichst wenigen Kabeln an eine vollständige Arbeitsplatzumgebung anschließen wollen.
Bei der Bildausgabe unterstützt das Dock entweder einen einzelnen 8K-Monitor oder zwei 4K-Displays gleichzeitig. Allerdings gibt es hier eine wichtige Einschränkung für Mac-Nutzer: Bei Geräten mit Apple-Chips der M1-, M2- und M3-Generation wird laut einem Bericht von realsound.jp lediglich die Ansteuerung eines einzelnen Displays unterstützt, ein Betrieb mit drei Bildschirmen ist demnach nicht möglich.
Stromversorgung und Datenübertragung
Der angeschlossene Host-Laptop wird über das Dock mit 85 Watt geladen, während die Downstream-Power-Delivery für angeschlossene Peripheriegeräte 15 Watt liefert. Bei der Datenübertragung erreicht die Station Geschwindigkeiten von bis zu 40 Gbps, was laut Herstellerangaben ausreicht, um 3 GB an Daten innerhalb einer Sekunde zu übertragen.
Zusätzlich unterstützt das Dock eine Daisy-Chain-Verbindung, sodass mehrere Thunderbolt-Geräte hintereinander angeschlossen werden können, ohne dass für jedes einzelne ein separater Anschluss am Laptop benötigt wird.
Zwölf Anschlüsse, 40 Gbps und 85 Watt Ladung über ein einziges Kabel — genau dafür ist ein Thunderbolt-4-Dock gedacht. Bevor Sie kaufen, lohnt der Blick auf die Details: Welche Ports brauchen Sie wirklich, und was leistet Ihr Laptop tatsächlich? Unser kostenloser Guide führt Sie in drei Schritten durch Auswahl und Aufbau. Dock-Kaufcheckliste jetzt kostenlos anfordern
Verarbeitung und Kompatibilität
Das Gehäuse der Dockingstation besteht aus Aluminium und ist sowohl mit Mac- als auch mit Windows-Systemen kompatibel. Diese plattformübergreifende Ausrichtung ist bei Thunderbolt-4-Geräten mittlerweile Standard, da der Anschlussstandard sowohl von Apple- als auch von Windows-Notebooks unterstützt wird. Die genannte Einschränkung bei mehreren Displays betrifft dabei ausschließlich Macs mit den älteren M1-, M2- und M3-Chips.
Preisgestaltung
Berichten zufolge liegt der reguläre Preis der Dockingstation bei 36.990 Yen. Mit verfügbaren Coupons soll sich der Preis auf 21.370 Yen reduzieren lassen. Diese Preisangaben stammen aus japanischen Berichten und beziehen sich auf den dortigen Markt; wie sich das Angebot preislich in anderen Regionen darstellt, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.
Einordnung
Wer einen Mac mit M1-, M2- oder M3-Chip nutzt, bekommt am Dock nur ein einzelnes Display angesteuert — drei Bildschirme sind damit nicht möglich. Wer vorher prüft, spart sich den Fehlkauf und den Umbau des Arbeitsplatzes. Der Guide zeigt, welche Dock-Klasse zu welcher Hardware passt. Multi-Monitor-Setup-Guide jetzt sichern
Mit der 12-in-1-Lösung reiht sich ORICO in einen Markt ein, in dem Hersteller Dockingstationen zunehmend mit möglichst vielen Anschlussoptionen und hohen Übertragungsraten ausstatten, um dem gestiegenen Bedarf an externen Monitoren, schnellem Datenaustausch und stabiler Stromversorgung für moderne Notebooks gerecht zu werden.
Die Thunderbolt-4-Zertifizierung garantiert dabei eine standardisierte Mindestleistung bei Bandbreite und Kompatibilität, während die dokumentierte Einschränkung bei älteren Apple-Chips zeigt, dass die volle Funktionalität solcher Docks weiterhin von der jeweiligen Hardware des angeschlossenen Geräts abhängt.

