Der Smartphone-Hersteller vivo hat seine neue Benutzeroberfläche OriginOS 7 auf Basis von Android 17 offiziell vorgestellt. Eine der zentralen Neuerungen des Betriebssystems ist eine vertiefte geräteübergreifende Integration von Hardware und Diensten des Konkurrenten Apple.
Das System soll Nutzerinnen und Nutzern unter anderem ermöglichen, Apple-Smartwatches zu synchronisieren, den Status von AirPods abzufragen und auf Apple-Cloud-Speicher zuzugreifen.
Tiefe Verzahnung mit dem Apple-Ökosystem
Wie aus Berichten über die Präsentation beim NEXT-2026-Event in Indien hervorgeht, schlägt vivo mit OriginOS 7 eine Brücke zu mehreren Apple-Produkten. So lässt sich der Batterie- und Verbindungsstatus von AirPods direkt im Betriebssystem anzeigen. Die Ohrhörer arbeiten dabei als klassische Bluetooth-Kopfhörer, während Apples Sprachassistent Siri auf den vivo-Geräten nicht verfügbar ist.
Zudem integriert vivo den Zugriff auf iCloud-Dateien unmittelbar in den hauseigenen Dateimanager. Bei aktiviertem erweitertem Datenschutz von Apple kann dafür eine zusätzliche Freigabe erforderlich sein.
Für Smartwatches kündigte der Hersteller eine Synchronisierung mit der Apple Watch an, die über ein künftiges Systemupdate per Funk nachgereicht werden soll; ein genauer Veröffentlichungstermin dafür steht noch aus. Um die Apple Watch nutzen zu können, bleibt eine Ersteinrichtung über ein iPhone zwingend vorgeschrieben.
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Als kompatibel nennt vivo Modelle ab der Apple Watch Series 6 sowie die Apple Watch SE der zweiten Generation oder neuer, vorausgesetzt, darauf läuft mindestens watchOS 9.6. Seitens vivo wird die Verknüpfung von Geräten ab der X200-Serie sowie ab dem iQOO 13 unterstützt.
Verbesserte Systemleistung und neue Arbeitsfunktionen
Neben der Apple-Konnektivität und geräteübergreifenden Datei- sowie Kamerafreigaben führt das Android-17-Update funktionelle Überarbeitungen für Leistung und Multitasking ein. Die neue Arbeitsumgebung Origin Workbench erlaubt Multi-Window-Betrieb und Drag-and-drop-Abläufe auf ausgewählten Modellen mit mindestens 12 GB Arbeitsspeicher.
Begleitend verbessern Technologien wie Fluid Motion nach Herstellerangaben die Animationen in mehr als 200 Systemszenarien, ergänzt um dynamische Designs und Funktionen wie Spring Animation.
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vivo gibt für die Software deutliche Effizienzgewinne an: Der Kaltstart von Anwendungen soll um bis zu 10 Prozent kürzer ausfallen, der App-Wechsel um bis zu 11 Prozent schneller erfolgen und die Speicherfreigabe um bis zu 60 Prozent beschleunigt werden. Die Rendering-Effizienz steige um bis zu 14,4 Prozent.
Auf einem Gerät mit 256 GB Speicherkapazität sollen sich bis zu 25 GB Speicherplatz freigeben lassen. Bei hochauflösenden Videoanrufen über Microsoft Teams sinke der Stromverbrauch um bis zu 25 Prozent, während die Akkulaufzeit um bis zu 4 Prozent steige.
Für das Gaming nennt das Unternehmen eine Reduktion des Grafikstromverbrauchs um bis zu 20 Prozent. Die Technik Bypass Charging 3.0 soll zudem die Akkulebensdauer um bis zu 3 Prozent verlängern, während die Funktion Glare Protection den visuellen Komfort um bis zu 29 Prozent steigern soll.
Gestaffelter Zeitplan für den Rollout
Die Verteilung von OriginOS 7 beginnt in Indien gestaffelt von Ende Oktober 2026 bis Ende Februar 2027. Zum Auftakt erhalten Modelle wie das X Fold 5 und die X300-Serie die Aktualisierung, gefolgt von der X200-Reihe Mitte November.
Geräte wie das X Fold 6, das V80 und das S2 FE sollen die Software ab Werk vorinstalliert haben. Für die iQOO-Marke wird ein separater Zeitplan erwartet. Der konkrete Funktionsumfang kann laut vivo je nach Modell, Region und Softwarestand variieren.

