Vivo und die Tochtermarke iQOO haben die Benutzeroberfläche OriginOS 7 auf Basis von Android 17 vorgestellt. Das Betriebssystem rückt softwareseitig KI-gestützte Produktivität, erweiterte Multitasking-Funktionen sowie eine engere geräteübergreifende Vernetzung in den Mittelpunkt.
Die Präsentation der Software erfolgte im Rahmen der Veranstaltung vivo NEXT 2026 im indischen Gurugram, bei der Vivo zugleich neue Smartphones wie das X Fold6, das V80 und das S2 FE präsentierte sowie einen Ausblick auf das MR-Headset vivo Vision Discovery Edition gab.
Erweiterte Produktivitätswerkzeuge und Multitasking
Kernbestandteil der neuen Oberfläche ist der überarbeitete KI-Assistent Jovi. Das System kann Aufgaben über verbundene Geräte hinweg ausführen, darunter das Auffinden von Dateien, die Analyse von Dokumenten sowie den Datentransfer zwischen Smartphones und Personal Computern. Die Abläufe lassen sich zeitlich planen; autonome Systemaktionen werden protokolliert und erfordern in bestimmten Fällen eine manuelle Freigabe durch den Nutzer.
Ergänzend führt Vivo spezialisierte KI-Dienste ein: Der AI Recorder übernimmt die Transkription, Sprechererkennung und automatische Zusammenfassungen von Gesprächen. Die Funktion Snap Note digitalisiert handschriftliche Aufzeichnungen oder Whiteboard-Inhalte in bearbeitbare Notizen, während Snap & Go Fahrkarten und Reisedokumente ausliest, um entsprechende Kalendereinträge vorzuschlagen.
Für parallele Arbeitsabläufe stehen die Funktionen Origin Workbench und AI Cross-App Drag bereit. Auf kompatiblen Geräten mit mindestens 12GB Arbeitsspeicher unterstützt die Workbench bis zu fünf gleichzeitig aktive Anwendungen.
Optimierte Systemarchitektur und Plattform-Konnektivität
Unter der Haube soll die sogenannte Origin Smooth Engine für spürbare Leistungsverbesserungen sorgen. Nach Herstellerangaben steigert das System die Rendering-Effizienz um 14,4%, während App-Kaltstarts um 10% und Seitenwechsel um 11% beschleunigt werden.
Die Speicher-Rückgewinnung soll um 60% zulegen, was bei Geräten mit 256GB Speicherplatz zu bis zu 25GB zusätzlich freigegebenem Speicher führen kann. In internen Labor-Benchmarks zur 72-Monats-Nutzung verzeichnete Vivo neben einer anhaltenden Systemflüssigkeit eine Energieeinsparung von 20% beim Gaming durch heterogene Rechenprozesse sowie 26% mehr Akkulaufzeit im Connected-Standby.
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Für den Datenaustausch setzt das Unternehmen auf das Vivo Office Kit sowie Schnittstellen zu Drittsystemen. Neben Windows bindet OriginOS 7 auch Apple-Umgebungen ein: Integriert sind unter anderem eine AirPods-Anbindung mit Batteriestatusanzeige in Origin Island und 3D-Audio sowie ein regionenabhängiger Zugriff auf die iCloud im Dateimanager.
Für die Systemsicherheit sorgt das Security Shield, das schädliche USB-Transaktionen abwehrt, Drahtlosnetzwerke prüft und Finanzdaten schützt. Eine automatisierte Anrufannahme kann eingehende Telefonate entgegennehmen und transkribieren.
Gestaffelter Rollout und Hardware-Ausblick
Die Verteilung der Software beginnt schrittweise. Eine erste Upgrade-Welle richtet sich an Modelle wie das Vivo X Fold6, das X Fold5, die X300-Serie sowie die iQOO 15-Serie.
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Bei iQOO startete die Auslieferung am 9. Oktober 2026 gestaffelt, wobei am ersten Tag 10 bis 15% der registrierten aktiven Geräte versorgt werden; innerhalb von zwei Wochen soll der vollständige Rollout ohne kritische Fehler abgeschlossen sein.
Empfohlen werden dafür 15 bis 20GB freier Speicherplatz. Auf dem indischen Markt startet die Verteilung für beide Marken Ende Oktober 2026 und setzt sich in mehreren Wellen bis Anfang 2027 fort.
Auf dem India Mobile Congress 2026 in Neu-Delhi bestätigte iQOO zudem den Marktstart des iQOO 16 für Indien. Das Gerät wird auf Qualcomms Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 im 2-Nanometer-Verfahren setzen und als erstes Smartphone der Marke ab Werk mit OriginOS 7 ausgeliefert. iQOO-Chef Nipun Marya bezeichnete die Kooperation mit Qualcomm Technologies dabei als zentrales Element der eigenen Flaggschiff-Strategie.

